Pixies Playlist

The Playlist: Pixies

Foto: Travis Shinn

Was haben Nirvana, Radiohead, Blur und The ­Strokes gemeinsam? Sie wurden alle von derselben Band beeinflusst: den Pixies. Aber welche Tracks inspirierten und prägten ihren legendären Sound?

Kurt Cobain sagte einmal, dass „Smells Like Teen Spirit“ sein Versuch war, einen Song im Stil der Bostoner Band zu schreiben.

Mit ihrem einzigartigen Zugang zur Indie-Musik der Achtziger – einer Kombination aus Surf-Rock, eingängigen Pop-Melodien und Noise-Elementen – schuf das Quartett Hymnen wie „Gigantic“ und „Where Is My Mind?“.

Zur Feier ­ihres sechsten Albums „Head Carrier“ nennt uns Gitarrist Joey Santiago fünf Tracks, die den legendären Pixies-Sound prägten.

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© youtube // PixiesOfficialTV

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Jimi Hendrix - „Purple Haze“

„Wegen Jimi Hendrix fand ich zur Gitarre. Als ich Aufnahmen seiner Shows sah, dachte ich, die Gitarre wäre Teil seines Körpers. Ich liebe sein Debüt (‚Are You Experienced‘), besonders diesen Song, hauptsächlich wegen dem Anfangsakkord (E7#9), alias ‚Hendrix-Akkord‘. Der ist die geheime Zutat in Pixies-Songs wie ‚Tame‘. Der Akkord klingt schräg; du weißt nicht, ob er eine Frage stellt oder dir eine Antwort darauf gibt.“

© youtube // TheGreatRocknRollPRT

Neu! - „Super“

„Gitarrist Michael Rother gründete diese Band, als er Kraftwerk ver­lassen hatte. Man erwartet Syn­thesizer, und dann läuft dieser ­Proto-Punk-Song voller Energie, so aggressiv – sie schreien die ganze Zeit –, und, das Wichtigste daran, der Song ist so einfach. Zwei ­Akkorde und kein einziger zu viel. Genial! Ich bin überzeugt, wer für ein Riff mehr als fünf Noten braucht, ist einfach ein fauler Sack.“

© youtube // groenlandrecords

Jack Nitzsche - „The Lonely Surfer“

„Ich war nie ein Surfer, aber als ich jung war, hatte der instrumentale Surf-Rock der 1960er großen Einfluss auf mich. Ganz groß ist dieses Stück von Jack Nitzsche, den man eher wegen seiner Produktions- und Arrangierarbeit für Neil Young und die Stones kennt. Die Bariton-Gitarre und die Horn-Passage hören sich an wie eine riesige Welle, die auf einen zukommt – majestätisch und wunderschön.“ 

© youtube // Wayne Smith

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Them - „One Two Brown Eyes“

„An diesem Garage-Rock-Song ­liebe ich das Zusammenspiel von Gesang und Gitarre. Van Mor­rison singt: ‚Gonna cut you down to my size‘, und die Gitarre reagiert mit ­einem Sound, der sich wie ein schneidendes Messer anhört. (Ich hab diese Technik in vielen Pixies-Songs verwendet, etwa in ‚Dead‘.) Die ­Lyrics haben mich an die Duschszene in ‚Psycho‘ erinnert, also schuf ich ein Riff, das zur kultigen Messerattacke passt.“

© youtube // Ted Werski

Canned Heat: „Poor Moon“

„Dieses Juwel ist fast fünfzig Jahre alt und fasziniert mich noch immer, vor allem der Background-Gesang, der ein bisschen klingt wie Kermit der Frosch. Etwas ganz Ähnliches haben wir bei unserem Song ‚River Euphrates‘ gemacht. Davon abgesehen liebe ich die Tremolo-Gitarre – sie schafft diesen genialen Effekt, als würde jemand den Lautstärkeregler ständig rauf und runter drehen, fast wie eine Welle im Ozean.“

© youtube // Mr Kleeg

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12 2016 The Red Bulletin

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