10 Jahre Hublot "All Black" - Sondermodell von Lang Lang

2006 - 2016: Zehn Jahre Hublot All Black
 

Text: Gisbert L. Brunner
Fotos: Gisbert L. Brunner und Hublot

Zum zehnten Jubiläum der Hublot All Black Uhrenlinie gibt es zwei Sondermodelle als Hommage an den Star-Pianisten Lang Lang

Gisbert L. Brunner schreibt seit 1981 über Uhren und Zeitmessung.

Keine Frage: Das Thema „All Black“ polarisiert. Vor allen Dingen bei Armbanduhren, wo Ablesbarkeit einen hohen Stellenwert genießt. Kein Wunder also, dass 2006 ein Aufschrei durch die Szene ging, als Jean-Claude Biver nach nur zwei Jahren Regentschaft bei Hublot seine Vorstellung einer komplett oder zumindest weitgehend schwarzen Uhrenlinie realisierte.

„Was soll dieser Unsinn?“ war noch einer der gelinden Kommentare. Beirren ließ sich der gleichermaßen charismatische wie erfolgreiche und visionäre Firmenlenker dadurch nicht. „Zum ersten Mal kam mir der All-Black-Gedanke noch zu der Zeit, als ich bei Blancpain arbeitete. Damals beklagte sich ein Kunde über die mangelnde Ganggenauigkeit seiner Uhr. Ich sagte ihm, dass er mit der Uhr ein Stück Ewigkeit gekauft habe. Ein Kunstwerk mit Seele – aber kein Instrument, um davon die Zeit abzulesen. Mit der ganz großen Präzision hat die mechanische Uhr ohnehin nichts zu tun.“ Außerdem: „Wer kauft schon eine Luxusuhr zum Ablesen der Zeit?“

Jean-Claude Biver

Jean-Claude Biver erläutert die Hintergründe der All Black-Philosophie

Professor Ferdinand A. Porsche

Ferdinand A. Porsche: Schwarz ist keine Farbe, sondern ein Zustand.

© Foto: Porsche Design

Jean-Claude Biver

Jean-Claude Biver erläutert die Werte einer Luxusuhr

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Dass Jean-Claude Biver mit seinen Vorstellungen einmal mehr recht hatte, beweist zum einen das zehnjährige Jubiläum der „All Black“ im Jahr 2016. Beleg für die Richtigkeit sind ferner zahlreiche Nachahmer, welche dieses Konzept aufgegriffen und auf ihre Weise umgesetzt haben.

Der Hintergrund der All-Black-Philosophie Hublot ist ein ganz einfacher: Schwarze Gegenstände absorbieren sämtliche Lichtwellen und reflektieren keinerlei Licht. Auf diese Weise entsteht eine Dualität von sichtbar und unsichtbar.“ Die Auffassungen seines Freundes Jean-Claude Biver teilt übrigens auch der Design-Guru Lapo Elkann: „Die Hublot All Black ist zu einer echten Uhrenikone geworden: ihre Schönheit, ihr Stil, ihr innovatives Konzept. Als ganz schwarze Uhr ist sie weniger praktisch, aber dieses Detail wird durch ihre ausgeprägte zeitlose Eleganz mehr als wettgemacht.“

Lapo Elkann über All Black

Das denkt Lapo Elkann über die Hublot All Black.

Nachfolgend ein kurzer Spaziergang durch zehn Jahre Hublot „All Black“.

Zum Abschluss präsentiere ich noch die beiden neuesten Armbanduhren dieser Linie, an deren Gestaltung der chinesische Star-Pianist Lang Lang tatkräftig mitgewirkt hat. 

Zehn Jahre Hublot All Black: Ein Überblick

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Sonder-Edition für Lang Lang

Sein breites Repertoire hat Lang Lang, 34, viele Auszeichnungen eingetragen. „Ungefähr 20 Stunden davon kann ich ohne Noten aus dem Kopf bestreiten.“ Und das nicht nur klassisch. Gerockt hat der international anerkannte Pianist auch schon mit der Kultband Metallica. Mit privaten, teilweise spontan improvisierten Konzerten, zuletzt am Peak hoch über Hongkong hat er sich in die Herzen vieler Zeit-Genossen gespielt. Dass eine musikalische Armbanduhr für ihn das höchste der Gefühle ist, kann ich deshalb sehr gut verstehen.

Durch außerordentliche Klangfülle besticht das in ein leichtes Karbongehäuse eingebaute Manufakturkaliber HUB8001 mit Minutenrepetition. Die weithin wahrnehmbaren Töne erzeugen zwei kleine Hämmer, die gegen sorgfältig gestimmte Tonfedern vom Typ „Kathedral“ schlagen. Letztere sind etwa eineinhalb mal so lang wie die üblichen Gongs und verlangen deshalb ein besonderes Knowhow, damit sie nicht gegeneinander stoßen und so das akustische Erlebnis stören können. Völlig zurecht gewann diese Armbanduhr 2014 den „Grand Prix de Genève“ in der Kategorie „Schlagwerksuhren“. Aus 427 Komponenten besteht der komplexe Mikrokosmos mit 85 Stunden Gangautonomie, zu dem auch ein filigranes Minutentourbillon gehört.

Seinen Markenbotschafter Lang Lang ehrt Hublot durch insgesamt acht Exemplare der natürlich weitgehend schwarzen „Classic Fusion Tourbillon Cathedral Minute Repeater Carbon Lang Lang“. Neben den beiden charakteristischen „Noten“ auf der Vorderseite bei „12“ kennzeichnet ein Lang auf jedem der beiden Schlagwerkshämmer die besondere Edition. Begeistert zeigt sich der Geehrte durch die Leichtigkeit des chronometrischen Seins. „Mit dieser Uhr am Handgelenk kann ich problemlos ein Klavierkonzert von Rachmaninoff geben.“

Star-Pianist Lang Lang

Lang Lang trägt die „Classic Fusion Tourbillon Cathedral Minute Repeater Carbon Lang Lang“

Hublot Classic Fusion Tourbillon Cathedral Minute Repeater Carbon Lang Lang

Limitiert auf acht Exemplare: Classic Fusion Tourbillon Cathedral Minute Repeater Carbon Lang Lang

Insgesamt 88 Stück produziert Hublot von der der „Classic Fusion Ceramic Ultra-Thin Lang Lang“. Lediglich 8,15 mm baut ihr 45 mm großes Keramik-Gehäuse mit Goldschrauben und -krone hoch. Es birgt das durchbrochen ausgeführte Handaufzugskaliber HUB1302 mit 90 Stunden Gangautonomie und kleiner Sekunde bei „7“. Am schwarzen Lack-Zifferblatt findet sich die Signatur von Lang Lang.

Hublot Classic Fusion Ceramic Ultra-Thin Lang Lang

88 Exemplare für Klavier-Freaks und Lang Lang-Verehrer (innen): Hublot „Classic Fusion Ceramic Ultra-Thin Lang Lang“

Hublot Classic Fusion Ceramic Ultra-Thin Lang Lang

Lang Lang-Spirit auf der Vorder- und Rückseite: Classic Fusion Ceramic Ultra-Thin Lang Lang

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11 2016 The Red Bulletin

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