Skateboards aus Panzerglas und Co

Abgefahrene Skateboards: 
Neue Bretter aus Panzerglas und Co.

Photo: instagram.com/brailleskate

Ein Skateboard besteht meistens aus einem Brett, Achsen und Reifen. Doch einigen Tüftlern ist das nicht genug.

Seit den 1960ern, als Surfer auch den Asphalt erobern wollten, hat das Skateboarden Generationen von Jugendlichen und Erwachsenen in seinen Bann gezogen. Dabei hat sich der Aufbau des rollenden Bretts nicht wesentlich verändert: Es besteht üblicherweise aus einem Holzdeck, zwei Achsen und kugelgelagerten Rollen aus Kunststoff. 

Regelmäßig tauchen jedoch auch in der Skateszene überraschende Innovationen auf. Einige haben Erfolg, andere scheitern kläglich.

4 geniale Ansätze:

  • Das Invizaboard aus Glas
  • Gnarboard und Leafboard mit Motor
  • Ein Bio-Skateboard
  • Das Hoverboard

Kugelsicher

Die Jungs von Braille Skateboarding skaten auf allem, was du ihnen zusendest. Die Firma Avenue Trucks schickte ihnen ein besonders ausgefallenes Deck: ein Board aus Glas. Doch im Stresstest versagte das hübsche, aber im Endeffekt nutzlose Brett: Es zerbrach.

© youtube // Braille Skateboarding

Tüftler Zach Weston ging daraufhin einen Schritt weiter. Er sprang den Jungs zur Seite und entwickelte das „Invizaboard“. Dabei baute er ein unzerstörbares und dennoch durchsichtiges Deck, indem er kugelsicheres Glas als Material benutzte. Cool sieht das Teil schon aus, aber ob es auch in Serie geht?  

Did you get some skating in this weekend? What trick are you working on? #pushskateboarding #braillearmy

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Mehr Power

Es hat Räder? Dann kann man einen Motor dranbauen. Dieses Konzept griff auch Joshua Tulberg auf. 2012 startete eine Kickstarter-Kampagne für das Gnarboard, ein motorisiertes Monsterbrett. Damit feierte er tatsächlich einen kleinen Erfolg. Obwohl das Konzept eher etwas für gemütliche Cruiser anstatt Hardcore-Skater ist, sammelte er knapp 20.000 Dollar ein.

© youtube // Gnarboards

Seit dem Gnarboard ist einige Zeit vergangen. Etliche Ingenieure und Erfinder pimpten Bretter mit elektrischen Antrieben auf. Aktuell sorgt die Kickstarter-Kampagne des Leafboards für Aufsehen.

Mit dem „leichtesten, elektrobetriebenen Skateboard der Welt“ scheinen die Erfinder einen Nerv getroffen zu haben. Das 4,3 Kilo leichte Brett hat das Finanzierungsziel von 50.000 Dollar weit überschritten. Ein Board bekommst du aktuell über Kickstarter für 300 Euro. Im Handel soll es 590 Euro kosten.

© youtube // KickStarter_K

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100 Prozent Bio

Auch Skatern liegt unsere Natur am Herzen. Nicht nur, dass sie beim Fahren keine Abgase produzieren (vorausgesetzt, es gab keine Linsensuppe zum Mittagessen), jetzt ist auch Schluss mit eventuell anfallendem Müll, nachdem ein Skateboard zu Bruch gegangen ist: Dank 100% biologisch abbaubarer Boards! 

Die „Uitto Biocomposit-Skateboards“ sollen komplett recyclebar und wasserfest sein. Zudem hat jedes Deck aufgrund der unterschiedlichen Naturfasern ein individuelles Design. Die Kampagne der finnischen Entwickler war ein Erfolg, die Bretter werden seit Anfang August produziert und verschickt.

Live On Kickstarter! Link In Bio!

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Zurück in die Zukunft

1989 ließ uns Marty McFly einen Blick in die Zukunft werfen. Im Jahr 2015 sollte die Menschheit in fliegenden Autos unterwegs sein, per Bildtelefon miteinander sprechen und auf schwebenden Boards skaten. Während ein fliegender Delorean noch nicht zu realisieren ist, wird Bildtelefonie längst genutzt. Und Hoverboards? Lexus hatte da so eine Idee…

© youtube // Lexus International

Ganz so einfach ist die Sache natürlich nicht. Lexus hatte einen speziellen Park mit Magnetfeldern gebaut, um sein Hoverboard fliegen zu lassen. Nur dort schwebt das Brett, für den Alltag taugt es leider nicht.

Aber es ist ein Blick in eine mögliche Zukunft. Und eine Entwicklung getreu dem Motto: „Das Schwierige braucht Zeit. Das Unmögliche dauert eben ein bisschen länger.“

© youtube // Lexus International

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10 2016 The Red Bulletin

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