Die Dakar: härteste Rallye der Welt

40 DINGE, DIE DU ÜBER DIE RALLYE DAKAR WISSEN MUSST

Text: Werner Jessner
Foto: FELIPE TRUEBA

Die Rallye Dakar ist die härteste Motorsportveranstaltung der Welt – und die gefährlichste dazu. Diese 10 Dinge erwarten dich beim Rennen.

Der Start zur 39. Auflage des Rennens erfolgt am 2. Jänner, diesmal in Asunción, Paraguay. Diese Infos sind essentiell, wenn du daran teilnehmen willst:

  1. Was passiert nach einem Unfall?
  2. Wer repariert mein Auto, wenn es unterwegs kaputtgeht?
  3. Darf der Beifahrer ans Lenkrad?
  4. Was machst du, wenn ein Tier deinen Weg kreuzt?
  5. Warum so viele Knöpfe?
  6. Wo tanke ich?
  7. Wie verfährt man sich trotz GPS und Roadbook?
  8. Muss ich immer auf der Piste bleiben?
  9. Muss ich immer so schnell fahren wie möglich?
  10. Gibt es Strafzettel für Raser?
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1. Was passiert nach einem Unfall?

Mit Glück bist du bei Bewusstsein. Dann kannst du selbst den Notruf absetzen, der den Rettungsmechanismus auslöst und dich automatisch aus dem Bewerb nimmt. Mit Pech liegst du bewusstlos oder bewegungsunfähig im Graben und musst hoffen, dass dich ein Mitbewerber findet. Gute Nachricht: Sportler halten in Extremsituationen zusammen, und das Rennen macht kurz Pause.

Jacek Czachor wechselt ein Rad für Dabrowski (Toyota)

Jacek Czachor, tschechischer Beifahrer des Polen Marek Dabrowski (Toyota), beim Reifenwechsel während der 11. Etappe der Dakar 2016 zwischen La Rioja und San Juan, Argentinien

© Felipe Trueba

2. Wer repariert mein Auto, wenn es unterwegs kaputtgeht?

Dein Beifahrer. Vorausgesetzt, du hast ihn auch nach seinen Schrauber-Fähigkeiten ausgesucht. Alternative: Repariere es mit deinen eigenen goldenen Händen. (Motorradfahrer: Es gilt Plan B.)

40 Dinge über die Rallye Dakar - Teil 1

Warum ist die Rallye Dakar die härteste Motorsportveranstaltung der Welt? Hier sind 40 Antworten. Teil 1: Geschichte und Statistiken.

3. Darf der Beifahrer ans Lenkrad?

Ja. Aber er braucht eine Rennlizenz.

4. Was machst du, wenn ein Tier deinen Weg kreuzt?

Das Beste draus. Die Steaks in Südamerika sind schließlich legendär.

Dakar motorsport rally: Cockpit von einem Rennwagen

© Flavien Duhamel

5. Warum so viele Knöpfe?

Weil (fast) alle Funktionen doppelt ausgeführt sind, falls ein System versagt – ganz wie im Flugzeug. Der Blick in den Peugeot 3008 DKR offenbart zwei GPS, zwei Tripmaster (Wegstreckenzähler) und immerhin eine Stoppuhr. Das ist das Reich des Co-Piloten, der außerdem Hupe und Scheibenwischer bedient. Sicherungen sind in der Mitte frei zugänglich, um technischen Defekten schneller auf die Schliche zu kommen. Wichtigste Informationsquelle für den Fahrer: die zentrale Gang-Anzeige. Und ja, es gibt eine Klimaanlage, die die Temperatur auf unter 60 Grad hält.

Dakar: Tankstelle

KTM-Fahrer Marc Coma (Spanien) an einer Tankstelle

© Felipe Dana

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6. Wo tanke ich?

Abseits bestehender Infrastruktur organisiert der Veranstalter Tankstopps, meist Fässer mit Pumpen oder Tanklaster am Straßenrand. Auf den Verbindungsetappen steuerst du normale Tankstellen an.

40 Dinge über die Rallye Dakar - Teil 4

Warum ist die Rallye Dakar die härteste Motorsportveranstaltung der Welt? Hier sind 40 Antworten. Teil 4: Was du über Verpflegung und Unterstützung wissen musst.

7. Wie verfährt man sich trotz GPS und Roadbook?

Du hast dich an den falschen Vordermann angehängt. Du bist den Spuren der Mehrheit gefolgt, und die lag falsch. Du bist nach einer Woche Schlafentzug, extremer Seehöhe, körperlicher Höchstleistung und Durchfall gaga im Kopf. Du hast dein Roadbook am Vortag nicht mit Leuchtstift markiert, um markante Punkte einfacher zu finden. Du hast vergessen, das Roadbook elektrisch weiterzudrehen. Beim letzten Sturz hast du die Halterung des GPS abgerissen. Für Autofahrer: Dein Beifahrer ist ahnungslos, was denn auch sonst. Auch bitter: Du hast einen der GPS-Checkpoints versäumt und bist deshalb raus.

Roadbook
8. Muss ich immer auf der Piste bleiben?

Wenn du eine Abkürzung kennst, nimm sie. Aber versäume bloß keinen GPS-Checkpoint. 

9. Muss ich immer so schnell fahren wie möglich?

Nein, auf den Strecken zwischen den Sonderprüfungen kannst du dir Zeit lassen. Spätestens bei der abendlichen Fahrerbesprechung im Biwak (meist gegen 21 oder 22 Uhr) solltest du anwesend sein.

Dakar: Motorrad in der Nacht bei voller Geschwindigkeit

© ASO/ @World/ A Lavadinho/ A Vialatte

10. Gibt es Strafzettel für Raser?

Und ob! Auf den Verbindungsstrecken zwischen den Racing-Einheiten ziehen Geschwindigkeitsübertretungen drakonische Strafen nach sich. Jedes km/h zu viel zählt und wird per GPS ermittelt. Wie drakonisch? Nimm dein Strafmandat im Alltag und mal eine Null hinten dran.

 

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01 2017 The Red Bulletin

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