Gründe, warum die besten Zombie-Filme aus Großbritannien kommen

Zombies im Auftrag Ihrer Majestät

Text: Holger Potye
Foto: 2017 Constantin Film

5 todsichere Gründe, warum die Briten die mit Abstand besten Zombie-Filme auf diesem Planeten produzieren

In den deutschsprachigen Kinos ist mit etwas Verspätung einer der bemerkenswertesten Horrorfilme des Jahres 2016 angelaufen. „The Girl with All the Gifts“ ist ein britischer Beitrag, der das Genre neu erfindet und einmal mehr beweist, dass die Filmemacher von der Insel einfach den richtigen Riecher für Untote haben.

Also haben wir uns gefragt, warum gerade die Briten ein eiskaltes Händchen für Zombies haben? Mit Monty Pythons legendärem Killer-Kaninchen aus „Die Ritter der Kokosnuss“ hatte man bereits bewiesen, dass ein ungewöhnlicher Zugang zum Thema Wunder vollbringen kann. Aber kann das alles sein? 

Hier sind fünf Gründe, warum die besten Zombiefilme aus England kommen …  ;-)

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1. „28 Days Later“

Im Jahr 2002 gelang es Kultregisseur Danny Boyle und Drehbuchautor Alex Garland mit „28 Days Later“ in nur 113 Minuten dem längst totgeglaubten Zombie-Genre auf Jahrzehnte hinaus neues Leben einzuhauchen.

Hier hat alles gepasst. Die Erfolgsformel lautet: Perfekte, kompromisslose Story (Der Anfang dürfte „The Walking Dead“-Mastermind Robert Kirkman beeinflusst haben. Stichwort „Krankenhaus“.) + Speed-Zombies + perfekter Cast (Cillian Murphy, Brendan Gleeson, Naomi Harris) + perfekter Regisseur.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Bei einem Budget von 8 Millionen $ spielte „28 Days Later“ rund 82,7 Millionen Dollar ein. Und: Zombie-Filme und -Serien sind heute aus der Popkultur nicht mehr wegzudenken. 

© Youtube // BRIAN BLOODY

2. Schwarzer Humor

Die Mischung macht den Unterschied. Kein anderes Land versteht sich so gut darauf, kompromisslosen Horror mit augenzwinkerndem Humor zu mixen. Und da der britische Humor stets hübsch schwarz - ohne Milch und Zucker - daherkommt, passt er perfekt zum Genre. 

Wie gut Horror und Humor sich miteinander verbinden lassen, sehen wir bei Punkt 5 unseres Listicles. Da England aber auch das Land von Monty Python ist, und wir das Killerkaninchen bereits eingangs erwähnt haben, wollen wir es an dieser Stelle auch noch kurz ins Rampenlicht rücken. Viel Spaß mit dem legendären Kanickel …

© YouTube // KiezKeuleMcFly

3. „28 Weeks Later“

Fünf Jahre nach dem ersten Streich lieferten die Briten mit „28 Weeks Later“ ein Bilderbuchbeispiel für die perfekte Fortsetzung. Noch härter, noch schneller und absolut kompromisslos - mit Verzicht auf Hoffnung und Happy End. Auch der zweite Teil besticht, neben visionärer Kameraführung, mit einem exzellenten Cast. Allen voran Robert Carlyle, Rose Byrne und Jeremy Renner.

© Youtube // foxhomede

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4. Sie sch***en sich nichts!

Die Briten haben sich immer schon auf die Kunst des Geschichtenerzählens verstanden. Ähnlich wie in skandinavischen Ländern gelingt es Regisseuren und Drehbuchautoren, immer wieder neue Blickwinkel und Zugänge zu einem scheinbar längst totgerittenen Thema zu finden. 

Dazu kommt: Die Briten sch***en sich einfach nichts. Das weiß der Rest von Europa spätestens seit dem Brexit.

Dieser Zugang des „Alles-kann-passieren-niemand-ist-safe-und-wir-ziehen-unser-Ding-durch“ funktioniert nicht nur im realen Leben (und bei „Game of Thrones“) sondern auch auf der großen Leinwand. „The Girl with All the Gifts“ ist das perfekte Beispiel dafür. 

5. „Shaun of the Dead“

Man kann getrost behaupten, dass die Horrorkomödie „Shaun of the Dead“ von Schauspieler Simon Pegg und Regisseur Edgar Wright bislang der wichtigste humorvolle Beitrag zum Thema Zombies in der Filmgeschichte ist.

Beiden eröffnete der Kultfilm, zu dessen bekennenden Fans unter anderem Quentin Tarantino und Zombie-Urvater George Romero zählen, die Tore nach Hollywood.  

Kurz: Besser und amüsanter kann man keine Gesellschaftskritik in einen Horrorfilm verpacken und zudem auch gleich noch die Wichtigkeit von Pubs als Orte der Sicherheit und des Überlebens hervorheben. 

© Youtube // SpeedBottles

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02 2017 The Red Bulletin

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