Eva Hakansson über Ökö-Krieger und KillaJoule

Eva Håkansson:
Öko-Kriegerin mit 400 km/h

Text: Matt Youson

Eva Håkansson steht unter Strom. Oder besser gesagt: Sie sitzt. Und das rasend schnell.

Die 35-jährige Schwedin Eva Håkansson ist offiziell die schnellste Motorradfahrerin der Welt, mit einer Rekordgeschwindigkeit von 434.9km/h.

Sie fährt ein Elektromotorrad mit dem Namen „KillaJoule“, das sie während ihres Doktoratsstudiums in Maschinenbau an der Universität von Denver selbst gebaut hat. 

Sie hat vor Kurzem KillaJoules Landgeschwindigkeitsrekord während der Bonneville Motorcycle Speed Trials übertroffen und über die fliegende Meile 400,2km/h erreicht – aber es ist eher ihr Umweltbewusstsein als das Adrenalin, das Eva vorantreibt …

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THE RED BULLETIN: Dein Rekord-Motorbike heißt „KillaJoule“, du nennst dich Öko-Kriegerin. Was motiviert dich?

EVA HÅKANSSON: Ich liebe den Rennsport, aber eigentlich bin ich Ökofreak. Einige meiner Freunde sind sogar Greenpeace-Aktivisten, sie klettern Kühltürme von Kraftwerken hoch. Ich halte das aber für falsch. Du verärgerst Leute und wirst verhaftet. Ich überlegte, wie man etwas für die Umwelt tun kann, ohne das Gesetz zu brechen. So kam ich zum E-Racing – es zeigt, dass Tempo und Power umweltfreundlich sein können. 

Sind E-Fahrzeuge die Zukunft?

Sie sind die Gegenwart! Das Problem ist, dass sie als langweilig und nerdig gelten. Ich wollte das ändern, indem ich etwas baue, das kraftvoll, cool und wahnsinnig schnell ist.

Wie fühlen sich 434 km/h auf einem E-Bike an?

Bis 320 km/h ist es ein wenig langweilig. So richtig spürt man den Speed erst ab 400 km/h.

Schafft KillaJoule noch mehr als 434 km/h?

480 sind mein Ziel. Und die werde ich erreichen.

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02 2017 The Red Bulletin

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