Red Bull Storm Chase

Red Bull Storm Chase:
Extremer geht Windsurfen nicht

Text: Andreas Rottenschlager
Fotos: Sebastian Marko

Bei Red Bull Storm Chase jagen acht der besten Extrem-Windsurfer den heftigsten Wintersturm 2017. Uns erzählen die Athleten, was man in dunkelgrauen Wellenbergen über Selbstvertrauen im Alltag lernt.

Windsurfen bei Böen über 100 km/h, in schweren Stürmen, die noch kein Profi bezwungen hat: Bei Red Bull Storm Chase jagen acht der besten Extrem-Windsurfer den heftigsten Wintersturm 2017.

Red Bull Storm Chase 2017 steigt im Zeitfenster von Anfang Jänner bis Mitte März. 

Bald ist der härteste Windsurf-Bewerb der Welt zurück. Sieh dir hier die Highlights des letzten Red Bull Storm Chase an.

© Youtube // Red Bull

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Sobald auf der Nordhalbkugel ein geeigneter Sturm aufzieht, läuft folgendes Szenario ab:

Sturm-Warnung

96 Std.
ALARM

Ein Sturm der Windstärke 10 zieht über einem Surf-Spot auf.
 
60 Std.
MELDUNG

Die Windsurfer erhalten das offizielle „Go“ der Wettkampfleitung.

48 Std. 
LETZTE OPTION

Letzte Chance zur Absage, falls sich der Sturm wieder legt.

24 Std. 
ANREISE

Die 8 Athleten machen sich aus der ganzen Welt auf den Weg.

0 Std. 
MISSION

Die Red Bull Storm Chase startet im Sturmgebiet.

Sturm der Entscheidung

Red Bull Storm Chase-Athleten starten ab Windstärke 10 (48 – 55 Knoten/ 89 – 102 km/h). 

Das Satellitenbild zeigt den Sturm über der Final-Location Cornwall vom 10. 2. 2014. Als Windspitze maß man 61 Knoten (113 km/h).

satellite image showing the storm over Cornwall on February 10, 2014

Die Red Bull Storm Chase ist extrem und gefährlich:

Bei schwerem Sturm herrscht Chaos auf See. Masten brechen, Segel ­reißen. Eine Böe kann den Rider mitten im Sprung packen und davontragen. Dann stürzt er aus zehn Metern Höhe unkontrolliert ins Meer.

Waving the red flag

Judge Klaas Voget­ unterbricht den Bewerb (ebenfalls in Irland) nach dem ersten Heat wegen zu ­schlechter Sicht.

„Nervosität ist gut. Sie zeigt dir, dass etwas Spannendes passiert.“
Thomas Traversa

Der Französische Windsurfer und Titelverteidiger bei Red Bull Storm Chase spricht über Risiko und wie man seine Nervosität bezwingt.


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Red Bull Storm Chase: Thomas Traversa über Nervosität

Thomas Traversa, ­Titelverteidiger bei Red Bull Storm Chase, über Risiko und den richtigen Umgang mit Nervosität. The Red Bulletin, das Active-Lifestyle-Männermagazin.

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Windsurfer Boujmaa Guilloul (links) und Julien Taboulet

Rekord-Sturm: Die Windsurfer Boujmaa Guilloul (li.) und ­Julien Taboulet 2013 beim Start in der irischen Brandon Bay. Die Windspitzen er­reichten 140 km/h.

„Du musst in der Lage sein, Panik zu bändigen.“
Dany Bruch

Dany Bruch, deutscher Windsurfer und Red Bull Storm Chase-Veteran, begibt sich 2017 wieder auf Sturmjagd. Im Interview mit The Red Bulletin erzählt er, wie er mit Panik und Selbstzweifeln umgeht.

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Extreme-Windsurfer Dany Bruch: Keine Panik!

THE RED BULLETIN: Herr Bruch, Sie sind 2013/14 für Red Bull Storm Chase in Stürmen gesurft, die Windstärke elf erreichten. Wo nehmen Sie das Selbstvertrauen her, in ­solchen Umständen zu starten? DANY BRUNCH: Aus jahrelanger Windsurf-Erfahrung, auch in schwierigen Revieren. Aber ebenso wichtig wie Selbstvertrauen ist die Fähigkeit, Panik zu kontrollieren.

2013 Red Bull Storm Chase windsurfers

Landung Down Under (2013): Die Red Bull Storm Chase-Windsurfer ­laden in Tas­manien ihr Zeug aus.

„Letztendlich geht es immer darum: Sie müssen einen Hunger auf das Leben entwickeln.“
Duncan Coombs

Der Engländer Duncan Coombs war selbst 33 Jahre lang aktiver Windsurfer. Nun ist er Head-Judge bei Red Bull Storm Chase und auf der PWA World Windsurfing Tour. Er ist überzeugt davon, dass man Mut lernen kann.


Hier erklärt er, wie …

Ex-Windsurfer Duncan Coombs: "Mut kann man trainieren"

THE RED BULLETIN: Herr Coombs, Sie waren 33 Jahre lang aktiver Wettkampf-Windsurfer­ und haben 2013/14 die besten­ Sturm-Wind­surfer für Red Bull Storm Chase um die Welt begleitet. Kann man Mut trainieren? DUNCAN COOMBS: Meiner Erfahrung nach ist Mut sehr oft angeboren. Die verrücktesten Kinder, die auf die höchsten Bäume klettern, werden später auch die mutigsten ­Athleten.

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12 2016 The Red Bulletin

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