6 Tipps von Richard Branson

Ein halbes Dutzend Tipps von Richard Branson

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Sir Richard Branson ist einer der schillerndsten Entrepreneure des Planeten. Hier sind seine sechs Erfolgstipps.

Business muss wahrlich nicht trocken sein. Kaum jemand beweist das besser als Sir Richard Branson. Bei seinem Auftritt bei Bits & Pretzels in München hatte der britische Serien-Entrepreneur nicht nur wertvolle Tipps für Jungunternehmer parat. Der Multimilliardär gab auch die eine oder andere launige Anekdote zum Besten. Er verriet, mit welchem Mittel man sich gegen übermächtige Konkurrenten zur Wehr setzen kann und welche dicke Chance er sich entgehen ließ.

„Man könnte es den dümmsten Fehler meiner Laufbahn als Entrepreneur bezeichnen“, gibt der 66-Jährige zu und erläutert: „Ryanair hätte unter der Virgin Brand fliegen können, man hat mir 40 Prozent an der Billigfluglinie angeboten. Aber ich dachte, das würde dem Image von Virgin Airlines schaden.“

„Zum Glück blicke ich nicht zurück, sondern immer nach vorne, ich bedaure nichts. Als Unternehmer verpasst du immer die eine oder andere Gelegenheit“, hegt Branson keinen Groll.

Wohl auch, weil diese verpasste Chance eine der Ausnahmen seiner erfolgreichen, 50-jährigen Unternehmer-Laufbahn ist. Immerhin häufte er in selbiger ein Vermögen von rund fünf Milliarden Dollar an.

Sir Richard Branson

Zu Bransons Virgin Company gehören u.a. eine Plattenfirma und eine Fluggesellschaft. Die Produktion von Virgin-Cola floppte hingegen ebenso wie Bransons Engagement als Teilhaber eines Formel-1-Rennstalls.

Zudem gründete er mehrere Non-Profit-Organisationen, die sich etwa dem Klimaschutz, erneuerbaren Energien oder der AIDS-Prophylaxe verschrieben haben.

Mit Virgin Galactic bastelt er an der Realisierung des Weltraumtourismus.

Bransons Abenteuer, wie beispielsweise sein Versuch der Erdumrundung in einem Ballon, sind ebenso legendär wie Necker Island. Die Karibik-Insel befindet sich seit 1979 in Bransons Besitz.

Für seine Leistungen als Unternehmer wurde der gebürtige Londoner 1999 von Queen Elizabeth II. zum Ritter geschlagen.

Branson weiß, wovon er spricht. Seine Ratschläge sind deswegen sehr gefragt. Hier ist ein halbes Dutzend davon:

 6 Tipps von Sir Richard Branson

1 Ein guter Entrepreneur umgibt sich mit Menschen, die besser sind als er selbst.

 

2 Wenn dein Unternehmen zwei Jahre gut läuft, solltest du deine täglichen, operativen Agenden an jemanden übergeben, der mindestens so fähig ist wie du. So hast du mehr Zeit, dich um die größeren Dinge zu kümmern. Auch wenn es schwer ist, weil man immer glaubt, dass man es selbst am besten kann.

3 Wer ein Unternehmen leitet, sollte nicht alles über die Köpfe seiner Mitarbeiter hinweg entscheiden. So wird man kein guter Leader. Wenn man selbst nicht gut mit Menschen umgehen kann, sollte man sich jemanden für diese Aufgabe holen. Ansonsten kann man sein Unternehmen sehr schnell zerstören.

4 Der Ruhestand ist kein gutes Lebensziel. Natürlich kommt die Zeit, in der man sich mehr um die Familie kümmert und leiser tritt. Aber ganz aus dem Business ausscheiden? Ich habe viele Menschen gesehen, die das gemacht haben, aber die meisten sahen danach nicht wirklich glücklicher aus.

„Die Welt zu verändern beginnt mit einer kleinen Gruppe von Menschen, die sich einfach weigern, das Inakzeptable zu akzeptieren.“
Sir Richard Branson

5 Man braucht nicht immer ein Riesenbudget, um es mit größeren Kontrahenten aufzunehmen. Manchmal reicht ein bisschen Humor.

Als das London Eye - damals teilweise in Besitz unseres Rivalen British Airways - wegen technischer Probleme nicht aufgestellt werden konnte, wartete die versammelte Weltpresse vergeblich. Und wir wollten ihr etwas bieten. Also schickten wir eines unserer Luftschiffe dorthin, mit der Aufschrift: ‚BA can’t get it up!!’ Die Schlagzeilen gehörten uns.

Oder als wir die Superbowl gecrasht haben. Eigentlich wollte NBC unser Werbe-Luftschiff mit dem Virgin-Schriftzug nicht im Fernsehen zeigen. Aber die Kameras schwenkten ständig nach oben, weil wir auf die Unterseite des Luftschiffes ‚NBC cameramen are the hottest’ geschrieben hatten.

6 Als ich noch jünger war, habe ich meine Geschäftspartner oft bis auf den letzten Penny ausgequetscht. Heute weiß ich, dass es sinnvoller ist, gut balancierte Partnerschaften anzustreben.

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