Bear Grylls: Wie du in der Wüste überlebst

Wie du in der Wüste überlebst - Mach es wie Bear Grylls

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Survival-Experte Bear Grylls greift zu krassen Maßnahmen, um im staubtrockenen Terrain durchzuhalten. Und das kannst du von ihm lernen.

Wir hoffen mal, dass du niemals in diese missliche Lage kommen wirst und in einer Wüste auf dich allein gestellt bist. Falls doch, ist noch nicht alles verloren. Denn was Survival-Experte Bear Grylls kann, kannst du auch – sofern du dich an seine Tipps hältst.
 

Wie du bei extremen Temperaturen überlebst und wie du an Wasser kommst? 
Hier sind die Antworten.

Sich gegen einen Sandsturm wappnen

© Youtube // Discovery

Kämpfe nie gegen einen Sandsturm an. Diese können ganz unvermittelt auftreten und Stunden, manchmal sogar Tage andauern. Du würdest dich bloß verlaufen und am Ende völlig entkräftet zusammenbrechen.

Also: Schiebe keine Panik, sondern versuche, einen Unterschlupf zu finden, etwa hinter einem Grasbüschel. Sieh zu, dass deine Augen, Nase und Mund geschützt sind. Dann harre dort aus, bis der Sturm vorüber ist.

Das Wasserproblem

Sahara desert after the rain/ Le. Sahara après la pluie.

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Ein durchschnittlicher Mensch kann in der Wüste etwa drei bis fünf Tage ohne Wasser überleben. In extremer Hitze allerdings deutlich weniger. Bevor es kritisch wird, solltest du - Vorsicht, es wird etwas eklig! - deinen eigenen Urin trinken. Wenn dieser recht klar ist, kann er dir das Überleben sichern. Sind die Ausscheidungen allerdings schon bräunlich und zähflüssig, solltest du die Finger davon lassen und lieber - Vorsicht, es wird wieder etwas eklig! - Ausschau nach Tieren wie Schlangen oder Fledermäusen halten. Deren Blut kann dich nämlich ebenfalls vor dem Austrocknen bewahren. Die Gefahr einer Infektion ist dann eher nebensächlich.

Navigiere vorausschauend

#libya #desert #sunset #noellevandenboom

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In manchen Wüsten musst du schwieriges Terrain überqueren, um zurück in die Zivilisation zu finden. So kann zum Beispiel eine Felsformation vor dir auftauchen, die den Weg versperrt. In diesem Fall überlege dir vorher genau, ob es sich lohnt, diese Kletter-Anstrengung auf dich zu nehmen. Kommst du auf der anderen Seite überhaupt wieder herunter? Gibt es einen Weg zurück? Behalte immer den Überblick über die Situation und lass dir die Entscheidungen niemals von der Wüste abnehmen.

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Ein Nachtlager herrichten

© Youtube // Discovery

Nachts sinkt die Temperatur in der Wüste erheblich, nur in deinen Klamotten wirst du bitterlich frieren. Versuche, mit herumliegenden Hölzern ein Feuer zu machen. Doch dieses wird irgendwann ausgehen, solltest du einschlafen.

Die Lösung: Grabe ein Loch deiner Größe in den Sand und fülle dieses mit den glühenden Kohlen. Schütte die Grube wieder zu und leg dich darauf. Wie eine Fußbodenheizung wird dich dieser Trick die Nacht über warm halten.

Ein totes Kamel finden

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Solltest du auf deinem Weg ein totes Kamel finden, das sich verirrt hat oder Nomaden im Sand zurückgelassen haben, hast du wirklich Glück. Denn es kann dir das Leben retten. Das Fleisch kannst du essen, das Blut trinken und notfalls sogar den Mageninhalt der Tiere auspressen. Dieser enthält Wasser, wenn das Kamel noch nicht verwest ist. Das Fell der Tiere eignet sich perfekt als Decke und zu guter Letzt kannst du den Körper als Unterschlupf nutzen – vorausgesetzt, du weidest das Tier vorher aus.

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10 2016 The Red Bulletin

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