Die besten Bond-Girls aller Zeiten

Die Bond Girls

Text: Florian Wörgötter 
Foto (oben): Corbis  

Ohne Frauen ­wäre 007 nur eine Nummer in einem Maßanzug. Erst die Gespielinnen ­beleben und beschäftigen ihn. Treu aber ist er nur der Königin. Teil 1 – Die frühen Jahre.

DIE ERSTE – Honey Ryder 

Ursula Andress entsteigt 1962 im ­allerersten 007-Streifen („James Bond jagt Dr. No“) als die wunder­bare Honey Ryder den Wellen. Ihre schärfsten Waffen sind ein Messer, der weiße Bikini und ihre Lust, Regeln zu missachten.

Es ist die Wieder­geburt der Liebesgöttin Venus, Fleisch geworden in der Figur des unsterblichen Bond-Girls: geistreich, emanzipiert und unendlich sexy.

DIE STARKE – Pussy Galore 

Honor Blackman als Pussy Galore

© Corbis 

Bond-Erfinder Ian Fleming gab den Girls gern verspielte Namen. Den klangvollsten trägt Honor Blackman in „Goldfinger“ (1964): Pussy Galore. Die Pilotin des Bösewichts ist die erste weibliche Rivalin, die ihrerseits James Bond auch auf die Matte legt – mithilfe eines Judogriffs. Trotz ihrer angedeuteten Vorliebe für Frauen ist auch sie gegen Bonds Charme selbstverständlich machtlos.

DIE GATTIN – Teresa „Tracy“ Bond

Diana Rigg als Teresa Bond

© Corbis 

Mein Name ist Bond, Tracy Bond – das durfte nur eine sagen: Diana Rigg, der Einmal-Bond George Lazenby in „Im Geheimdienst Ihrer Majestät“ (1969) das Jawort gibt. Das glückliche Paar ist schon auf dem Weg in die Flitterwochen, als die junge Ehe dem Linksverkehr zum Opfer fällt: Die böse Irma Bunt, ­Assistentin des Oberschurken Blofeld, lässt außer Acht, dass der Lenker eines britischen Aston Martins immer rechts sitzt. Ihre Kugel trifft den falschen Kopf.

DIE NAIVE - Mary Goodnight

Britt Ekland als Mary Goodnight

© Allstar Picture Library/United Artists

In „Der Mann mit dem goldenen Colt“ (1974) ist Britt Ekland meist im Bikini zu sehen. Auch wenn die Blondine Mary Goodnight heißt, gehören ihr die Nächte mit Roger Moore nicht allein. Kurz vor einem Liebesakt sperrt 007 die gute Mary in den Kleiderschrank, denn an die Tür klopft Maud Adams, Bond-Girl Nummer zwei. Während die eine zwischen den Sakkos einnickt, hat Bond Sex mit der anderen. Pech hat Ms. Goodnight auch, als ihr Hinterteil ungewollt einen roten Knopf drückt und damit eine Pazifik­insel in die Luft sprengt.

DIE GERETTETE – Octopussy

Die Bond Girls

© The Kobal Collection

Maud Adams spielt das zweite Bond-Girl in „Der Mann mit dem goldenen Colt“ (1974) und später als Nummer eins die ­Zirkusdirektorin und Fabergé-Eier-Schmugglerin Octopussy (1983). Den titelgebenden Spitznamen verdankt sie Begeisterung ihres Film-Vaters für Kraken. Wie so vielen bösen Mädchen im Bond-Universum rettet 007 ihre Seele und zieht auch Octopussy am Ende auf die Seite der Guten – womit in irgendeiner Form immer ein Bett gemeint ist.

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11 2015 The Red Bulletin 

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