Wo du in Island einen Gletscher betreten kannst

Rein in den Tunnel aus Eis:
Gletscher-Abenteuer in Island

Foto: facebook/intotheglacier

Island hat nicht nur Vulkane und eine heroisch kämpfende Fußballmannschaft zu bieten - sondern auch ein einmaliges Erlebnis im ewigen Eis.

Neben einer atemberaubenden Landschaft hat dieses Winter-Wunderland eine neue Attraktion: Touristen können eine von Hand geschaffene Eishöhle betreten, welche in das Herz von Europas zweitgrößtem Gletscher führt. „Into the Glacier“ veranstaltet Touren zum Langjökull (isländisch für „langer Gletscher“), welcher eine Fläche von gut 950 km² bedeckt.

2010 fassten dann Baldvin Einarsson und Hallgrimur Örn Arngrímsson den Plan, die Mysterien aufzudecken, die tief im Langjökull versteckt lagen. Sie hatten die Vision, Touristen tief hinein in den Eisberg zu führen, damit diese das dort verborgene, magische blaue Eis sehen können. Ein Team aus Ingenieuren und Geo-Physikern schloss sich zusammen, um den Traum zu verwirklichen und die „erste und größte, von Menschenhand erschaffene Eiskappengletscher-Eishöhle“ zu graben.

Getting ready to go 300m into a glacier. #intotheglacier #westiceland @lorenasendic

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So kommst du dorthin

Täglich starten verschiedene Touren in Reykjavík und Húsafell. Neben einem Trip zum Gletscher kannst du auch die umliegenden Fjorde und Geysire erkunden. Ein Guide zeigt Reisenden die Deildartunguhver, die wasserreichsten heißen Quellen des Landes, und die Hraunfossar, unzählige kleine Wasserfälle des Flusses Hvítá.

Der Langjökull liegt im westlichen Teil des isländischen Hochlands. Zwischen Juni und September führt eine Schotterpiste bis ins Klaki-Basislager. Den Trip hoch zur Eishöhle absolvierst du aber in speziellen, modifizierten Vehikeln mit Vierradantrieb. Der Großteil des Gletschers erhebt sich auf rund 1200 bis 1300 Metern über dem Meeresspiegel.

Der Eistunnel führt fast 300 Meter tief in den Gletscher hinein. Der Weg und die Höhlen sind gut beleuchtet, die Temperaturen im Inneren betragen um die null Grad Celsius. Besucher sollten daher entsprechend gekleidet kommen und vor allem Schneestiefel dabei haben.

Auf zum Schneemobil!

Wenn dir die speziellen Gletschermobile nicht extrem genug sind, kannst du in der Schneemobil-Tour einen Gang höher schalten. Nach ein paar Grundlektionen kannst du mit einem Partner zum Basiscamp abdüsen. Für die Tour brauchst du einen gültigen Führerschein, belohnt wirst du unterwegs mit einem prächtigen Blick auf das isländische Hochland.

Durch die Lüfte

Island ist berühmt für sein spektakuläres Landschaftsbild – die „Eis und Feuer“-Tour zeigt dir dieses auch aus der Luft. Dabei startest du am Flughafen Reykjavík und fliegst über Vulkane, Wasserfälle und Gletscher hinweg. Auf deinem Flug siehst du den Glymur Wasserfall, den Þingvellir National Park, die Gletscher Langjökull und Þórisjökull sowie das geothermische Gebiet Hengill. Am Ende landest du in Húsafell, um nach oben zur Eishöhle zu gelangen.

Nothing beats the sunrise on the glacier #midnightsun #intotheglacier. #nofilter #mystopover

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Mit dem Hubschrauber einen draufsetzen

Über den Gletscher hinwegzuschweben ist schon nicht schlecht. Wie wäre es aber, wenn du direkt darauf landen könntest? Während der Helikopter-Tour siehst du nicht nur Lava, Krater und tektonische Platten aus der Vogelperspektive, sondern legst auch eine Zwischenlandung an den heißen Quellen von Hengill ein, bevor du direkt auf dem Langjökull nahe dem Eistunnel landest. Der zwischen drei und vier Stunden dauernde Trip dürfte nicht umsonst als „einmaliges Ereignis“ angepriesen werden.

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12 2016 The Red Bulletin

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