Die heißesten Bond-Girls aller Zeiten

Die Bond Girls der letzten Jahre

Text: Florian Wörgötter 
Foto (oben): Getty Images   

Ohne Frauen ­wäre 007 nur eine Nummer in einem Maßanzug. Erst die Gespielinnen ­beleben und beschäftigen ihn. Treu aber ist er nur der Königin. Teil 2 – Die letzten Jahre.

Die richtig Böse – Xenia Onatopp

Die von Famke Janssen in „GoldenEye“ (1995) dargestellte Virtuosin des Tötens, Xenia Onatopp, meuchelt vorzugsweise beim Liebesspiel.

Selbst Bond (erstmals: Pierce Brosnan) entrinnt ihrer Folter aus eiskalter Dominanz und brandheißen Küssen nur knapp. Wobei: würde 007 freiwillig abtreten, dann wohl so.

Die Komplexe – Elektra King

Sophie Marceau als Elektra King

© Getty Images

Sophie Marceau mimt in „Die Welt ist nicht genug“ (1997) als Elektra King den ersten weiblichen Superschurken in einem Bond-Film. Ihre Vergeltungsschläge – für ihre Entführung durch Terroristen, für die Zurückweisung durch 007, für den Verrat durch ihren Vater – zieht sie getarnt als harmloses Millionärstöchterl mit Stockholm-Syndrom durch – und täuscht Bösewichte, Bond und am Ende sich selbst.

Die Harte – Giacinta „Jinx“ Johnson

Halle Berry als Giacinta „Jinx“ Johnson

© The Kobal Collection 

Anders als die meisten Bond-Girls ist Halle Berry bereits ein Star, bevor sie zu Giacinta „Jinx“ Johnson wird. Ihr legendärer erster Auftritt in „Stirb an einem anderen Tag“ (2001) zollt dem ersten Bond-Film Tribut: Auch Berry entsteigt wie knapp vierzig Jahre zuvor Honey Ryder im Bikini dem Meer. Für Regisseur Lee Tamahori ist Berrys Hommage nicht sexy genug, was er sie am Set auch lautstark wissen lässt. Berry kontert: Um so sexy posieren zu können, müsse sie erst ihre Hüften operieren lassen. Außer­dem sei das Wasser saukalt.

Die Eine – Vesper Lynd

Eva Green als Vesper Lynd

© Sylvie Lancrenon/H&K/CPi Syndication

Eva Green alias Vesper Lynd sieht als eine der wenigen, was der moderne James Bond unter seiner dicken Haut versteckt: einen implantierten Chip und viel Herz. In „Casino Royale“ (2006) hätte Daniel Craig für Vesper Lynd sogar das Geheimagenten­tum an den Nagel gehängt. Doch alles läuft schief: Sie wird erpresst, belügt und beklaut ihn, verweigert seine Hilfe – und stirbt lieber. 007s bewegende Worte, nachdem seine große ­Liebe vor seinen Augen in einem Fahrstuhl im Canal Grande von Venedig ertrank: „Der Job ist erledigt, die Schlampe ist tot.“ Das Herz schlägt nicht mehr.

Die Tragisch-Schöne – Sévérine

Die Bond Girls

© Corbis

Bérénice Marlohe verkörpert in „Skyfall“ (2012) die ebenso bezaubernde wie tragische Sévérine – sie ist zu schön, um ungeküsst zu bleiben; aber nicht schlau genug, um die erste Filmhälfte zu überleben. Streng genommen ist jedoch gar nicht sie das wahre Bond-Girl in „Skyfall“, sondern Judi Dench: Sie erteilt Bond in ihrem letzten Auftritt als MI6-Chefin noch einmal die Befehle und ist seinem Herzen doch näher als alle anderen Frauen.

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11 2015 The Red Bulletin 

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