Warum Fußball-Clubs E-Sportler verpflichten

Warum Fußballclubs jetzt auch in E-Sportler investieren

Foto: Facebook / Schalke04

Immer mehr Bundesligisten prüfen den Einstieg in die Gamerszene. Was sie sich dadurch erhoffen? Neue Einnahmequellen!

Der FC Schalke 04 ist in der Krise. Der Abstieg war nicht eingeplant. Die „League of Legends“-Liga war einfach zu stark. Nun gilt es, die Talfahrt in der zweiten Liga, der Challenger Series, zu stoppen und wieder aufzusteigen.

Die Rede ist von der E-Sport-Mannschaft der Königsblauen, denen in der Fußball-Bundesliga derzeit ein ähnliches Schicksal droht. Auch wenn ein Abstieg dort dramatischere Folgen für den Verein hätte, gewinnen die E-Sportler nicht nur auf Schalke immer mehr an Bedeutung.

VfL Wolfsburg mit eigener E-Sport-Seite

Die Gelsenkirchener sind nicht der einzige Verein, der den Einstieg in den E-Sport gewagt und ein eigenes Team rekrutiert hat. Gerade erst ist die Basketball-Mannschaft der Philadelphia 76ers als erste nordamerikanische Sport-Organisation in den E-Sport eingestiegen. In Deutschland ist Wolfsburg Vorreiter, der VfL engagiert sich schon seit Mai 2015 im sportlichen Wettkampf von Computerspielern.

Der Verein hat gerade eine eigene E-Sport-Seite bei Facebook gelauncht: Dort erfährst du alles über die beiden unter Vertrag stehenden E-Sportler Benedikt „SaLz0r“ Saltzer und David „DaveBtw“ Bytheway sowie Neuzugang Timo „TimoX“ Siep, der das Team pünktlich zum Start von „FIFA 17“ verstärkt.

VfL Wolfsburg E-Sport - Timeline | Facebook

VfL Wolfsburg E-Sport. 674 likes · 15 talking about this. Unter dem Motto „Fußball ist alles" engagiert sich der VfL Wolfsburg als erster...

Kaum Sportspiele 

Dabei bedeutet E-Sport nicht, dass sich Teams und Einzelspieler nur in klassischen Sportspielen duellieren. Genre und Plattform sind unwichtig für die Definition, die „FIFA“-Spiele im E-Sport eher ein Randthema.

Bei „League of Legends“ handelt es sich um ein Fantasygame mit Elementen von Rollenspielen. Ziel ist es, das Hauptquartier des Gegners einzunehmen. Auch bei „Dota 2“ oder „Counter Strike“ geht es darum, den Gegner zu besiegen, ohne dass ein Ball im Spiel ist.

Neue Einnahmequellen generieren 

Dennoch prüfen auch andere Fußballclubs wie der FC Bayern derzeit den Einstieg in den E-Sport. Sie haben guten Grund dazu, denn es offenbaren sich neue Einnahmequellen. Bei großen Turnieren nehmen inzwischen etliche Spieler teil, die Millionen von Fans im Internet um sich versammeln. Ganze Stadien werden bei solchen Events gefüllt, und etliche Gamer verfolgen die Duelle via Livestream.

Die Clubs können auf Sponsoren- und Merchandising-Gelder hoffen, wenn sie professionelle Computer- und Konsolenspieler unter Vertrag nehmen. Zudem sind E-Sportler aufgrund ihrer hohen Social-Media-Follower-Zahlen wichtige Influencer mit riesigen Reichweiten. Diese wollen die Vereine nutzen, um ihrer Marke weltweit zu mehr Bekanntheit zu verhelfen

Preisgelder in Millionenhöhe

Von Gamern, die ihrem Erfolg alles unterordnen, gibt es immer mehr. Sie trainieren meist mehr Stunden am Tag als Bundesligafußballer, um die Reflexe sowie die Hand-Augen-Koordination zu optimieren. Auch die Theorie gehört für die Profis zum Alltag: Spielzüge müssen analysiert und neue Strategien erarbeitet werden.

Dafür winken dann bei den Turnieren, allen voran der eSports World Convention (ESWC), der Weltmeisterschaft für E-Gamer, Preisgelder in Millionenhöhe.

#ESWC анонсировала список приглашенных команд на турнир по #CSGO

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10 2016 The Red Bulletin 

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