Wie du bei 185 Puls die Ruhe bewahrst: Tipps von Simon Eder

Wie du bei 180 Puls die Ruhe bewahrst: 3 Tipps von Simon Eder

Foto: Getty Images

Top-Biathlet Simon Eder weiß, wie man trotz höchster Anstrengungen ruhig bleiben kann. Ein Leitfaden, der auch abseits des Schießstandes hilft.

Jeder Hobby-Sportler kennt die Schwierigkeiten, nach einem Sprint die nötige Ruhe für eine gezielte Handlung oder auch nur ein paar klare Worte zu finden. Da heißt es erst einmal durchschnaufen und die Herzschlag-Frequenz wieder in gemäßigte Zonen führen.

Was aber, wenn genau diese Entspannung in deinem Sport der Untergang wäre? Was, wenn du deinen Puls hoch halten musst, um eine Chance auf Erfolg zu haben? Der österreichische Top-Biathlet Simon Eder erklärt uns, worauf es auf dem Schießstand ankommt und wie man auch nach höchster Anstrengung (in der Loipe) ruhig agieren kann.

Simon Eder: Trainieren wie ein Biathlet

Wie sich Österreichs Top-Biathlet fit für die Heim-WM in Hochfilzen gemacht hat: Mit Haferbrei, Mentaltraining und einer Rollski-Tour nach Portugal.

Klicken zum Weiterlesen

1 Bereite dich gut vor

„Wenn alles passt, hat das Schießen Trainingscharakter“, so Eder. Deshalb gilt es während des Wettbewerbs auf die automatisierten Abläufe der monatelangen Vorbereitung zurückzugreifen. „Wichtig ist, dass man beim Zulauf mit dem Puls etwas runtergeht, nicht zu schnell zum Schießstand kommt.“ So kann ein Biathlet seinen Ideal-Puls erreichen. Dieser Wert ist bei jedem anders und hängt von der jeweiligen Pulsspanne des Sportlers ab.

2 Bleibe innerhalb der Grenzen

„Man darf nicht über sein Limit gehen, sonst hat man keine Kontrolle“, erzählt Eder. Doch zu vorsichtig und langsam anzufahren ist genauso gefährlich: „Ist der Puls zu tief, kommt das Zittern, dann fehlt die Spannung.“ Im Fach-Jargon spricht man dann von der Nähmaschine, weil sich das Pochen des Herzens auf den Körper und damit die Arme überträgt.

3 Finde deinen eigenen Rhythmus

„Wenn man sich nicht in absoluter Topform befindet, ist das Schießen im Sprint oder im Einzel ‚einfacher‘, weil man selbst das Tempo wählen kann“, gesteht der ÖSV-Athlet. Bei Staffel, Verfolgung und Massenstart ist die Gefahr hingegen groß, dass man sich von (ausgefuchsten) Kontrahenten mitziehen lässt, ein zu hohes Tempo geht und seine Grenzen  schließlich überschreitet.

Klicken zum Weiterlesen
02 2017 The Red Bulletin

Nächste Story