Henry Leutwyler: "Der Fernseher von Elvis Presley"

Was die Fotos von Henry Leutwyler so außergewöhnlich macht

Foto: Henry Leutwyler
Text: Florian Obkircher

Der Schweizer Fotograf erzählt von ­Idolen des letzten Jahrhunderts – von Gandhi bis Elvis – anhand spezieller Aufnahmen ihrer Besitztümer.

Charlie Chaplins Stock, Michael Jacksons Tanzschuhe, Alfred Hitchcocks Reisepass und Elvis Presleys TV-Gerät – mit Einschussloch: Vor zwölf Jahren stellte sich der Schweizer Celebrity-Fotograf Henry Leutwyler der Aufgabe, emblematische Besitz­tümer seiner Idole aufzuspüren und abzulichten. 124 solcher Objekte hat er in seinem Buch „Document“ vereint.

Magnum: 70 Jahre Sport-Fotografie

The Red Bulletin, das künftig mit Magnum kooperieren wird, zeigt die besten Sport-Fotos aus ­siebzig Jahren der legendären Foto-Agentur.

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THE RED BULLETIN: Berühmt wurden Sie durch Ihre Por­träts von Stars. Was reizte Sie da­ran, deren Habseligkeiten zu fotografieren?

HENRY LEUTWYLER: Weil ­Gegenstände oft mehr über ihre Eigentümer erzählen als deren Fotos.

Inwiefern?

Porträts in Magazinen werden heute extrem nachbearbeitet. Bei den Gegenständen im Buch ging ich mit der Nüchternheit eines Kriminalfotografen ans Werk: von oben, brutal und ungeschönt. 

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Wie kommen Sie an Objekte wie Elvis’ Fernseher? 

Ich wurde von seiner Familie nach Memphis eingeladen, um den Nachlass des „King“ für ein Buch zu fotografieren. 

Was ist die Geschichte ­hinter dem Einschussloch?

Elvis war ein Waffennarr – und angeblich kein großer Fan der TV-Nachrichten.

„Elvis war kein Fan der TV-News“
Henry Leutwyler, Fotograf
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05 2017 The Red Bulletin

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