James Bond bekommt seine eigene Skipiste in Frankreich

Abfahren wie ein Geheimagent:
Ski-Resort eröffnet eigene Bond-Piste

Foto: Getty Images

In Frankreich kannst du jetzt umgeben von Bond-Flair Skifahren. Nicht nur dort hat der Agent im Geheimdienst Ihrer Majestät seine Spuren im Schnee hinterlassen.

Das Skigebiet Peyragudes in den französischen Pyrenäen erlangte im Jahr 1997 weltweiten Ruhm, damals diente es als Kulisse für den James-Bond-FilmDer Morgen stirbt nie“. Im Blockbuster wurde Peyragudes kurzerhand ins Himalaya verlegt, doch das echte Skigebiet in Frankreich hat nun zum 20. Jubiläum eine neue Piste eröffnet, die dem Wirken des Geheimagenten gewidmet ist.

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Open-Air-Kino im Skigebiet

Auch wenn es unwahrscheinlich ist, dort zu sehen, wie Pierce Brosnan als 007 erst ein Flugzeug kapert und dann den nuklearen Untergang abwendet, können Wintersportfans nun zumindest nachempfinden, wie sich der Hollywoodstar und seine Stuntleute in den Bergen gefühlt haben. Die blaue Piste hat eine Länge von 2,8 Kilometern und endet genau an dem Punkt, an dem James Bond seinen Verfolgern entkommen konnte. 367 Höhenmeter hast du am Ende überwunden. Für das Skigebiet ist im Winter noch eine Reihe von Events geplant, die dem Thema James Bond gewidmet sind. So zum Beispiel ein Open-Air-Kino, in dem der Bond-Klassiker läuft.

Ballet de canons sur Peyragudes #peyragudes

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Bond ist ein echter Ski-Freak

Wie seine Fans wissen, war der Ausflug in die französischen Pyrenäen nicht Bonds einzige Darbietung im Schnee. In „Der Spion, der mich liebte“ aus dem Jahr 1977 durfte Roger Moore bereits die Pisten im Schweizer Skigebiet St. Moritz erkunden. Hier entstand einer der spektakulärsten Stunts der Serie: Bonds Schussfahrt über eine steile Klippe ins bodenlose Nichts. Erst kurz vor dem Aufprall öffnet sich zur schmetternden Titelmusik der Fallschirm in den Farben der Nationalflagge des Vereinigten Königreichs.

1981 war derselbe Bond-Darsteller „In tödlicher Mission“ im italienischen Cortina d’Ampezzo unterwegs.

Problem: Moore konnte anfangs gar nicht Skifahren, verriet Filmemacher Willy Bogner, der für die Skiszenen in diversen Bond-Filmen zuständig war. So musste das Filmteam Bindungen auf einen Rettungsschlitten montieren und diesen samt Hauptdarsteller ziehen, um Naheinstellungen von ihm machen zu können.

© Youtube // Paul Chambers

1999 machte abermals Pierce Brosnan in „Die Welt ist nicht genug“ auf Skiern das französische Chamonix unsicher, auch wenn die Zuschauer glauben sollten, er befände sich im Kaukasus. 2015 durfte schließlich auch der aktuelle Bond Daniel Craig bei den Dreharbeiten zu „Spectre“ wedeln und ins österreichische Skigebiet Sölden reisen.

„Bond World 007“

Am meisten Eindruck hinterlassen haben jedoch die Dreharbeiten am Schilthorn in der Schweiz für den Klassiker „Im Geheimdienst ihrer Majestät“. Am Panoramarestaurant Piz Gloria kämpfte einst George Lazenby als James Bond gegen seine Widersacher.

© Youtube // SRF Archiv

Seit 2013 können Besucher im Berner Oberland in der „Bond World 007“ auf seinen Spuren wandeln. Dort erfährst du, was sich während der Dreharbeiten vor und hinter der Kamera abspielte. Interviews mit Zeitzeugen, digitale Fotoschablonen, mit deren Hilfe du dich in den Agenten verwandelst, und sogar ein echter Hubschrauber, mit dem du das Skigebiet virtuell erkunden kannst, wurden in dem Museum platziert. Auch die halsbrecherische Bobfahrt auf der Eisbahn in Mürren kannst du nacherleben, indem du dich in der „Bond World 007“ in einen echten Bob setzt.

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11 2016 The Red Bulletin

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