Musik-Streaming

Welcher Musik-Streaming-Dienst ist der beste?

Foto: Pixabay

Die Vielfalt bei Musik-Streaming-Diensten ist groß – und macht die Entscheidung für einen von ihnen schwierig. Welcher Dienst für dich der richtige ist? Wir helfen dir bei der Auswahl.

Seitdem die CD quasi genauso antiquiert ist wie früher die Schallplatte, kommen Musikliebhaber an Streaming-Diensten einfach nicht mehr vorbei. Das Angebot ist inzwischen enorm, über zehn Dienste konkurrieren alleine im deutschsprachigen Raum. Der Unterschied liegt im Detail: Setzt der eine Anbieter auf möglichst hohe Soundqualität, tut sich ein anderer beim Preis hervor oder glänzt mit Funktionalität. 

Darüber hinaus veröffentlichen einige Künstler ausschließlich auf bestimmten Plattformen. Beispiele sind Beyoncé mit ihrem Album „Lemonade“ oder Rihanna mit „Anti“, die jeweils exklusiv auf Tidal erschienen sind. Gleiches gilt für Werke von Taylor Swift, Dr. Dre und Xavier Naidoo bezüglich Apple Music.

Wir haben uns die Stärken und Schwächen der einzelnen Streaming-Dienste angesehen.

Spotify

Preis: Ab 9,99 Euro monatlich.

Komfortable Bedienung, praktische Funktionen, zahlreiche Schnittstellen, mit 30 Millionen Tracks eine große Auswahl an Musik, fertige Playlisten ohne Ende und geschmacklich abgestimmte Vorschläge.

Leichte Schwächen finden sich beim Kundenservice bezüglich Telefon-, Chat- und Mail-Support.

Fazit: Spotify ist der Alleskönner unter den Streaming-Diensten. 

© Spotify // Youtube

Deezer

Deezer - Deezer updated their profile picture. | Facebook

Deezer updated their profile picture.

Preis: Ab 9,99 Euro monatlich. Vodafone- und GMX-Kunden kommen bei Deezer wegen der jeweiligen Kooperation in den Genuss besonderer Angebote.

Dazu mit 40 Millionen Titeln eine immense Auswahl, exzellente personalisierte Vorschläge und diverse Playlisten. Auch die Benutzeroberfläche, die Songtextfunktion und die Kompatibilität mit den wichtigsten Audiosystemen gefallen sehr.

Kleine Einschränkungen gibt es beim Offline-Modus, zudem könnten ein paar weitere Funktionen bei Musikbibliothek und Playlisten nicht schaden. 

Fazit: Kann als guter Allrounder mit Platzhirsch Spotify mithalten. Hier zählt am Ende prinzipiell nur der eigene Geschmack.

© Deezer // Youtube

Napster

Preis: Ab 9,95 Euro monatlich.

Mit 34 Millionen eine Riesenauswahl an Titeln, ansprechende Benutzeroberfläche, gelungenes Design, prima App, Preisvorteile für O2-Kunden und flexibel bei den Schnittstellen.

Vermisst werden personalisierte Musikvorschläge und genügend neue Playlisten.

Fazit: Napster rockt, muss aber bei den musikalischen Individualisierungsmöglichkeiten noch etwas nachlegen.

© Drugstore London // Youtube

Google Play Music

Preis: Ab 9,99 Euro monatlich.

Die Streaming-Option von Google Play Music klotzt bei der Auswahl aus 40 Millionen Titeln, bietet eine gelungene Weboberfläche und eine praktische App. Ob eigene Musik importieren, neue Musik entdecken oder streamen: Es kommt Freude auf.

Getrübt wird diese durch ein paar fehlende Funktionen und vor allem durch nicht vorhandene Schnittstellen bezüglich Home-Entertainment-Systemen. 

Fazit: Als Streaming-Dienst gut und noch mehr zu empfehlen, wenn die Anbindung besser wird.

© Google Play // Youtube

Apple Music

All the ways you love music. All in one place ...

All the ways you love music. All in one place. Starting on June 30th.

Preis: Ab 9,99 Euro monatlich.

Apple Music besticht durch eine fette Auswahl aus 37 Millionen Titeln und einen günstigen Familientarif.

Dafür fehlen Schnittstellen zu Home-Entertainment-Systemen. Auch die vom Anbieter gehypten personalisierten Vorschläge können bislang nicht vollständig überzeugen.

Fazit: Solider Auftritt, der noch ein paar Nachbesserungen an den richtigen Stellen gebrauchen kann. 

© Apple // Youtube

Tidal

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TIDAL updated their profile picture.

Preis: Ab 9,99 Euro monatlich.

HiFi-Enthusiasten lieben Tidal – höchste FLAC-Qualität und eine riesige Auswahl aus über 40 Millionen Titel – darunter exklusive Inhalte –, dazu 90.000 Videos und zahlreiche Schnittstellen. Insgesamt nicht von schlechten Eltern.

Aber: Der Preis fällt für die hohe Qualität auch dementsprechend höher aus (19,99 Euro), darüber hinaus fehlen ein paar Funktionen und die personalisierten Musikvorschläge.

Fazit: Streaming-Dienst mit hoher Klangqualität und einem Touch Exklusivität, die ihren Preis haben.   

© TIDAL // Youtube

Aldi life Musik

Preis: Ab 7,99 Euro monatlich.

Aldi bietet per Kooperation die günstigere Napster-Version. Die Auswahl ist mit rund 34 Millionen Songs ebenfalls immens, dafür gibt es weniger Schnittstellen als beim großen Bruder. 

Fazit: Der Billigheimer mit großem Potenzial. 

Groove Music

Preis: Ab 9,99 Euro monatlich.

Groove Music hieß früher Xbox Music, der Microsoft-Dienst arbeitet über den Cloudspeicher OneDrive, per Groove Music Pass steht das riesige Streamingangebot aus über 40 Millionen Titeln bereit.

Heißt neben der großen Auswahl: Die Schnittstellen sind überschaubar, außer zum Audiosystem Sonos ist der Streaming-Dienst vor allem zu Microsoft-Produkten kompatibel. Vermisst werden zudem fertige Playlisten und personalisierte Musikvorschläge.

Fazit: Streaming-Dienst, der vor allem für Hardcore-Microsoft-User interessant ist.

Juke! Music

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Preis: Ab 9,99 Euro monatlich.

Die Testphase von Juke! ist stark: Drei Monate lang darf der User 30 Millionen Titel umsonst durchhören. Ebenfalls auf der Plusseite: App und Design sind klasse.

Leider hakt es bei der Bedienung und es fehlen personalisierte Musikvorschläge, Verbindungen zu sozialen Netzwerken und ein Client für PC oder Mac. Auch bei den Schnittstellen zu Audiosystemen und Smart-TVs sowie beim Support ist Nachbesserung nötig.

Fazit: Keine schlechte Basis, bei Bedienung und Anbindung hinkt man der Konkurrenz aber noch hinterher.

Amazon Prime Music

Preis: Ab 4,08 Euro monatlich. Als Amazon-Prime-Mitglied ein Preishammer und höchst praktisch, wenn man ohnehin das Prime-Paket hat.

Darüber hinaus sind die Zugriffsmöglichkeiten weitreichend und der Kundenservice exzellent.

Die Auswahl dagegen ist mau: 1,5 Millionen Titel sind nun wirklich etwas knapp. Verbesserungen braucht es auch beim Umgang mit dem Client und bei der Funktionalität.

Fazit: Grundsätzlich gutes Service-Paket, das allerdings mit derzeitiger Mini-Auswahl schnell an Grenzen stößt.  

Baboom

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BABOOM updated their profile picture.

Preis: Ab 0,00 Euro.

Bis zu 100 Titel können Baboom-Free-User in ihren Playlists speichern, in der Premium-Variante entfällt diese Begrenzung. Anmeldung und Bedienung sind vorbildlich und kinderleicht.

Bei der Songauswahl gilt es jedoch nachzubessern. Tracks aus den aktuellen Charts fehlen, bei der Musik-Auswahl geht es eher alternativ zu. 

Fazit: Als Gratis-Variante wunderbar, für Charthörer nicht geeignet.  

© Baboom // Youtube

Soundcloud

Preis: Ab 9,00 Euro monatlich.

Streming-Dienst der anderen Sorte: SoundCloud ist vor allem für noch unbekannte Künstler interessant – und Hörer, die diese entdecken wollen. Heißt: Hier zahlt der Künstler, nicht der Hörer.

Wer nur Deutsch spricht, hat ein Problem: Beim Kreativ-Streamer sind Englisch oder Portugiesisch angesagt. 

Fazit: Für kreative Soundbastler mit Drang zur Veröffentlichung das Nonplusultra. 

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05 2016 THE RED BULLETIN

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