Top-Motorräder

Fluchteisen: Raus aus dem alten Leben

  

Elf sensationelle Bikes für den gepflegten Eskapismus zwischen mild und ewig.
Purissimo
KTM 1290 
Super Duke R

Wie weit: bis zum letzten Pass.

Fluchtgrund: Du hast die MotoGP-Konstruktionszeichnungen gemopst, und jetzt sitzt dir ein Rudel bekannt unerschrockener KTM-Testfahrer im Nacken.

Gute Argumente: 177 PS und Split-Face mit LED-Scheinwerfern sieht man. Feinheiten wie einen Tempomaten, der bis 200 km/h geht, Transponderschlüssel oder Bluetooth-Kopplung über das Cockpit-Instrument muss man entdecken. Ganz zu schweigen von der brachialen Performance in allen Lebenslagen, die man fühlen muss.

ktm.at

© Youtube // JOSE EL CURIOSO

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Blick zurück
Ducati Scrambler Desert Sled

Wie weit: bis in die Zukunft zurück.

Fluchtgrund: Eskapismus.

Gute Argumente: Als Bike für leichtes Gelände zeigt die wandelbare, 75 PS starke Ducati Scrambler, wie vielseitig sie ist: Speichenfelgen, neues Fahrwerk, längere Schwinge und eine Optik, als käme sie direkt von der Baja California anno 1969. Weltfluchtgedanken und ein leichter Hang zur Vergangenheit, als man noch ohne Helm, dafür mit Zigarette im Mund Motorrad gefahren ist.

ducati.at

© Youtube // MOTORRAD

Kleinauflage
Kawasaki Ninja H2 Carbon

Wie weit: bis ins Weltall.

Fluchtgrund: Von Aliens verfolgt, aber immerhin hast du ihr Bike erwischt.

Gute Argumente: Diese radikal elitäre Ausgabe der grimmigen Kompressor-Rakete zählt zum Ärgsten, was man reiten kann. Carbon-Frontverkleidung, auf 120 Stück limitiert, 215 PS stark und über 300 km/h schnell. Wer im Auge des Orkans so viel Muße hat: Im Digitalcockpit wird sogar der aktuelle Ladedruck eingeblendet.

kawasaki.at

© Youtube // Kawasaki Motors

Sei wieder da
Yamaha MT-09

Wie weit: bis an die Spitze der Zulassungsstatistik.

Fluchtgrund: kein Leben ohne Bike – selbst wenn man es ein paar Jahre lang ohne probiert hat.

Gute Argumente: Der 3-Zylinder-Streetfighter mit 115 PS geht mit neuer Frontmaske, Anti-Hopping-Kupplung und neuer Gabel in die frische Saison und erfüllt selbstverständlich die Euro-4-Abgasnorm.

yamaha-motor.eu/at

© YOutube // Yamaha Motor Australia

Rock ’n’ Roller
Honda X-ADV

Wie weit: nur kurz aus der Stadt raus.

Fluchtgrund: Zigaretten holen.

Gute Argumente: Sieht aus wie ein Scooter, hat aber 745 Kubik und 55 PS. Doppelkupplungsgetriebe, 21 Liter Stauraum, Handguards, robustes Fahrwerk: Hier kommt das erste Bike-SUV.

honda.at

 

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Bitte berühren
Ducati 1299 Superleggera

Wie weit: bis ins Museum.

Fluchtgrund: Kunstraub. Denn was sonst ist dieses 95.000 Euro teure, nur 500-mal gebaute Carbon-Kraftpaket mit 215 PS, wenn nicht ein – Kunstwerk?

Gute Argumente: stärkster Zweizylindermotor, der je Ducatis Hallen in Bologna verlassen hat, Drift-Control über eine 6-Achsen-Sensorbox, Data Recording, dazu eine Optik, wie sie nicht näher an der MotoGP sein könnte.

ducati.at

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Schwerenöter
BMW K1600 B

Wie weit: weiter als alle anderen.

Fluchtgrund: Das Wohnmobil ist defekt, aber keine Sorge: Platz, Komfort und Langstreckentauglichkeit sind vergleichbar.

Gute Argumente: Long and low, dabei 160 PS stark: Hier kommt der erste „bagger“ aus Bayern und außerdem die erste BMW mit elektrischem Retourgang.

bmw-motorrad.at

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Boxt dich durch
BMW R 1200 GS Rallye

Wie weit: so weit der Schotter reicht.

Fluchtgrund: Verhäuslichung. Frau, Kinder, Immobilie sind alle wohlgeraten. Allzu wohl. Die schaffen das allein. Also: Nase gen Süden und kleine WhatsApp-Meldungen von unterwegs.

Gute Argumente: Vor allem im Rallye-Trimm spielt die große GS ihre Talente aus: 125 PS starker Boxermotor, Drehmoment von tief unten, mehr Federweg, all use, all abuse.

bmw-motorrad.at

© Youtube // BMW Motorrad

Brennstoff
Honda CBR1000RR Fireblade

Wie weit: bis zur Zielflagge.

Fluchtgrund: Internationale Top-Talente wollen dir deine Position als hungrigster Hai auf der Rennstrecke streitig machen.

Gute Argumente: totale Kontrolle über pralle 192 PS durch Kurven-ABS, Wheelie-Control, Traktionskontrolle und Power-Selector. Auf Wunsch zusätzlich ein semiaktives Fahrwerk (Fireblade SP).

honda.at

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Abfahrer
KTM 1290 Adventure S

Wie weit: Dakar liegt jetzt in Südamerika? Okay, bin gleich da.

Fluchtgrund: der endgültige Ausbruch aus dem normalen Leben, zumindest für ein Jahr oder so.

Gute Argumente: Der 1290er-Motor mit seinen 160 PS ist eine Macht, vor allem in Verbindung mit der sportlichsten Adventure-Version. Auch toll: das neue Farb-Display mit Smartphone-Anbindung.

ktm.at

Vergangenheitsbewältigung  
Triumph Bonneville Bobber

Wie weit: im Idealfall bis zum gleichnamigen Salzsee (oder halt einem Café in der Gegend).

Fluchtgrund: für Steve McQueen gehalten worden.

Gute Argumente: 19-Zoll-Vorder- und 16-Zoll-Hinterrad ergeben mit Stahlrahmen und Einzelsitz den klassischen Bobber-Look: kein Ding zu viel, eben ganz wie die Umbauten der 1950er. 1200 Kubik, 77 PS, ABS.

triumphmotorcycles.at

Geiles Gadget
Schuberth SR2

Seit 2016 werden alle Fahrer des Red Bull MotoGP Rookies Cup mit dem SR2 von Schuberth ausgestattet. Verständlich, dass nicht allein Sicherheit Top-Priorität hat, sondern auch Tragekomfort und geringes Gewicht. Wichtig auch: ausgefeilte Aerodynamik, die die Nackenmuskulatur schont und den Kopf im Fahrtwind ruhig hält.

schuberth.com

© Youtube // Helmexpress TV

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04 2017 The Red Bulletin

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