Aprilscherz

Die 10 legendärsten Aprilscherze

Text: Lea Wieser
Bild Oben: Pixabay

Der erste April steht vor der Tür. Hier unsere Top-10 der Aprilscherze, die jeder kennen muss

1. DER SPAGHETTI-BAUM

Eigentlich ist die Schweiz für ihr Bankenwesen und ihrer Schokolade bekannt – und in den Augen vieler Briten auch für die blühende Spaghetti-Baum-Industrie. Am 1. April 1957 strahlte die BBC eine Doku aus, bei der Schweizer Spaghetti-Bauern bei der Pasta-Ernte gezeigt werden. Der damals bekannte Radio- und Fernsehsprecher Richard Dimbleby berichtete über den außerordentlich guten Ernteertrag aufgrund des milden Winters und des Verschwindens des Spaghetti-Rüsselkäfers. Das Telefon der BBC klingelte daraufhin den ganzen Tag: mehr als 8 Millionen sahen die Sendung und wollten wissen, wie sie selber Pasta anbauen könnten. Die Antwort: eine Spaghetti in einen Topf mit Tomatensauce geben – und: „auf das Beste hoffen.“

Spaghetti-Ernte

Wie baut man Spaghetti selber an? Einfach eine Nudel in einen Topf mit Tomatensauce geben - und: auf das Beste hoffen. 

2. DER LINKSHÄNDER-WHOPPER 

Die Fast-Food-Kette Burger King verkündete 1998 im Massenblatt „USA Today“, dass endlich der „Linkshänder-Whopper“ eingeführt wird. Er sei speziell für Linkshänder gedacht und habe zwar dieselben Zutaten wie der normale Whopper, allerdings sei alles um 180 Grad gedreht, um den 32 Millionen US-amerikanischen Linkshändern das Leben leichter zu machen. Tausende strömten daraufhin zu Burger King, darunter empörte Rechtshänder, die Gleichberechtigung verlangten. 

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Der Nylonstrumpf soll das Licht so brechen, dass aus schwarz-weiß, farbig wird. Aha. 

© Pixabay

 3. FARBFERNSEHEN DANK STRUMPFHOSE

Schweden 1962 – die einzige Fernsehstation des Landes sendete damals noch in schwarz-weiß. Der Technik-Experte Kjell Stensson präsentierte den Schweden am 1. April die Sensation: aus schwarz-weiß-Bildern werden Farbbilder. Und wie? Einfach einen Nylon-Strumpf über den Fernseher stülpen. Das feinmaschige Gewebe würde das Licht nämlich so brechen, dass schwarz-weiß-Bilder endlich farbig werden. Noch heute erinnern sich viele Schweden daran, wie ihre Eltern hektisch das Haus nach Strumpfhosen abgesucht haben. Ironischerweise wurde das Farbfernsehen in Schweden am 1. April 1970 eingeführt. 

4. DIE BRITEN HEBEN DIE SCHWERKRAFT AUF

Im Morgenprogramm von BBC-Radio erklärte der renommierte Astronom Patrick Moore am 1. April 1976, dass Jupiter und Pluto in einer Linie mit der Erde stehen würden – ein einmaliges Phänomen. Springt man genau um 9:47 in die Luft, so spürt man die Schwerkraft-Schwächung. Die BBC erhielt hunderte Anrufe, bei dem die Zuhörer über ein „seltsames Schwebegefühl“ berichten.  

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Nächstes Ferienziel: San Serriffe im Indischen Ozean. 

© theguardian.com

 5. DIE IDYLLISCHEN INSELN SAN SERRIFFE

Schon mal was von San Serriffe gehört? Die britische Zeitung „The Guardian“ veröffentlichte 1977 eine mehrseitige Sonderbeilage zu dem Inselstaat San Serriffe im Indischen Ozean, der mit seinen kilometerlangen Sandstränden und türkis-blauem Wasser noch ein wahrer Geheimtipp sei. Die beiden Hauptinseln Upper Caisse und Lower Caisse, die auffällig einem Strichpunkt ähneln, und die schönen Badestrände Gill Sands seien alleine schon wegen der beeindruckenden Flora und Faune eine Reise wert. Das smarte Wortspiel, das auf die Schriftart „Sans-Serif“ anspielt, blieb von vielen Briten unentdeckt, die daraufhin mehr über den fiktionalen Ferienort wissen wollten. 

6. BYE, BYE YOUTUBE 

2013 kündigte YouTube nach acht Jahren sein eigenes Ende an: Firmenchef Salar Kamangar berichtete, dass die Plattform nur gegründet worden sei, um das beste Video der Welt zu finden – nun sei es an der Zeit den Gewinner zu küren. Bis 2023 soll dieser ausfindig gemacht werden.

7. VULKANISIERTER GUMMI 

Als 1974 aus dem ruhenden Vulkan Mount Edgecumbe in Alaska bedrohliche, schwarze Rauchsäulen aufstiegen, brach Panik unter der Bevölkerung aus. Es sollte sich herausstellen, dass Scherzkeks Porky Bickar hunderte alte Autoreifen in den Krater geflogen hatte und sie dort anzündete. Daneben schrieb er in großen Buchstaben „April Fool“.

8. EISBERG IM HAFEN VON SYDNEY

Die Spitze des Eisbergs: am Morgen des 1. April 1978 tauchte ein gigantischer Eisberg inmitten des Hafens von Sydney auf – für die Bewohner allerdings keine Überraschung mehr: Dick Smith, ein spleeniger Millionär kündigte bereits zuvor an, dass er Eis aus der Antarktis holen würde, um es dann würfelweise an Interessierte zu verkaufen – das Eis sei besser für Cocktails. Einsetzender Regen löste „Dickenberg One“ allerdings auf: Feuerlöschschaum, Rasiercreme und Plastikplanen waren das Resultat. 

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Vodka on Dicksycles: Scherzkeks Dick Smith wollten den „Eisberg“ in Würfeln verkaufen.

© mirror.co.uk

9. GMAIL PAPER

2007 ermutigte Google seine Gmail-Nutzer, ihre E-Mails zu archivieren anstatt zu löschen. Unter dem Motto „You click. We stack. You get.” würde der neue Zusatzdienst Gmail Paper, wenn vom Nutzer verlangt, Mails ausdrucken und per Post direkt nach Hause zustellen. Die anfallenden Kosten würde die Werbung auf der Rückseite jedes einzelnen Blattes (gedruckt in rot, fett, Helvetica, Schriftgröße 36) kompensieren. 

10. SELBSTMORD-PRANK

Südkoreanische Schüler nehmen den Aprilscherz vielleicht etwas zu ernst…

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©  dootablog.com

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04 2015 The Red Bulletin

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