Leonardo DiCaprio, unermüdlicher Kämpfer für den Umweltschutz

Man on a Mission: Leonardo DiCaprio, der Kämpfer für die Umwelt

Foto: Getty Images

Leonardo DiCaprio setzt im Kampf für eine bessere Welt neue Maßstäbe und engagiert sich für den Klimaschutz genauso leidenschaftlich, wie er es als Schauspieler für seinen Oscar getan hat.

Im Jahr 2005 hatte sich Leonardo DiCaprio die Insel Blackadore Caye vor der Küste von Belize für 1,65 Millionen Euro gekauft. Seinen „Himmel auf Erden“, wie er sich ausdrückte. Dort entwickelte er Pläne für ein Luxus-Öko-Resort, das komplett auf Nachhaltigkeit setzt. Diese ruhten lange, doch 2018 ist nun endlich die Eröffnung mit 36 normalen Wohneinheiten und 36 Villen geplant.

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Das Design und die Dekoration sollen von der alten Mayakultur des Landes inspiriert sein. Der Umweltschutz steht bei dem Projekt über allem, die Materialien für den Bau kommen ausschließlich aus der Region. Das Inselresort wird zudem Energie über Solarzellen produzieren und eine eigene Abfallaufbereitungsanlage bekommen.

Das Inselprojekt ist die aktuellste Initiative des „Titanic“-Stars, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Welt zu retten.

Hier sind 6 weitere Aktionen, bei denen aus dem Schauspieler plötzlich ein Aktivist wurde:

Als er mit Mitte 20 seine eigene Stiftung gegründet hat 

Schon 1998, da war DiCaprio gerade einmal 24 Jahre alt, hat der Schauspieler die „Leonardo DiCaprio Foundation“ gegründet. Sie ist „der Gesundheit und dem Wohlbefinden aller Erdenbewohner“ gewidmet. Die Organisation hat bereits knapp 60 Millionen Euro für Projekte beigesteuert, die dem Artenschutz und dem Ökosystem im Ganzen zugutekommen. DiCaprio veranstaltet regelmäßig Wohltätigkeitsveranstaltungen inklusive Gala-Bällen.

Als er mit Barack Obama in „Before the Flood“ aufgetreten ist

© Youtube // National Geographic

Der Öko-Dokumentarfilm „Before the Flood“, der in Zusammenarbeit mit National Geographic entstanden ist, folgt DiCaprio nach Grönland, auf pazifische Inseln, nach Sumatra, China und andere Flecken der Erde, wo er auf die kritische Bedrohung des Klimawandels aufmerksam macht. Seine Hoffnung war, mithilfe des Films auf Politiker und Gemeinschaften in der ganzen Welt einwirken zu können, um den Wandel schneller zu stoppen. Ein Highlight des Films ist DiCaprios Besuch im Weißen Haus, wo er die akuten Probleme mit US-Präsident Barack Obama erörtert.

Besonders cool: National Geographic und Leonardo DiCaprio haben den Film kurz nach seinem Release Ende Oktober für eine Woche gratis ins Netz gestellt, um möglichst viele Zuschauer zu erreichen.

Als er die Stimme in der Dokumentation „Carbon“ war

© Youtube // Green World Rising

Im Jahr 2014 klärte DiCaprio als Sprecher in dem Dokumentarfilm „Carbon“ über die Gefahr von fossilen Brennstoffen auf. Die Protagonisten des Films argumentierten, dass es unvermeidbar sei, Produkte auf Kohlenstoffbasis teurer zu machen oder Firmen zu bestrafen, die für den Ausstoß verantwortlich sind, um den Verbrauch zu reduzieren. „Wenn die Regierungen schon nichts unternehmen, könnt ihr es in euren Communities tun. Wir können von Stadt zu Stadt und von Staat zu Staat auf erneuerbare Energien setzen“, erklärte DiCaprio. „Carbon“ ist der erste Film in einer Serie namens „Green World Rising“, die sich mit dem Klimawechsel beschäftigt. Kritiker werfen DiCaprio allerdings vor, dass sein Jetset-Leben im krassen Gegensatz zu dem steht, was er in dem Streifen predigt.

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Als er zum Friedensbotschafter ernannt wurde

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Ebenfalls im Jahr 2014 wurde DiCaprio zum UN-Friedensbotschafter ernannt. Er hielt die Auftaktrede beim Klimagipfel in New York. Darin appellierte er an die Regierungen und die Industrie, sofort entschiedene Maßnahmen zu ergreifen, um die Umwelt zu retten. Der Klimawandel sei nicht weniger als die größte Herausforderung der Menschheit.

Als er ein Hollywood-Reboot von „Captain Planet“ rausbringen wollte

© Youtube // CharcoalShadow

DiCaprio plant Gerüchten zufolge bereits das nächste Projekt, um das Thema Umweltschutz kinotauglich zu machen. In diesem Falle handelt es sich um ein Reboot der CartoonserieCaptain Planet“ aus den 1990ern. Darin kämpfen fünf Jungen und Mädchen zusammen mit dem Superhelden Captain Planet gegen Umweltverschmutzer.

Als er seine Dankesrede bei den Oscars nutzte, um über den Klimawandel zu sprechen

Jahrelang musste DiCaprio auf den Oscar warten, 2016 hielt er den wichtigsten Filmpreis für seine Hauptrolle in „The Revenant – der Rückkehrer“ endlich in den Händen. In seiner Dankesrede ließ es sich der gebürtige Kalifornier nicht nehmen, erneut auf die Dringlichkeit hinzuweisen, den Klimawandel zu stoppen: „Es ist die größte Bedrohung für unsere gesamte Spezies.“

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11 2016 The Red Bulletin

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