Stars, die die Sportart gewechselt haben

Multitalente: Diese Sportstars haben die Sportart gewechselt

Bild: Getty Images/Jim Gund

Top-Sprinter als Fußballer und NBA-Star als Profi-Footballer. Was skurril klingt, haben andere schon durchgezogen. Diese Athleten waren zweigleisig unterwegs.

Die Sportwelt staunt nicht schlecht: Usain Bolt wird bei Borussia Dortmund mittrainieren. Der schnellste Sprinter aller Zeiten möchte sich beim deutschen Bundesligisten auf seine Fußballer-Karriere vorbereiten. Von vielen als geschickt eingefädelte Marketing-Aktion abgetan, soll hinter den Trainingseinheiten doch ein größerer Plan stecken. Nach der WM 2017 soll für den neunfachen Olympiasieger nämlich mit Leichtathletik Schluss sein.

Schon vor Bolt sorgten in letzter Zeit vor allem die Wechselpläne von zwei US-Sportlern für Aufsehen. Star-Quarterback Tim Tebow sagte dem American Football endgültig Lebewohl und wechselte zum professionellen Baseball. Zwar unterschrieb „Gottes Quarterback“, wie der gläubige Christ genannt wird, bei den New York Mets nur einen Minor-League-Vertrag, doch vielleicht empfiehlt er sich mit seinen Leistungen ja für höhere Aufgaben. 

NBA-Basketballstar Nate Robinson hingegen will hingegen in Tebows alte Arbeitswelt, die NFL, und hat bereits ein Probetraining bei den Seattle Seahawks hinter sich.

Usain Bolt

Schwarz und Gelb stehen Usain Bolt ja schon gut.

© Fernando Frazão/Agência Brasil

Bolt, Tebow oder Robinson, wer schafft es wirklich? Es gibt jedenfalls bereits einige Sportler, die den Wechsel ihrer Sportart vollzogen haben. Wenn auch nicht immer mit durchschlagendem Erfolg, wie das prominenteste Beispiel zeigt …

Michael Jordan 

Die legendäre Nummer 23 gilt als bester Basketballer aller Zeiten. „His Airness“ unterbrach seine NBA-Karriere zwischen 1993 und 1994, um zwei Jahre lang als Baseballer sein Glück zu suchen. Er fand es nicht wirklich, es blieb bei Einsätzen in der Minor League für die Birmingham Barons, ein Farmteam der Chicago White Sox.

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Hierzulande ist es vor allem Tim Wiese, der mit seinem vor kurzem finalisierten Wechsel zum Wrestling Schlagzeilen macht. Der Ex-Keeper von Werder Bremen und 1899 Hoffenheim schindete sich bekanntlich monatelang in der Muckibude und in den Wrestling-Development-Ringen. Das Ergebnis: ein durchtrainierter Muskelprotz, der unter dem Namen „The Machine“ sein Wrestling-Debüt feiern durfte.

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Bixente Lizarazu

Der Franzose gewann als Fußballer alles, was es zu gewinnen gab. Zwischen dem 27. November 2001 und dem 4. Mai 2002 war er gleichzeitig amtierender Weltmeister, Europameister, Confed-Cup-, Champions-League- und Weltpokalsieger. Ein Kunststück, das bis heute keinem anderen Spieler der Welt gelungen ist. Nach seinem Rücktritt 2004 stand 2009 der nächste große Titel an: Lizarazu wurde in Lissabon Europameister im Brazilian Jiu-Jitsu in der Klasse Blue Belt Senior 1 - Light.

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Manfred Burgsmüller

Der Stürmer spielte nach Abschluss seiner beachtlichen Bundesligakarriere noch sechs Jahre lang American Football. Von 1996 bis 2002 war er als Kicker bei Rhein Fire aktiv und damals mit 52 Jahren der älteste aktive Footballprofi der Welt.

Luc Alphand

Der französische Skirennläufer gewann 1997 die Gesamtwertung des Weltcups. Nach seinem Karriereende widmete sich das Multitalent dem Motorsport. 2006 feierte Alphand seinen größten Erfolg: Er siegte als erster prominenter Quereinsteiger bei der berüchtigten Rallye Dakar.

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Gabriel Batistuta

Der argentinische Fußballer spielte einen Großteil seiner Karriere in Italien. In Florenz wurde der Stürmer zur Legende, der zu Ehren die Fans in den Neunzigern eine lebensgroße Bronzestatue errichteten. In Argentinien ist „Batigol” dank seiner zahlreichen Tore im Nationaldress ein Heiligtum. Trotz dieser Meriten entschied sich der Star noch für eine zweite Karriere als Polospieler und gewann 2009 auf der „Argentina Polo Tour“ im Team „Loro Piana“ den „Copa Stella Artois“.

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11 2016 The Red Bulletin

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