Die Typen auf dem Fußball-Kleinfeld

5 typische Kleinfeld-Fußballspieler

Text: Hugh Morris
Foto: Luis Vidales / Red Bull Content Pool

Wenn du jemals schon „5 gegen 5“ oder ähnliches gespielt hast, kennst du diese klassischen Kicker nur zu gut. Wir verraten dir, wie du mit ihnen am besten umgehst.

Hobbyfußballer kennen das Gefühl. Einmal in der Woche bringt der Spieltermin Kicker unterschiedlichen Alters, Könnens und Fitnesszustands zusammen. Das Ergebnis: ein schienbeinbedrohendes, zehenverletzendes Chaos namens Kleinfeld-Fußball. Ob bei Regen oder Sonnenschein, in der Halle oder auf Kunstrasen, im Käfig oder auf dem Bolzplatz - hier ist jeder willkommen und niemand zu gut.

Aber trotz verschiedener Fertigkeiten gibt es ein paar Konstanten, die sich nicht leugnen lassen. Wenn du also das nächste Mal das Spielfeld betrittst, in deiner wöchentlichen Runde oder als Einspringer für einen Freund, achte auf deine Mitstreiter.

Mindestens einer dieser 5 Typen ist nämlich immer dabei. Wir zeigen dir, wie du ihn schnell identifizierst und vor allem, wie du mit ihm klar kommst.

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1. Der Typ mit dem Verband am Knie

Wenn du das siehst, zieh dich lieber zurück!

© PhysioRoom.com

Wie du ihn erkennst? Er erwähnt mehr als nur einmal seine vielen Knieverletzungen. Aber nicht um sich damit zu brüsten, sondern um allen anderen damit klarzumachen, ihn nicht hart zu attackieren. Es wäre nur zu leicht möglich, dass der nächste unglückliche Zweikampf zugleich sein Karriereende bedeutet und er danach vielleicht nie wieder laufen kann. Und willst du derjenige sein, der daran schuld ist?

Was zu tun ist: Behandle ihn mit Vorsicht. Wenn er den Ball bekommt, geh lieber einen Schritt zurück. Er wird sich schon früh genug selbst weh tun und damit die vorsichtige Gangart der restlichen Spieler beenden.

2. Der „Zurück!“-Schreier

Das Feld ist gefühlt gerade einmal 20 Meter lang und du kannst dich vor lauter Spielern schon kaum bewegen. Dennoch ist da dieser eine Typ, den du erst in der Kabine kennengelernt hast, der dich ständig anschreit: „Zurück! Zurück!“ Aber da ist kein Zurück. Außerdem: Wer hat ihn hier zum Chef ernannt? Vielleicht musst du gar nicht nach hinten arbeiten. Schließlich steht da nur Gerhard aus dem Controlling. Und alle wissen, dass der mit links nicht schießen kann.

Was zu tun ist: Mach den N’Golo Kante! Sprinte zurück, als ob dein Leben davon abhängen würde. Stelle jeden Zentimeter des Feldes zu, auch wenn das Kraft kostet. Wenn das Großmaul dann einmal seinen Gegenspieler aus den Augen verliert und dieser ein Tor erzielt, ist es Zeit für deine Rache. Schrei „Wieso kommt da keiner nach hinten?“, natürlich ohne ihn dabei direkt anzusprechen. Das tut noch mehr weh …

3. Der Zauberer

Wow, der Junge ist gut. Hat gerade jemand erwähnt, dass er einmal in der Bayern-Jugend gespielt hat? Während alle rund um ihn herum schnaufen und keuchen, steht ihm nicht einmal eine Schweißperle auf der Stirn. Was gibt es Schöneres als ihn in deinem Team zu haben und zugleich zu sehen, wie irritiert dein Freund, der gewohnt war, Woche für Woche der Beste zu sein, jetzt ist. Unbezahlbar!

Was zu tun ist: Gib ihm einfach den Ball. Er trifft entweder selbst oder legt dir gönnerhaft ein paar Tore auf. So kannst du auch ein wenig in seinem Glanz strahlen. Und sollte er für die gegnerische Mannschaft auflaufen, verlangt es die Ehre, dass du ihn zumindest einmal an der Mittellinie unsauber stoppst. Wenn du nur an ihn rankommst …

4. Der Drückeberger

Ein jeder muss einmal ins Tor … da gibt es kein Entrinnen.

© Maxpixel

Ganz klar: Niemand möchte beim Kleinfeld-Fußball im Tor stehen. Da viele Spieler weder die Kraft noch das Ziel ihrer Schüsse wirklich steuern können, ist es schlicht gefährlich. Aber irgendwer muss diese unliebsame Position nun mal bekleiden. Und geteiltes Leid ist halbes Leid, also wird rotiert. Umso ärgerlicher, wenn ein Spieler die Frage „Wer war noch nicht?“ konstant ignoriert und sich seiner Aufgabe entzieht, indem er während der Wechselphase stets Richtung Sturmzentrum sprintet.

Was zu tun ist: Diese Eigensinnigkeit ist schlicht inakzeptabel und es gibt nur eine Möglichkeit, dem entgegenzuwirken. Sprich ihn direkt an: „Hey, du warst noch nicht, oder?“ Und wenn er dann endlich ins Tor geht, lass ihn gleich bis zum Ende dort.

5. Der Heißläufer

Aaah! Autsch! Hey Junge, das ist nicht das Pokalfinale! Da läuft einer auf dem Feld herum, der Jagd macht auf alles, das sich bewegt. Mit Ausnahme des Balls, denn den trifft er kaum. All seine kleineren Frustrationen im Leben scheinen sich auf die Attacken auf die Beine seiner Gegner zu kanalisieren. Der einzige Vorteil dabei: Der Typ mit dem Verband am Knie (siehe Punkt 1) verlässt seinen Posten im Tor nicht mehr.

Was zu tun ist: Reg dich nicht auf, brüskiere ihn lieber! Es ist an der Zeit, all deine Tricks auszupacken, seine langsame Reaktionsfähigkeit bloßzustellen und ihn so richtig nass zu machen. Er wird den Platz wütender verlassen, als er ihn betreten hat.

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02 2017 The Red Bulletin

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