SIHH-Neuheiten von A. Lange & Söhne

SIHH-Neuheiten von A. Lange & Söhne

Text: Gisbert L. Brunner
Fotos: A. Lange & Söhne

A.Lange & Söhne versteht sich auf uhrmacherische Komplikationen und beweist dies am Genfer Uhrensalon mit gleich drei Premierenmodellen.
Gisbert L. Brunner

Gisbert L. Brunner berichtet seit 1981 über Uhren und Zeitmessung. Den SIHH besucht er seit 1992.

1815 Jahreskalender

Nur einmal im Jahr, nämlich jeweils Ende Februar, muss das Kalendarium der „1815 Jahreskalender“ manuell auf den 1. März eingestellt werden. Danach weiß die Unterzifferblatt-Mechanik wieder ganz genau, was in den kommenden elf Monaten Sache ist. Deutlich länger geht die Mondphasenindikation ohne händisches Zutun genau. Erst nach 122,6 Jahren weicht sie einen Tag von der astronomischen Norm ab. 

Der sichtbare Drücker im Gehäuserand bei „2“ schaltet alle Anzeigen gleichzeitig weiter. Drei versenkte Exemplare gestatten die individuelle Korrektur von Wochentag, Monat und Mondphasen.

Als Premiere bei A. Lange & Söhne gibt es zusätzlich noch einen 
versenkten Drücker allein zum Fortschalten des Datums. Auf der Vorderseite des Handaufzugskalibers L051.3 mit 72 Stunden Gangautonomie findet sich ein lediglich 1,4 Millimeter hoch bauendes Kalendermodul. Beim Blick durch den Sichtboden fällt auf, dass Sperr- und Kronrad sichtbar in die Neusilber-Dreiviertelplatine integriert wurden.

A. Lange & Söhne 1815 Jahreskalender
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FAKTEN ZUR UHR

  • Manufakturkaliber L051.3; Handaufzug
  • Durchmesser 30,6 Millimeter; Höhe 5,7 Millimeter
  • 345 Komponenten, davon 26 Steine 
  • drei verschraubte Goldchatons 
  • Ankerhemmung
  • Unruh mit variabler Trägheit, Frequenz drei Hertz
  • Gangautonomie 72 Stunden
  • Sekundenstopp
A. Lange & Söhne 1815 Jahreskalender

Gehäuse:

  • Weiß- oder Rotgold
  • Durchmesser 40 Millimeter
  • Höhe: 10,1 Millimeter

Preis 37.500 Euro

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Zeitwerk Decimal Strike

Mit dieser Armbanduhr erweitert A. Lange & Söhne die 2009 eingeführte „Zeitwerk“-Linie mit digitaler Stunden- und Minuten-Indikation. Genau genommen handelt es sich nach der „Zeitwerk Striking Time“ und der „Zeitwerk Minutenrepetition“ um das dritte Modell, welches der kostbaren Zeit eine akustische Dimension verleiht.

A. Lange & Söhne: Zeitwerk Decimal Strike

In diesem Fall macht das Schlagwerk mit zwei vorne sichtbaren Hämmern und zwei unterschiedlich gestimmten Tonfedern alle zehn Minuten auf sich aufmerksam. Der linke Hammer schlägt zu jeder vollen Stunde einmal auf den tief gestimmten Gong. Der rechte lässt durch hohen Ton wissen, dass wieder zehn Minuten des Lebens verstrichen sind.

Natürlich lässt sich das Schlagwerk durch Betätigung des Drücker bei „4“ jederzeit abschalten. Desgleichen werden die Hämmer beim Ziehen der Krone deutlich von den Tonfedern entfernt. Ein patentiertes Nachspannwerk zwischen Federhausrad und Unruh gewährleistet konstante Energieversorgung des Gangreglers unabhängig vom Spannungszustand der Zugfeder. Das 44,2-Millimeter-Gehäuse der auf 100 Exemplare limitierten Armbanduhr besteht aus hartem Honiggold.

FAKTEN ZUR UHR

  • Manufakturkaliber L043.7; Handaufzug
  • Durchmesser 36 Millimeter; Höhe 10 Millimeter
  • 528 Komponenten, davon 78 Steine 
  • Zwei verschraubte Goldchatons 
  • Ankerhemmung
  • Unruh mit variabler Trägheit, Frequenz 2,5 Hertz
  • Gangautonomie 36 Stunden

 

A. Lange & Söhne: Zeitwerk Decimal Strike

Gehäuse:

  • Honiggold
  • Durchmesser 44,2 Millimeter; Höhe: 13,1 Millimeter

Limitierung 100 Exemplare

Preis 120.000 Euro

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Tourbograph Perpetual „Pour le Mérite“

Mit diesem Zeit-Monument stellt die sächsische Nobelmanufaktur in Genf das fünfte Meisterwerk der „Pour le Mérite“-Reihe vor. Gemeinsames Merkmal ist konstante Antriebskraft durch Nutzung der Hebelgesetzte, sprich Verwendung von Kette und Schnecke. Im Inneren der Schnecke sorgt ein Planetengetriebe dafür, dass der Kraftfluss vom Federhaus zur Gangpartie beim manuellen Spannen der Zugfeder nicht unterbrochen wird.

A. Lange & Söhne: Tourbograph Pour le mérite

An uhrmacherischen Komplikationen sind Tourbillon, Chronograph mit Schleppzeiger sowie ein immerwährendes Kalendarium bis 2100 vorhanden. Letzteres unterscheidet den auf 50 Exemplare limitierten Newcomer vom 2005 lancierten Tourbograph „Pour le Merite“.

Ein Platingehäuse mit 43 Millimetern Durchmesser umfängt das Manufaktur-Handaufzugskaliber L133.1. Von seinen 684 Komponenten entfallen allein 206 auf das immerwährende Zeiger-Kalendarium mit Schaltjahresanzeige und Präzisions-Mondphasenindikation (122,6 Jahre). Die als ein Bauteil gezählte Kette besteht aus 636 winzigen Komponenten.

FAKTEN ZUR UHR

  • Manufakturkaliber L133.1; Handaufzug
  • Durchmesser 32 Millimeter; Höhe 10,9 Millimeter
  • 684 Komponenten, davon 50 Steine und zwei Diamant-Decksteine
  • sechs verschraubte Goldchatons 
  • Ankerhemmung
  • Schraubenunruh, Frequenz drei Hertz
  • Gangautonomie 36 Stunden
A. Lange & Söhne: Tourbograph Pour le mérite

Gehäuse:

  • Platin
  • Durchmesser 40 Millimeter; Höhe: 16,6 Millimeter

Limitierung 50 Exemplare

Preis 480.000 Euro

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01 2017 The Red Bulletin

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