Außergewöhnliche Militärstationen

5 Militärstationen, die wie für Bond-Bösewichte gemacht sind

Foto: Flickr/Foreign and Commonwealth Office

Eine geheime Militärbasis tief in dickem Gletschereis. Oder auf einer einsamen Insel. Klingt nach dem Schauplatz eines James-Bond-Films. Ist aber Realität.

Der Klimawandel deckt finstere Geheimnisse des Kalten Krieges auf: Durch die globale Erwärmung schmilzt Grönlands Eis, dabei tauchte jüngst eine bis dato geheime Nuklear-Basis der USA auf. Diese hatte das Militär 1959 unterirdisch gegraben.

Die Geschichte hört sich an, als hätte sich ein Superschurke aus einem „007”-Film dort eingenistet. Doch „Camp Century“ ist nicht die einzige Militärbasis, die problemlos als Versteck von James Bonds Gegenspielern dienen könnte.

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Thule Air Base

240 Kilometer westlich von „Camp Century“ befindet sich an der Nordwestküste Grönlands die „Thule Air Base“. Eine riesige Radaranlage sollte dort ursprünglich nach Interkontinentalraketen Ausschau halten. Heute überwacht sie vor allem Satelliten. Die Temperatur beträgt im Winter durchschnittlich bis zu minus 28 Grad Celsius. Von Oktober bis Februar scheint kein Sonnenlicht. Das Meer ist neun Monate im Jahr zugefroren, nur im Sommer können Vorräte per Schiff dort landen.

#Onehourto #Sundown #ThuleAirBase

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Bond-Version: Sich in einer abgeschiedenen Eisregion niederzulassen, darauf kamen auch schon Gegenspieler von 007. So operierte Fiesling Gustav Graves in „Stirb an einem anderen Tag“ aus einem Eispalast in Island.

© Youtube // bondonbluray

Diego Garcia

Superschurken, die es gerne etwas wärmer hätten, könnten es sich auf einer Basis wie Diego Garcia gemütlich machen. Das Atoll liegt mitten im Indischen Ozean und gehört eigentlich den Briten. Doch derzeit haben die USA die Insel gemietet und nutzen sie für militärische und geheimdienstliche Zwecke.

Bond-Version: Das Praktische mit dem Schönen verbinden, das dachte sich auch Bond-Gegenspieler Francisco Scaramanga in „Der Mann mit dem goldenen Colt“. Er hatte für sein Versteck ebenfalls eine hübsche Insel mit herrlichem Sandstrand ausgesucht.

© Youtube // Eddiesfedora77

Raven Rock Mountain Complex

Dieser auch „Site R” genannte Bunkerkomplex versteckt sich in einem Berg in Pennsylvania. Der Unterschlupf soll hochrangigen Politikern und Militärs Schutz vor Bombeneinschlägen und nuklearem Fallout bieten.

Bond-Version: In „Man lebt nur zweimal“ baute SPECTRE-Oberboss Ernst Stavro Blofeld seine Basis ebenfalls hinter meterdickem Stein. Er lagerte seine Raketen in einem stillgelegten Vulkan. Darauf sind bisher noch nicht einmal die Geheimdienste gekommen. Oder etwa doch?

© Youtube // bondonbluray

Christoph Waltz: "Es war schon so frustrierend"

Erst mal muss man seine Arbeit vernünftig machen. Das vergessen heutzutage die meisten. Ihnen geht es um Erfolg. Sie wollen Film- und Fernsehstars sein - nicht mehr werden. Das führt natürlich zu unglaublichen Enttäuschungen, weil es darum einfach nicht geht.

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Marinestützpunkt Olavsvern

Norwegen errichtete während des Kalten Krieges in einem Berg den geheimen Marinestützpunkt Olavsvern – inklusive U-Boot-Docks. Nachdem die Basis stillgelegt wurde, kaufte sie 2013 ein privater Investor. Dieser hat den Stützpunkt vermietet, nun legen dort russische U-Boote an. Ausgerechnet vor denen sollte die Basis das norwegische Volk einst schützen.

Bond-Version: U-Boote stehlen und mit den Atomraketen an Bord die Welt bedrohen? Das wäre ganz nach dem Geschmack von Karl Stromberg. Der hatte in „Der Spion, der mich liebte“ dafür gleich eine Unterwasserstadt gebaut. Die U-Boote versteckte er in einem Supertanker. Eine norwegische Bergbasis wäre dafür auch gut geeignet gewesen. 

© Youtube // trigger finger

HAARP

Um HAARP – das „High Frequency Active Auroral Research Program” – ranken sich viele Verschwörungstheorien. Angeblich beeinflusst die US-Regierung damit das Wetter, löst Naturkatastrophen aus und kann Gedanken kontrollieren. Offiziell werden die 180 Antennen genutzt, um mit Radiowellen die Ionosphäre zu untersuchen.

Angels don't play this h.a.a.r.p. #haarpmachine #vscocam #someone #plato #weather #storm #babes #notmypicture

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Bond-Version: Mit riesigen Antennenanlagen die Weltherrschaft an sich reißen. Das kennen wir aus „GoldenEye“. Dort lieferte sich Bond in der gewaltigen Schüssel des Arecibo-Observatoriums den finalen Showdown mit seinem ehemaligen Partner Alec Trevelyan.

© Youtube // Angus Cook

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10 2016 The Red Bulletin

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