Sonnenfinsternis in Asien

10 Fakten zur Sonnenfinsternis – Angeberwissen für Fortgeschrittene

Foto: Getty

Es ist ein seltenes Phänomen, wenn sich der Mondschatten über die Erde legt und die Sonne für kurze Zeit verschwindet. Heute wissen wir genau was bei diesem Naturschauspiel namens Sonnenfinsternis vonstatten geht.

In Indonesien war es mal wieder so weit: Am 9. März 2016 gab es eine totale Sonnenfinsternis über dem Inselstaat zu bestaunen. Anlass genug, sich mal wieder ein wenig mit Wissenschaft zu befassen und Nerd-Facts über dieses Naturphänomen zu sammeln.

Rund drei Minuten war der Himmel über Indonesien in Dunkelheit gehüllt, obwohl um 7:21 Uhr Ortszeit normalerweise schon die Sonne scheint. Grund hierfür war die totale Sonnenfinsternis: Der Mond schiebt sich komplett vor die Sonne und nimmt dabei der Erde das Licht. Doch was passiert eigentlich genau bei diesem seltenen Spektakel, das Menschen auf der ganzen Welt in seinen Bann zieht?

Fakt 1: Die totale Sonnenfinsternis tritt nur in einem relativ schmalen Streifen von etwa 300 Kilometern auf.

Die Sonnenfinsternis hüllte Indonsien in malerische Dunkelheit. Eine partielle Finsternis konnten Menschen zudem im Norden Australiens und in Teilen Südostasiens bestaunen.

Fakt 2: Im Schnitt dauert es um die 375 Jahre, bis über einem bestimmten Ort erneut eine totale Sonnenfinsternis zu sehen ist.

Mitteleuropa muss sich noch ein bisschen gedulden – erst 2081 wird das Schauspiel hier wieder sichtbar sein.

Fakt 3: „Nur“ 363.104 Kilometer beträgt die Distanz zwischen Erde und Mond vor einer totalen Sonnenfinsternis.

So nah wie bei dieser speziellen Kombination kommen sich Mutter Erde und der Mann im Mond im Normalfall nicht. Immer am Vorabend des Naturschauspiels ist dies der Fall.

Fakt 4: Eine Sonnenfinsternis kann nur bei Neumond stattfinden.

Dies liegt daran, dass der Mond genau zwischen Erde und Sonne stehen muss, damit eine Sonnenfinsternis geschieht. Und dies ist eben nur bei Neumond möglich.

Fakt 5: Sonne und Mond erscheinen von der Erde aus gleich groß.

Eigentlich ist die Sonne 400 Mal größer als der Mond, doch für uns Menschen hier unten erscheinen die beiden Himmelskörper von den Dimensionen her ähnlich.

Fakt 6: Eine totale Sonnenfinsternis taucht immer zwei Wochen vor oder nach einer Mondfinsternis auf.

Aktuell wird am 4. April eine Mondfinsternis in Teilen von Australien, Asien sowie Nord- und Südamerika zu beobachten sein.

Fakt 7: Mit den Schutzbrillen wird die Netzhaut vor Verbrennungen geschützt.

Die Finsternisbrillen sind vielmehr als nur ein Marketing-Gag. Mit den Modellen wird verhindert, dass sich Menschen, die direkt in die Sonne gucken, ihre Netzhaut verbrennen. Teleobjektive und Ferngläser sind auch ein No-Go.

Fakt 8: Auf der sonnenabgewandten Seite der Erde herrscht eine mondlose Nacht.

Während sich auf der einen Seite der Erde also solch ein schönes Schauspiel darbietet, wird auf der anderen Seite der Mond vermisst. Er kann halt nicht überall sein.

Fakt 9: Im Alten China dachten die Menschen, ein Drache würde die Sonne verschlingen.

Mythologisch gesehen hat das Phänomen der Sonnenfinsternis in allen Kulturen seine Spuren hinterlassen. So dachten die Chinesen beispielsweise, dass ein Himmelsdrache die lebensspendende Sonne verschlingen würde. Mehrere brasilianische Naturvölker glauben, ein großer Vogel würde sie verdecken und der Stamm der Chippewa-Indianer feuerte brennende Pfeile auf die Sonne, weil sie befürchteten, sie erlischt.

Fakt 10: Mit rund 3300 Stundenkilometern rast der Mondschatten über die Erdoberfläche.

Das nennt man wohl einen ständigen Top-Speed. Damit ist der Schatten fast dreimal schneller als der Schall.

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03 2016 THE RED BULLETIN

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