Maeckes: Songs, die ihn inspirieren

Playlist: Maeckes

Foto: Sony

Der deutsche Songwriter verrät uns fünf Songs, auf die er nicht verzichten möchte.

Ob mit der überdrehten Deutschrap-Boygroup Die Orsons oder als Solokünstler; ob auf der ­großen Festivalbühne oder allein mit Gitarre im kleinen Club: Maeckes ist eines der größten lyrischen Talente Deutschlands und schlendert völlig unangestrengt die Grenze zwischen Hip-Hop und Singer-Songwritertum entlang. Sein drittes SoloalbumTilt“, das die sehr hoch gesteckten Erwartungen erfüllt, erzählt kleine Geschichten im großen musikalischen Stil – so wie die Songs auf Maeckes’ Playlist, die ganz beiläufig seine musikalische Vielseitigkeit widerspiegelt.

5 Songs, die The Lumineers (und sicher auch Dich) inspirieren

Zum Release des zweiten Albums „Cleopatra" listet Mitbegründer und Songwriter Jeremiah Fraites von The Lumineers 5 Songs, die ihn inspirieren.

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Kurt Vile - „Pretty Pimpin“

Das Geile ist der Anfang des Textes: Er sieht einen fremden Typen, dem er die Zähne putzt, und merkt dann: „Das bin ja ich, eigentlich bin ich ein ganz guter Typ!“ Das ist, kurz zusammengefasst, der Text. Wir ­haben den Song auf meiner letzten Gitarrentour nach jedem Konzert backstage gehört, dabei ist alles Beschwerliche von uns abgefallen. Das war eine legendäre Zeit, deswegen hat sich dieses Lied in mein Herz gebrannt.

© Youtube // HashMagician

Wu-Tang - „It’s Yourz“

Alle finden das erste Album besser, aber das zweite, „Wu-Tang ­Forever“, hat mir auf eine stumpfe Art ge­fallen. „It’s Yourz“ aus der ersten CD ist ein zeitloses Rap-Meisterwerk und hat in mir alles verändert. Bei neun Bandmitgliedern ist so ein Doppelalbum auch okay, sonst nicht. „Tilt“ hätte auch ein Doppelalbum werden sollen, ich hab mich dann aber dagegen entschieden: Neun Leute bringe ich einfach nicht zusammen.

© Youtube // toxicofera

Elliott Smith - „Pretty Mary K (Other Version)“

Von „Pretty Mary K“ gibt es diese alternative Version, die man vor Jahren mit Rechtsklick und „Ziel speichern unter“ auf der Seite des genialen, 2003 tragisch verstorbenen US-Musikers bekommen konnte. Die klingt, als hätte er sie einfach zu Hause aufgenommen, aber sie hat irgendetwas mit mir gemacht. Seitdem hole ich den Song immer wieder hervor und höre ihn. Ich kann nicht genau sagen, warum – er berührt mich einfach.

© Youtube // Kill Rock Stars

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Lambert - „Stay in the Dark“

Lambert schafft es, mit etwas so Klassischem wie Klaviermusik eine Figur zu sein. Er trägt eine aus ­Sardinien stammende Stiermaske, ­einen halben Meter hoch, und man hat ihn noch nie gesehen, alles total mystisch und cool gemacht. Er erwies mir die Ehre, auf meinem ­Album Klavier zu spielen. Er kam ins Studio, hängte alles mit Tüchern ab, damit der Sound stimmt, dann nahmen wir auf. Seitdem habe ich ihn nie wiedergesehen.

© Youtube // MrSuicideSheep

Tua - „Ohne Titel“

Ein Song wie ein Leberhaken: Ich weiß nicht, wann man solch eine ungeschönte Musik am besten ­hören sollte oder wieso man sie überhaupt macht, aber als ich den Song neulich bei einem Konzert meines Bandkollegen Tua wieder gehört habe, wurde es mir emotional zu krass: Ich war euphorisch und glücklich und tieftraurig und verstört – und das alles zur gleichen Zeit. „Ohne Titel“ lässt niemanden kalt.

© Youtube // Kanal von DieAtzZin

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03 2017 The Red Bulletin

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