Alternative Filmenden: Diese Filme hätten ein anderes Ende verdient

Enttäuschung im Kinosaal: 
Diese Filme hätten ein anderes Ende verdient

Foto: Facebook/IamLegendMovie

Kommt bald das selbstbestimmte Filmende? Bei diesen Hollywoodhits hätten die Zuschauer gerne ein Wörtchen mitgesprochen.

Netflix macht sich auf, um erneut das Fernsehen zu revolutionieren. Wie „Daily Mail“ berichtet, arbeitet der Streaming-Gigant an einer Technologie, die es dem Zuschauer erlauben soll, über den Schluss eines Films zu entscheiden. Die Schauspieler würden demnach alternative Varianten drehen, beispielsweise ein Happy End oder ein offenes Ende, das eine Fortsetzung erlaubt.

Ein gewagter Plan, den es in ähnlicher Form schon bei Blu-ray-Specials zu einzelnen Filmen gibt, auf denen alternative Enden zur Kinofassung zu finden sind. Immerhin kann ein unpassendes Ende den ganzen Film ruinieren, unabhängig davon, wie gut er ansonsten gefallen haben mag.

Bei folgenden Filmen hätten die Zuschauer wohl gerne rechtzeitig den „Alternatives Ende“-Button gedrückt, denn sie sind mit ihrem unliebsamen Finale in die Geschichte eingegangen – VORSICHT, MASSIVE SPOILER!

  • Titanic
  • I am Legend
  • Planet der Affen
  • The Village
  • Sunshine
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Titanic (1997)

Das Ende: Eine der größten Lovestorys der Filmgeschichte, und dann so etwas? Erst wird die Romanze zwischen Rose (Kate Winslet) und Jack (Leonardo DiCaprio) langsam und überzeugend aufgebaut. Selbst als die Titanic zu sinken beginnt, wird das junge Liebespaar nicht getrennt, und die Hoffnung auf eine gemeinsame Zukunft geschürt. Doch dann der kalte Schock: Auf der rettenden Tür, die Rose über Wasser hält, ist nur Platz für einen – und Jack stirbt im eiskalten Ozean an Unterkühlung.

© youtube // ANGEL LOPEZ

Das hätten Zuschauer verdient: Wäre ein Happy End denn wirklich zuviel verlangt gewesen? Noch heute muss sich Regisseur James Cameron regelmäßig für das traurige Ende rechtfertigen, mit dem die Zuschauer so gar nicht einverstanden waren.

I am Legend (2007)

Das Ende: Protagonist Robert Neville (Will Smith) experimentiert an einer infizierten Frau, um die lang ersehnte Heilung gegen einen Virus zu finden, der die Menschen in untote Kreaturen verwandelt. Von außen versuchen jedoch haufenweise Infizierte, sich den Weg in sein Labor zu bahnen. Neville schafft es, den zwei anderen Überlebenden eine Probe mit dem Blut der Frau zu übergeben und sie in einer kleinen Kammer in Sicherheit zu bringen. Dann jagt er sich selbst und die Infizierten mit einer Handgranate in die Luft.

© youtube // PapaBless69

Das hätten Zuschauer verdient: Das Ende der Kinofassung wurde von vielen Fans als unnötiger Karacho-Abschluss eines sonst psychologisch und atmosphärisch sehr dichten Endzeitthrillers wahrgenommen. Viel besser kam ein alternatives Ende an, in dem Neville realisiert, dass die Infizierten keine seelenlosen Tiere sind, die es zu vernichten gilt. Stattdessen möchte der Anführer nur die entführte Frau zurückhaben. Neville gibt sie zurück, die Infizierten ziehen ab und er selbst begibt sich mit den beiden anderen Überlebenden zur Kolonie.

Planet der Affen (2001)

Das Ende: Tim Burtons Remake des Klassikers wurde von Publikum und Kritikern ohnehin nicht besonders positiv aufgenommen. Doch das seltsame Ende setzt dem Ganzen die Krone auf. Leo alias Mark Wahlberg reist durch einen elektromagnetischen Sturm zurück ins Jahr 2029, um sein normales Leben wieder aufnehmen zu können. Das hofft er zumindest. Am Lincoln Memorial angekommen, sieht er statt des Präsidenten jedoch ein Denkmal des Affen-Generals Thade, und jeder in seiner unmittelbaren Umgebung ist ein Affe. Das Problem: Thade war eigentlich besiegt, es muss Leo also in eine Art Paralleluniversum verschlagen haben.

Das hätten Zuschauer verdient: Das Ende des Originalfilms hätte man kaum besser schreiben können: Charlton Heston entdeckt, dass der Planet der Affen tatsächlich die Erde ist. Offenbar orientierte sich Tim Burton jedoch stärker an der Romanvorlage und verlegte sich somit auf den seltsamen und für den Zuschauer nur schwer nachvollziehbaren Twist.

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The Village – Das Dorf (2004)

Das Ende: Es stellt sich heraus, dass die Dorfältesten das Mysterium rund um die menschenjagenden Monster nur kreiert haben, um das Dorf in Isolation zu belassen und die Bewohner gefangen zu halten. Der Film spielt nämlich in unserer Gegenwart und keinesfalls im 19. Jahrhundert oder einer Fantasywelt.

© youtube // wXTubing

Das hätten Zuschauer verdient: Das Ende überschüttet den Zuschauer ein bisschen wie ein Schwall kaltes Wasser: Nach all dem Grusel und Grauen und der wunderbar düsteren Atmosphäre zerstört es den Zauber der nur scheinbar fiktiven Welt. So ziemlich jede Erklärung wäre besser gewesen als die besagte.

Sunshine (2007)

Das Ende: Das Sci-Fi-Drama von Danny Boyle gilt eigentlich als Kultklassiker – wenn, ja wenn da nicht der seltsame dritte Akt wäre, der aus „Sunshine“ urplötzlich einen blutigen Splatterfilm macht. Ging es eben noch um den Untergang der Sonne und die Zukunft der Menschheit, kämpfen unsere Protagonisten an Bord der Icarus II. nun um ihr Überleben: Der verrückt gewordene Captain der gescheiterten Icarus I. ist zurückgekehrt und bringt in einem mörderischen Rausch beinahe alle um. 

© youtube // domarac2

Das hätten Zuschauer verdient: Als der Sauerstoff ausgeht und klar wird, dass es nicht alle Crewmitglieder zurück auf die Erde schaffen werden, hätte der Film die Frage nach dem Opfer für die Menschheit durchspielen können – aber auf die ernsthafte Weise, so wie „Sunshine“ auch angefangen hat.

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03 2017 The Red Bulletin

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