Die besten Projekte von Künstler Neil Mendoza

Neil Mendoza haucht Gegenständen Leben ein

Foto: Facebook/Neil Mendoza

Viele Gegenstände beeinflussen unsere Kommunikation, aber was, wenn sie lebendig werden und von sich aus mit uns kommunizieren. Neil Mendoza wirft mit seinen künstlerischen Installationen ein kritisches Licht auf unsere Gadgets.

Neil Mendoza hat genug davon, dass wir mit Gadgets unser Leben zu vereinfachen versuchen. Seiner Meinung nach hindern sie uns am Denken und Interagieren und lassen uns blind in die Welt der Information starren. Der britische Künstler, der momentan in L.A. lebt, lässt sie nun zurückstarren. 

Er erweckt die Gadgets zum Leben, was oft komisch, absurd und surreal wirkt. Dabei bedient er sich moderner Technologie und Mechanik. 

Das nötige Know-how hat er dank seiner Studien. Mendoza erwarb einen Master of Arts in Mathematik und Computerwissenschaft von der Oxford University und einen Master of Fine Arts in Design Media Arts von der University of California. Seine Fähigkeit, Wissenschaft mit Kunst zu verbinden, hat ihn auch für die Industrie interessant gemacht und ihm Aufträge von Adidas, O2, Nokia und Swatch eingebracht. Mendozas Werke sind in diversen Museen und Galerien auf der ganzen Welt ausgestellt worden.

Wir stellen dir einige seiner unglaublichsten Schöpfungen vor:

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Das Hamster-Selfie

Das Selfie ist DIE Kunstform der letzten Jahre. Warum also Haustiere ausschließen? Bei Mendoza können auch kleine Nagetiere Selfies machen, zumindest fast: Eines seiner Werke ist der Hamster im Laufrad, der durch sein unermüdliches Laufen ein Selbstporträt zeichnet.

© Youtube // INSIDER

Musizierende Steine

Wie wäre es, wenn Steine ihre eigene Musik machen könnten? Mendoza hat eine ganze Rockband aus elektromechanischen Instrumenten kreiert, die fantastische Geräusche erzeugen, indem sie Steine durch die Gegend fliegen lassen. Erkennst du den Song? Es ist „Here Comes the Sun“ von Mendozas Landsleuten, den Beatles. Das Stück ist dabei keineswegs zufällig gewählt, immerhin erzählt es nach Meinung des Künstlers autobiografisch aus dem Leben eines Steines, der auf dem Boden liegt. 

© Youtube // Autodesk

Diese antike Schreibmaschine schimpft wie ein Rohrspatz

Nach Mendozas Auffassung macht es einen Unterschied, mit welchen Hilfsmittel wir kommunizieren. Telefon, E-Mail oder Smartphone bringen gewissermaßen ihre eigene Persönlichkeit in unsere Nachrichten und Aussagen ein. In der Installation „Ghostwriter“ ist es nun eine alte Schreibmaschine, die praktisch lebendig wird und auf ihre Art mit einem Handwerker kommuniziert – und ihn ziemlich nachdrücklich auffordert, doch endlich Ruhe zu geben.

© Youtube // Kerri Shannon

Die Robotervögel

Ein Kernthema Mendozas sind mobile Geräte wie Smartphones oder Tablets. Das Projekt „Escape“ verwandelt die oft lästigen, nach Aufmerksamkeit heischenden kleinen Biester nun in etwas Wunderschönes, nämlich Vögel in einem Baum.

Jeder Vogel besteht aus einer Menge Elektroschrott aus alten Mobilgeräten und einem voll funktionsfähigen Mobiltelefon. Die faszinierende Technologie dahinter entscheidet, ob der Vogel Anrufe von seinen Artgenossen annimmt und auf welche Weise er sich bewegt. 

© vimeo // Neil Mendoza

Big Brother is watching you

In eine ähnliche Richtung geht die faszinierend-beängstigende Installation „I Spy“: Vier Tablets formen mit Augen, Nase und Mund auf dem Display ein rudimentäres Gesicht, das dem Betrachter mit Hilfe von Bewegungssensoren überall hin folgt und ihn scheinbar ganz genau beobachtet. Wir können uns vorstellen, dass das gegenseitige Betrachten zu einer ziemlich unangenehmen Erfahrung werden kann …

© vimeo // Neil Mendoza

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03 2017 The Red Bulletin Innovator

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