Two Door Cinema Club

The Playlist: Two Door Cinema Club

Foto: Warner music

Das Trio aus Nordirland hat eine turbulente Reise hinter sich: Von peinlichen Bandcontest-Ergebnissen zur Eröffnung bei den Olympischen Spielen 2012. Jetzt verraten sie uns fünf Songs, die sie auf ihrem Weg inspiriert haben.

Die nordirische Indie-Rock-Band Two Door Cinema Club reitet auf der Erfolgswelle, aber das war nicht immer so. Mit 16 wurde das Trio, damals noch als Life Without Rory zugange, bei seinem ersten Bandcontest Letzter.

Erst der neue Name und das vielgelobte Debüt „Tourist History“ brachten den Durchbruch – und verhalfen Sänger Alex Trimble zum Solo-Auftritt bei der Olympia-2012-Eröffnung in London.

Während ihr drittes Album „Gameshow“ in den Startlöchern steht, nennt uns Bassist Kevin Baird fünf seiner Lieblingssongs.

The Specials: “A Message To You Rudy“

„Der Song weckt lebhafte Kindheitserinnerungen; damals saß ich bei meinem Vater im Auto auf dem Rücksitz. Er hatte, kein Scherz, gerade mal drei Kassetten: ‚October‘ von U2, ein Van-Morrison-Album und das The-Specials-Debüt. Ich weiß noch genau, ich sagte immer: ‚Bitte, Papa, spiel The Specials!‘ Ich liebte ihren Akzent und wie sie sangen, das war so cool und anders. Wegen des Posaunen-Solos lernte ich sogar Posaune.“

© YouTube // The Specials Official

At The Drive-In: “Rolodex Propaganda“

„Der Soundtrack meiner Jugend. Meine Bandkollegen Alex und Sam und ich wuchsen in einer kleinen Stadt in Irland auf, in die sich nie eine gute Band verirrte. Stattdessen sahen wir Videos von Rockbands wie At the Drive-In. Unsere Live-Performances sind von diesen Videos inspiriert. An diesem Song gefällt mir vor allem seine Energie und wie abgefahren er ist. Daran schaute ich mir einiges über das Songschreiben ab.“

© YouTube // erichawk14

Tom Petty: “I Won’t Back Down“

„Einer der besten Songwriter aller Zeiten. Sieht man an diesem Song – er baut auf und inspiriert, genau das brauchen wir heute. Es gibt viele Künstler, die ein Leben lang von den Erfolgen der Vergangenheit zehren. Nicht so Tom Petty. Er war immer ein großer Geschichtenerzähler, aber er hat sich im Laufe seiner Karriere nicht ständig wiederholt. Für mich ist er jemand, der seine Sache noch immer liebt, und das inspiriert mich sehr.“

© YouTube // TomPettyHrtbrkrsVEVO

Todd Terje: “Ragysh“

„Vor ein paar Jahren spielten wir auf einem Festival in den USA, danach legte James Murphy (LCD Soundsystem; Anm.) auf. Dieser Neun-Minuten-Track aus seinem Set hat mich förmlich umgehauen und den skandinavischen Space-Disco-Artist Todd Terje in meine Musikwelt gebracht. Tanzmusik in Höchstform. Oberflächlich tut sich nicht viel, aber wenn man die Scheibe im Club hört, steigert sie sich zur Unendlichkeit.“

© YouTube // Waddleofwigan

ANOHNI: “4 Degrees“

„Ich höre viel neue Musik, die ich bald wieder vergessen habe, aber dieser Song hat mich von Anfang an berührt. Ich liebe das elektronische Fundament und wie es ANOHNI schafft, über globale Erwärmung zu singen, ohne wie ein Prediger zu klingen. Der erfrischendste Protestsong seit ewig. Textlich geht unser neues Album in dieselbe Richtung: Wir sagen, was Sache ist, anstatt von Trennungen oder Fun, Fun, Fun zu singen.“

© YouTube // REBISMUSIC

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11 2016 The Red Bulletin

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