WRC 2017: Welche Technik dahintersteckt, was es kostet

WRC 2017: Welche Technik dahintersteckt und was es kostet

Foto: Jaanus Ree/Red Bull Content Pool
Text: Werner Jessner

Mitreißend, spannend und voller technischer Herausforderungen: Die World Rally Championship (WRC) boomt. Aber was kostet der Spaß? 

Das Basismodell kostet 15.000 Euro und findet sich auf jedem Supermarkt-Parkplatz, ein WRC-Auto kostet um Potenzen mehr. Warum ist das so?

Der Stückpreis von fünf Millionen Euro bezieht sich auf die Entwicklung vom Serienmodell bis zum Rennauto. In mindestens drei Stadien werden Prototypen erdacht, entwickelt und gebaut, ehe man am Start der ersten Sonderprüfung steht. 

Jeder Hersteller baut pro Saison etwa zehn komplette WRC-Autos, plus Ersatzteile für noch einmal so viele. Ein WRC-Car der Generation 2017 kostet von 600.000 bis 900.000 Euro

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Damit steht das Auto aber erst in der Garage und fährt noch nicht: Die Kosten für Revision, Verschleiß und Verbrauch addieren sich auf 400 Euro pro Kilometer.

Gebrauchte WRC-Autos werden von den Werken nach frühestens einem Jahr an vertrauenswürdige Teams weitergegeben, wo sie von Privatfahrern in der WM eingesetzt werden. Kosten: mindestens eine halbe Million Euro.

Später werden sie in nationalen Meisterschaften „aufgebraucht“ oder wandern in die Garagen von Sammlern.

Toyota ist bei der WRC 2017 wieder mit dabei, mit seinem Toyota Yaris WRC (Team: Toyota Gazoo Racing, Teamchef: Tommi Mäkinen)

© youtube // FIA World Rally Championship

Gewinnen ist teuer!

Rohkarosserie: € 50.000,– 
In 200 Arbeitsstunden verstärkt und optimiert.

Getriebe und Antriebsstrang: € 80.000,– 
Von Zulieferern maßgeschneidert.

Motor: € 200.000,– 
Streng reglementiert. Erst Detailarbeit bringt Leistung – und kostet.

Fahrwerk: € 120.000,– 
Custom-made und ständigen Evolutionen unterworfen.

Reifen und Felgen: € 5.000,– pro Satz 
Verschleißteile; für jeden Untergrund unterschiedlich.

Spektakulär
Toyota Yaris als World Rally car

Bodykit: € 30.000,– 
Aerodynamik samt Spoilern werden bei der aktuellen WRC-Generation immer wichtiger.

Innenausstattung: € 14.000,–
Lenkrad, Sitze, Gurte, Feuerlöschsystem.

Elektronik: € 70.000,– 
Spezieller Kabelbaum plus Steuergeräte.

Bremsen: € 16.000,– 
Werden je nach Untergrund maßgeschneidert.

Arbeitszeit: bis zu € 100.000,– 
Zusammenbau, Lackieren, Kalibrieren etc.

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02 2017 The Red Bulletin

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