So sehen Nanocars aus - Designs im Check

Nanocar Race: 6 Teilnehmer, 6 Designs

Illustration: Max Kulich

Das Nanocar Race in Toulouse ist das kleinste Autorennen der Welt. Hier treten Autos gegeneinander an, die nur aus einzelnen Molekülen bestehen. Doch welches Design wird das schnellste sein?

Das Nanocar Race in Toulouse lässt sich in seinen Dimensionen kaum fassen: Die gesamte Rennstrecke ist kleiner als das kleinste Bakterium, die Autos bestehen aus einzelnen Molekülen. Unter einem optischen Mikroskop sind sie nicht zu erkennen, weil selbst die Wellenlänge des Lichts dafür zu groß ist.

Nur mit speziellen Rastertunnelmikro­skopen, die keine Linsen haben, sondern mit einer feinen Nadel eine Oberfläche abscannen, sind sie sichtbar. Die Rennstrecke in Toulouse steht unter einem Rastertunnel­mikroskop, das vier solcher Nadeln hat, damit vier Teams gleichzeitig gegeneinander antreten können. Sie haben für das Rennen ganz unterschiedliche Gefährte entwickelt, die teils zwei, teils vier Räder haben – oder gar keine, wie der „Swiss Nano Dragster“, der wie ein Luftkissenfahrzeug über die Strecke gleitet.

Wir nehmen die Designs von 6 Modellen genauer unter die Lupe (oder besser gesagt: das Rastertunnelmikroskop)

  • Dipolar Racer
  • Bobcat Nano-Wagon
  • Swiss Nano Dragster
  • Nims-Mana Car
  • The Green Buggy
  • Windmill
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Dipolar Racer
Dipolar Racer

Team USA Österreich

© Rice University


Team:

Nanoprix Team

Land: 

USA/Österreich (Rice University, Houston/Universität Graz)

Eigenschaften: 

Polare (also unterschiedlich geladene) Gruppen machen den Dipolar Racer schnell und leicht steuerbar.

BOBCAT NANO-WAGON 
Bobcat Nano-Wagon

Bobcat Nano-Wagon

© Ohio University

Team:

Ohio Bobcat Nano-Wagon Team

Land:

USA (Ohio University)

Eigenschaften:

Besteht aus zirka 650 Atomen. Der Großteil davon steckt in den Rädern – die wirklich rotieren können.

Swiss Nano Dragster
Swiss Nano Dragster

Swiss Nano Dragster

© Universität Basel

Team:

Swiss Team

Land: 

Schweiz (Universität Basel)

Eigenschaften: 

Robust und beweglich. Besitzt keine Räder, sondern gleitet fast reibungslos wie ein Luftkissenfahrzeug.

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Nims-Mana Car
Nims-Mana Car

Nims-Mana Car

© Mana-Nims

Team:

NIMS-MANA Team 

Land:

Japan (National Institute for Materials Science, Tsukuba)

Eigenschaften:

Besteht aus Naphthyl-Verbindungen, die für ihren Geruch bekannt sind (Mottenkugeln!). Bewegt sich ähnlich wie eine Raupe.

The Green Buggy
The Green Buggy

The Green Buggy

© P. Abeilhou Cemes-CNRS

Team:

Toulouse Nanomobile Club 

Land:

Frankreich (Université Paul Sabatier, Toulouse)

Eigenschaften:

Ist aus exakt 300 Atomen aufgebaut. Ein stark gekrümmtes Fahrgestell minimiert Interaktionen mit der Oberfläche

Windmill
Windmill

Windmill

© Technische Universität Dresden

Team:

Nano-Windmill Company

Land:

Deutschland (Technische Universität Dresden)

Eigenschaften:

Lässt sich besonders präzise steuern dank vier Lenkpunkten an den Enden des ­Moleküls.

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