Die extremsten Hundeschlittenrennen

Herausforderung für Mensch und Tier: Die härtesten Schlittenhunderennen der Welt

Foto: Getty Images

Diese Menschen vertrauen den Hunden ihr Leben an: Ganz alleine schlagen sich die Teams teilweise über hunderte Kilometer durch Schnee und Eis. Das sind die extremsten Schlittenhunderennen.

Die Tradition der Schlittenhunderennen geht unter anderem zurück auf die Zeit der Goldsucher am kanadischen Klondike River, als Post und Lebensmittel auf den langen und beschwerlichen Wegen zwischen den Orten mit Hundeschlitten befördert wurden. Heute gibt es von Berufs wegen kaum noch „Musher“, wie die Schlittenhundeführer genannt werden. Die meisten gehen diesem Sport nur noch in ihrer Freizeit nach.

Zahlreiche Rennen ahmen die Strapazen von damals allerdings nach, dabei sind die Distanzen in Lang- und Kurzstrecken unterteilt. Einige Wettkämpfe sind mittlerweile legendär und erfordern aufgrund ihrer Härte ganz besonderes Vertrauen zwischen dem Musher und seinen Hunden.

Von diesen coolen Schlittenhunderennen solltest du gehört haben:

  • Todtmoos
  • Iditarod Sled Dog Race
  • Yukon Quest International
  • Finnmarksløpet
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Todtmoos

Dass man für Schlittenhunderennen nicht bis an den Nordpol reisen muss, beweist der alljährliche Wettbewerb in Todtmoos im Schwarzwald. Schon seit mehr als 40 Jahren findet das Rennen an jedem letzten Januarwochenende statt und zieht Besucher aus aller Welt an. Mehr als 100 Mensch-Hund-Teams messen sich hier im Sprint auf Kurzstrecken zwischen vier und 24 Kilometern. 

© Youtube // SkeppoBalloon

Iditarod Sled Dog Race

Das Schlittenhunderennen von Iditarod in Alaska gilt mit 1760 Kilometern als das längste der Welt. Jedes Jahr am ersten Samstag im März starten im Zwei-Minuten-Intervall Schlitten mit zwölf bis 16 Hunden von Anchorage nach Nome.

Bis zu zwei Wochen sind die Teams in eisiger Kälte völlig auf sich gestellt. Nur sehr geübte Musher bewältigen die anspruchsvolle Strecke, die auf den historischen Versorgungstrail von Iditarod um die Jahrhundertwende zurückgeht. Dabei müssen sie zugefrorene Flüsse, dichte Wälder und kahle Küstenlandschaften durchqueren.

© Youtube // Alaska Dispatch News

Yukon Quest International

Der Yukon Quest steht in Sachen Länge auf einer Stufe mit dem Iditarod und wird als das härteste Schlittenhunderennen der Welt gehandelt. Über 1600 Kilometer führt der Weg von Fairbanks in Alaska ins kanadische Whitehorse, jedes zweite Jahr findet der Wettkampf in umgekehrter Richtung statt.

Bei Tag und Nacht hetzen die Musher bei Temperaturen bis zu minus 50 Grad mit ihren Hunden durch das menschenfeindliche Gebiet und kämpfen dabei vor allem gegen die Müdigkeit. Vorgeschrieben sind nämlich nur zwei Pausen.

© Youtube // RadioLynxContent

Finnmarksløpet

Das Finnmarksrennen findet seit 1980 jedes Jahr in Nord-Norwegen statt und ist das längste Schlittenhunderennen Europas. Die rund 150 Hundegespanne á 14 Hunde legen in fünf bis sechs Tagen mehr als 1000 Kilometer zurück.

Das Besondere: Es gibt keine Etappen, nur die vorgeschriebenen Pausen und Checkpoints. Das Abenteuer-Event hat fast schon Volksfestcharakter, so versammeln sich jedes Jahr zahlreiche Zuschauer an der Strecke und feuern ihre Favoriten an.

© Youtube // FLpresse

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02 2017 The Red Bulletin

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