Wie authentisch ist „Narcos“ - Mythen um Pablo Escobar

Wie authentisch ist „Narcos“? Die 10 größten Mythen um Pablo Escobar

Die US-Drama-Serie „Narcos“ beleuchtet den Aufstieg und Fall des kolumbianischen Drogenbarons Pablo Escobar. Doch hält sich die zweite Staffel an alle Fakten?

Pablo Escobars Sohn Sebastián Marroquín erklärt die Hit-Serie „Narcos“ zu einem einzigen Schwindel. Auf Facebook prangert der Sprössling satte 28 Fehler in der Geschichte um seinen Vater an, einige davon ziemlich gravierend. Von künstlerischer Freiheit oder dem Begriff „basierend auf“ hält der Sohn des Schwerverbrechers scheinbar wenig. 

Achtung: Spoiler-Alarm!

Glauben wir Marroquín, dann …

…spielte sich die Flucht aus La Catedral wesentlich unspektakulärer ab.

Nur ein Wärter soll gestorben sein. Escobar hatte keine Kontakte, die ihm bei der Flucht aus seinem Gefängnis halfen. Die Maurer ließen lediglich ein paar Ziegelsteine locker.

Hola, Patrón. #Narcos Season 2 streaming now worldwide.

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…befand sich „La Quica“ bei Escobars Flucht 1992 aus La Catedral längst hinter Gittern.

El Patróns wichtigster Attentäter landete 1991 in einem New Yorker Gefängnis, wo er mit zehn Mal lebenslänglich bis ans Ende seiner Tage sitzen wird.

Real life vs. Instagram #Narcos #Narcopedia

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 …handelte Carlos Henau niemals mit Drogen. 

Marroquíns Onkel war kein Dealer. Stattdessen half er als Architekt lediglich beim Bau etlicher Häuser, Straßen und Brücken von Escobars berühmter Hacienda Napoles.

…war Escobar niemals ein Anhänger von Atletico Nacional.

Stattdessen unterstützte der große Fußballfan die Mannschaft von Independiente Medellín.

…verhandelten die Kartelle Medellín und Cali niemals über einen Verbleib in New York oder Miami.

Laut Marroquín ist selbst heute der Markt für verbotene Drogen so groß, dass es immer ein Defizit an Drogendealern geben wird.

Brothers, friends, partners in crime, killers, billionaires. #Narcos #Netflix #Pabloescobar #gustavo #Medellin #cartel #colombia #meeting.

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…verbrachte Don Pablo die letzten Tage seines Lebens alleine.

Der Drogenbaron war nicht von seinen „Bandidos“ umgeben, wie in der Serie gezeigt. Mit der Ausnahme von Angelito und Chopo hatten sich alle längst ergeben oder waren tot.

Your days are numbered, Pablo. #Narcos

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…lebte Escobars Familie nach ihrer Flucht nicht in Palästen.

Stattdessen hausten er und seine Liebsten in Slums.

Los Extraditables. #Narcos #Netflix #Medellin #meeting.

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…schickte das Kartelloberhaupt seiner Familie keine Telefone ins Tequendama-Hotel.

Sie benutzten die Telefone dort und legten immer auf, sobald er anrief, um ihn zu schützen.

Forgot to upgrade. #Narcos #iPhone6S

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…begang „El Doctor“ Selbstmord. 

Laut Marroquín wollte sich sein Vater lieber in den Kopf schießen, statt gefasst zu werden. In der Serie tötet ihn der Cop Trujillo.

…waren es Marroquíns Großmutter und ihre Kinder, die das Cali-Kartell kontaktierten.

In „Narcos“ sagte die Großmutter, dass Pablos Frau sich im Geheimen an die Konkurrenz gewandt hatte.

When nothing can stand in your way. #Narcos

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Ein bisschen schlauer als zuvor können Serien-Fans nun beruhigt auf den Start der dritten Staffel der Dramaserie – vermutlich Anfang September 2017 – warten. Die läuft dann ohne Escobar. Dafür womöglich mit weiteren dramatisch-notwendigen Abwandlungen der Autoren.

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09 2016 The Red Bulletin

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