5 Tipps von Freeride-Pro Tobi Tritscher

In fünf Schritten besser Freeriden mit Pro-Skier Tobi Tritscher

Text: Konrad Dudernak
Foto: Red Bull Content Pool / Pally Learmond / NINE&ONE

Tobi Tritscher fährt die krassesten Lines in Japan, Alaska und im Kaukasus. Uns verrät er, wie jeder eine perfekte Linie in den Tiefschnee setzt.

Der 26-jährige Freeride-Profi Tobi Tritscher stand bereits mit drei Jahren auf Skiern. Im Teenager-Alter tauschte er seine Renn-Latten gegen Freeride-Ski aus und folgte fortan seiner wahren Leidenschaft.

Nach ersten Erfahrungen in Park-Contests, widmet er seit 2007 seine volle Konzentration dem Tiefschneefahren im freien Gelände. Hier seine Pro-Tips zu den Punkten:

  • Lawinensituationen bewerten
  • Besser aufsteigen
  • Perfekte Lines fahren
  • Skibuddies wählen
  • Wie ein Pro fahren
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1. So bewertest du die Lawinensituation

Check als erstes den aktuellen Lawinenbericht für die Region. Auch ein Schneeprofil direkt im Hang ist auf jeden Fall hilfreich. Optimal ist natürlich, wenn du mit einem Guide oder Local unterwegs bist. Die sind jeden Tag vor Ort und haben das meiste Wissen darüber – auch wann genau man einen Hang befahren sollte. Mehr dazu unter lawine.at.

2. So steigst du besser auf

Such dir nicht den steilsten Aufstieg, gehe etwa dem Kamm entlang den Berg rauf. Kurz heißt nicht immer kraftsparend. Wenn die Lawinensituation es zulässt, kann man aber auch direkt aufsteigen. Der Vorteil: man weiß sofort, wie die Schneebedingungen sind.

5 Tipps von Freeride-Pro Tobi Tritscher

© Red Bull Content Pool / Pally Learmond / NINE&ONE

3. So fährst du die perfekte Line

Fotos vom Gegenhang helfen. Wenn du beim Aufstieg deine Abfahrt einsehen kannst, merke dir gleich markante Punkte für die Abfahrt wie Felsen oder Bäume.

Vergiss aber nicht: was von unten bzw. vom Gegenhang links ist, ist von oben dann rechts.

5 Tipps von Freeride-Pro Tobi Tritscher

© Red Bull Content Pool

4. So wählst du deine Ski-Buddies

Zwei Kriterien sind dabei wichtig: Vertrauen und Spaß. Es hilft nix, wenn einer deiner Partner sich überschätzt und du dann mitten in einer steilen Rinne nicht mehr weiter kannst. Ihr solltet also alle ungefähr auf dem gleichen Level sein. Und jeder sollte mit seinem Lawinenequipment (Schaufel, Sonde, Pieps) im Schlaf umgehen können.

Tobi Tritscher

© Marco Freudenreich

5. So fährst du unter allen Bedingungen wie ein Pro

Wenn deine allgemeine körperliche Fitness passt, fährst du besser Ski. Trainiere also schon vor der Saison. Sobald die Skigebiete öffnen, fahre in verschiedenen Bedingungen, sei es auf der Piste, in ausgefahrenen Schneefeldern oder bei komplett schlechten Schneeverhältnissen. Dadurch verbessert sich deine Technik. Es ist die Vielseitigkeit, die einen guten Skifahrer ausmacht!

© Youtube // Tobi Tritscher

Alles zur Beurteilung der Lawinengefahr erfährst du unter Alpineausbildung.at.

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02 2017 The Red Bulletin

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