Mit dem WingBoard auf Wolken reiten

Wolkenreiten, mit dem „WingBoard“

Foto: Facebook/Wyp Aviation

Warum auf Wellen reiten, wenn du auf Wolken surfen kannst? Mit dem WingBoard könnte das bald möglich sein. 

Dieses Projekt lässt die kühnsten Träume eines jeden Adrenalinjunkies wahr werden. Das „WingBoard“, welches an eine Kreuzung aus Wakeboard und der Tragfläche eines Flugzeugs erinnert, entstammt dem kreativen Kopf von Aaron „Wyp“ Wypyszynski, dem Gründer von Wyp Aviation.

Mit dem futuristischen Surfbrett soll es möglich sein, sich hinter ein Flugzeug gebunden durch die Luft ziehen zu lassen. Statt also auf dem See mit Wasserski hinter einem Boot zu surfen, schleppt dich in diesem Fall ein Flugzeug durch die Wolken.

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Ein Startup-Gründer mit einer Vision vom Fliegen

Wypyszynski selbst begann im Alter von 13 Jahren, Flugzeuge zu steuern; allein flog er erstmals mit 16 Jahren. Da er zu groß ist, um Luftwaffenpilot zu werden, widmete er sich dem Design von Fliegern.

Nach einem Studium an der Purdue University, wo er seinen Master in Luftfahrttechnik machte, arbeitete er zunächst sieben Jahre als Flugprüfingenieur. Doch seit einigen Jahren tüftelt er an seinem persönlichen Traum – dem WingBoard.

© Youtube // Wyp Aviation

Ein Comic liefert die Idee

Genauer gesagt seit Mai 2013 widmet sich Wypyszynski dem Projekt. Die Idee dafür kam ihm durch eine Zeichentrickserie: „Käpt’n Balu und seine tollkühne Crew“. In dem Comic reitet der kleine Bärenjunge Kit Wolkenflitzer regelmäßig auf einer kleinen Tragfläche durch die Luft, während er an einem Seil hinter Balus Flugzeug hergezogen wird.

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Phase 1: Erste Tests mit Modellen

Nach dem ersten Flug eines Prototypen im Juni 2013, startete Anfang 2014 die erste Testphase. Mit einem Modell im Maßstab 1:6 lotete Wypyszynski vor allem aerodynamische Aspekte aus.

Phase 2: Wie wirkt sich ein Ritt auf den Menschen aus?

In der 2. Phase, die im Januar 2015 begann, entwickelte Wyp Aviation einen 40-Prozent-Prototypen, der aus dem WingBoard und einem darauf montierten, vollbeweglichen Menschendummy bestand. Damit wurde neben diversen Sicherheitsaspekten auch überprüft, welche Effekte ein Ritt auf dem Wolkenbrett auf den Reiter hat. Dieser Testabschnitt endete im April 2016 mit einem Probelauf im Windtunnel.

Brandon Mikesell

Here is a little sneak peek into a project I've been working on with Wyp Aviation for the past 7 months. The first to do anything in human flight is a true honor and I look forward to showing you all...

Phase 3: Wingsuitpilot testet im Windkanal

Anschließend entstand ein WingBoard in Originalgröße, welches mit einem menschlichen Reiter – in diesem Fall Wingsuitpilot Brandon Mikesell – in der kontrollierten Umgebung des Windtunnels getestet wurde.

Dadurch konnten die Flugeigenschaften und Sicherheitsmaßnahmen weiter verbessert werden. Die dritte Phase ist aktuell noch nicht abgeschlossen. Als nächstes soll ein Flugtest unter realen Bedingungen durchgeführt werden.

Derzeit sucht Wyp Aviation noch nach Partnern und Sponsoren, die das Projekt und weitere Tests finanziell unterstützen. Aktuell sieht es so aus, als könne sich Aaron „Wyp“ Wypyszynski seinen Kindheitstraum bald erfüllen. Und allen Surfern damit eine neue Dimension eröffnen.

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04 2017 THE RED BULLETIN INNOVATOR

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