John Legend: Songs, die ihn inspirierten

Playlist: John Legend

Foto: Sony

Soulstar John Legend spricht über fünf Tracks, die für ihn absolut überlebenswichtig sind.

Oscar, Golden Globe, zehn Grammys, über sieben Millionen verkaufte Alben: John Legend zeigte, wie man es in knapp über zehn Jahren vom talentierten Soulsänger zur Musik-Ikone schafft. Weil er sich für Bildung und Menschenrechte einsetzt, reihte ihn die Zeitschrift „Fortune“ letztes Jahr auf Platz 6 der wichtigsten Führungspersönlichkeiten der Welt – gleich hinter Papst Franziskus und Apple-CEO Tim Cook. Legends fünftes Album „Darkness and Light“, erschienen im Dezember, ist eine Pop-Hommage an Legends persönliche Helden wie Marvin Gaye. Der 38-Jährige über fünf Soulklassiker, ohne die er nicht leben kann.

Alicia Keys: Die ungeschminkte Wahrheit

Verstehen Sie mich nicht falsch. Ich habe kein Problem damit, wenn Frauen Make-up tragen. Das ist eine persönliche Entscheidung. Ich fühle mich aber ungeschminkt wohler. Und es freut mich, dass ich für meine Entscheidung viel positives Feedback von jungen Frauen bekomme.

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Marvin Gaye - „Got to Give It Up“

„Eines meiner absoluten Lieblingslieder. Versetzt mich sofort in gute Laune, sorgt für richtige Party­stimmung. Meine Frau (Model ­Chrissy Teigen; Anm.) und ich sind Nachtmenschen, wir lieben es, ins Kino zu gehen und danach im Club zu feiern. Das ist für uns beide der perfekte Ausgleich zu unserem ­hektischen Leben. Es gibt nichts Besseres als anspruchsvolle Musik, die dich auch in Stimmung bringt.“

© Youtube // Albert D

Stevie Wonder - „Visions“

„Ich habe diesen Song gecovert, weil ich ihn einfach liebe. Irgendwie unheimlich und düster, fast schon traurig, aber er handelt vom Traum einer besseren Welt. Ich halte diese Hoffnung für wichtig, besonders in Zeiten wie diesen. Die momentane Politik mutet völlig trostlos an, ich sorge mich um die Zukunft meines Landes. Ganz ehrlich: Ich bin überzeugt, dass Hillary Clinton die bessere Wahl als Donald Trump gewesen wäre.“

© Youtube // Lukrecijus1

Nina Simone - „Sinnerman“

„Eine große, eine gewaltige Auf­nahme, in jedem einzelnen Aspekt. Simones Stimme steht für sich, aber auch ihr unglaubliches Klavier­spiel ist pure Energie, absolut mitreißend. Unsere Tochter, die im letzten Frühjahr geboren wurde, trägt Simone als zweiten Namen, es war meine Idee und ist mein Tribut an diese einzigartige Sängerin. Ihr erster Name ist übrigens Luna – weil das so wunderbar mit Simone harmoniert.“

© Youtube // chacho mg

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Aretha Franklin - „Day Dreaming“

„Willst du guten Soul hören? Dann hör Aretha Franklin. Sie ist die ­Königin. Dieser Song lässt dich perfekt in den Tag starten, allein schon wie er beginnt: ‚Doo doo doo, day­dreamin’ and I’m thinking of you.‘ Der Song funktioniert übrigens auch beim Kochen perfekt. Meine Frau schreibt Kochbücher, ich helfe als zweiter Küchenchef und Vorkoster aus. Also nicht wundern, wenn ich beim nächsten Interview ein paar Kilo zugelegt habe.“

© Youtube // VeryBerryCherry

Al Green - „Let’s Stay Together“

„Dieser Song wurde auf unserer Hochzeit gespielt. Er ist berührend, unglaublich passend für diesen ­Anlass. Ich wünschte, ich hätte ­dieses Hochzeitslied geschrieben, oder etwa eine Stripclub-Hymne – mit den Tantiemen hast du dann für immer ausgesorgt. Aber ich weiß nicht, ob mir so was überhaupt liegt. Und noch berühmter werde ich dadurch auch nicht. Für mich kann es eigentlich nur noch bergab gehen.“ (Lacht.)

© Youtube // maoriSHooRTiie

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03 2017 The Red Bulletin

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