Gesundheits-Startups

5 innovative Ideen für unsere Gesundheit

Foto: ReWalk Robotics

Diese fünf Startups wollen mit ihren Produkten den Gesundheitsbereich revolutionieren.

Wer einen Sinn für das Geschäft hat und die Gesundheit seiner Mitmenschen verbessern will, gründet ein Health-Startup. Wie die folgenden fünf, die sich Problemen im Gesundheitsbereich annehmen.

  • Exoskelett lässt Rollstuhlfahrer gehen
  • Sensor überwacht Alzheimerpatienten
  • Vergleich schafft Vertrauen in Pflegekräfte
  • Musik-App lindert Tinnitus
  • Ärzte-App holt Hausbesuch
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1 Aus dem Rollstuhl auf die eigenen Beine

Menschen aus dem Rollstuhl holen und wieder gehen lassen, nichts weniger als das hat sich ReWalk Robotics zum Ziel gesetzt. Umgesetzt wird das Vorhaben mittels Exoskelett, einer Konstruktion, die Hüften und Knie stützt. Ein Akku auf dem Rücken des Trägers versorgt die Motoren an Ober- und Unterschenkeln und sorgt für eine Laufzeit von 4,5 Stunden. Um die sensible Apparatur sicher bedienen zu können, ist allerdings hartes Training notwendig. Rund ein Jahr dauert es, bis das auf den Patienten persönlich eingestellte System soweit beherrscht wird, dass es im Alltag angewandt werden kann. Großes Manko bislang: Der Preis, der sich exklusive Therapie auf rund 85.000 Euro beläuft.

2 Sensorüberwachung für Alzheimerpatienten

Die Alzheimer-Erkrankung seines Großvaters machte Kenneth Shinozuka bereits in jungen Jahren zum Erfinder. Mit sechs entwickelte er ein smartes Badezimmer, das ihn über seine Armbanduhr benachrichtigte, wenn sein Großvater im Bad fiel. Als Shinozuka 14 war, wurden die nächtlichen Ausflüge seines Großvaters zu einem immer größeren Problem. Daher kreierte er Socken, die einen Alarm auslösten, sobald sein Großvater das Bett verließ und seine Füße den Boden berührten. Daraus entstand mit SafeWander ein Sensor-App-Konzept, das Shinozuka beim Web Summit 2016 den Patient Innovation Award einbrachte.

© Youtube // Safe Wander

3 Vergleichsplattform für Pflegekräfte

„Das Vertrauen in die Pflege ist über Jahrzehnte hinweg stark gesunken. Kein Wunder, bei der Flut von unseriösen Anbietern. Unterversorgte Hilfsbedürftige und Diebstähle im eigenen Haushalt sind nur einige haarsträubende Vorfälle von vielen“, kennt Thomas Stermole, Co-Founder von Curafides, die Gründe dafür, dass es am Pflegemarkt an Vertrauen mangelt.

Auf seiner Plattform können Hilfesuchende ihren persönlichen Pflegebedarf definieren oder einen Job ausschreiben. Sie können aber auch direkt eine der vielen registrierten Pflegepersonen auswählen, die den gewünschten Kriterien, wie Sprachkenntnisse, Kosten und Ausbildung, entsprechen. Ein Bewertungssystem soll für Transparenz und Vertrauen sorgen. Pflegekräfte wiederum können sich und ihre Fähigkeiten präsentieren, Dokumente wie Ausbildungsnachweise und Leumundszeugnisse hochladen und gezielt nach Jobs in ihrer Umgebung suchen sowie ihre Reputation aufbauen.

Curafides Team

Das Ziel des Curafides-Teams rund um Thomas Stemole (im Bild hinten rechts): „Pflegebedürftige vor unseriösen Dienstanbietern schützen und vertrauenswürdigen Pflegekräften helfen, erfolgreicher zu werden.“

4 Tinnitus weghören

Wer an Tinnitus leidet, hat ständig einen Ton im Ohr, der durch überaktive Nervenzellen im Hörzentrum verursacht wird. Diese Überaktivität kann durch individuell gefilterte Musik so beruhigt werden, dass eine nachhaltige Linderung des Tinnitus eintritt. Die App „Tinnitracks“ des Startups Sonormed überprüft Musikdateien auf ihr Therapie-Potenzial und bereitet die eigene Lieblingsmusik für eine solche Therapie auf.

© Youtube // Tinnitracks

5 Holt mir einen Arzt!

Du liegst gerade mit einer akuten Männergrippe darnieder - dann hast du keine Zeit, nach einem verfügbaren Arzt in der Nähe zu suchen oder dich irgendwohin zu schleppen. Abhilfe: „Pager“ - so etwas wie Uber für Ärzte. App aufrufen und kurz mit der ständig hilfsbereiten Krankenschwester chatten. Sie verweist dich nach der Erstaufnahme an einen Doc, der dich gegebenenfalls zuhause, im Büro oder sonst wo besucht. In ausgewählten Gebieten von New York, Florida und Texas funktioniert das bereits.

© Facebook // Pager

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12 2016 THE RED BULLETIN INNOVATOR

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