Fernando Alonso Crash in Melbourne 2016

Die heftigsten Crashs der letzten Formel-1-Weltmeister

Foto: Alex Coppel/Herald Sun/Getty Images

Fernando Alonso ist kein Einzelphänomen: Auch die anderen vier Formel-1-Weltmeister der letzten zehn Jahre hatten prägende Crashs zu überstehen. Fünf Männer und Champions, die auf der Jagd nach Sekunden am Limit unterwegs sind. Und manchmal auch darüber hinaus.

Ein Unfall wie der von Doppelweltmeister Fernando Alonso in Melbourne zeigt einmal mehr: Formel-1-Fahrer sind weiter auf der feinen Grenze zwischen ultimativem Erfolg und größtem Risiko unterwegs. Die Sicherheitsvorkehrungen mögen manche Fehler weniger dramatisch machen – heftige Stunts aber haben im ultimativen Motorsport-Event auch die Besten hinter sich. Einige haben die Crashs sogar noch stärker gemacht: Fünf von ihnen wurden in den letzten zehn Jahren Weltmeister.

Fernando Alonso 2016 in Melbourne 

Der spanische Formel-1-Champion von 2005 und 2006 entrinnt in Australien nur knapp einer Katastrophe. Sein McLaren überschlägt sich und kommt im Kiesbett zum Stehen. Alonso steigt aus dem Wrack, geht kurz in die Knie und winkt. „Meine Mutter schaut im Fernsehen zu, da wollte ich so schnell wie möglich aus dem Auto steigen“, gibt er später zu Protokoll.

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Sebastian Vettel 2006 in Spa

Der spätere Vierfach-Weltmeister hat in einem Formel-3-Rennen im belgischen Spa großes Glück, als er in der berühmt-berüchtigten Eau-Rouge-Kurve crasht. Vettel trägt lediglich einen gebrochenen Finger davon, als seine Hand an die Seite des Cockpits schlägt. Heute gehört der in den Himmel gestreckte Sieges-Finger zu den Markenzeichen des Deutschen.

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Lewis Hamilton 2008 in Bahrain

2008 feiert Hamilton am Ende der Saison den ersten großen Erfolg seiner Karriere. Der Trainingsunfall in Bahrain wird zum Wendepunkt für den Briten. Im Rennen nach dem Crash landet Hamilton nur auf dem 13. Platz und geht anschließend mit sich selbst hart ins Gericht. Am Ende der Saison steht sein erster von bis heute drei Weltmeistertiteln.

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Kimi Räikkönen 2003 am Hockenheimring

Der Finne hat beim Großen Preis von Deutschland einen guten Start. Nur Sekunden später folgt der Horrorcrash. Ralf Schumacher wird nach dem Rennen als alleinschuldiger Unfallverursacher mit einer Geldstrafe von 50.000 US-Dollar belegt.

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Jenson Button 2003 in Monaco

Der schwere Trainingsunfall des Briten in Monte Carlo hat Folgen, sein Team B.A.R. verweigert die Starterlaubnis für den Renntag. Ein Offizieller des Teams lässt wissen: Obwohl Jenson darauf beharrte, dass er fit genug für das Rennen sei, habe man den Rat der Mediziner befolgt und den Fahrer in seinem eigenen Interesse geschützt. 

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03 2016 The Red Bulletin

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