Street Fighter

Diese Retro-Games wollen wir wiederhaben

Foto: YouTube/OShadowJake0

Früher war die Welt einfach: Dann und wann ein neues Lieblings-Videospiel, schon ging die Post ab und es blieb lange dabei. Die folgenden Klassiker hätten wir gerne wieder – unverändert bitte! 

Wer Anfang der 80er den ersten Videospiel-Boom miterlebt hat, wird sie nie vergessen können: eine Armada von einfach gestrickten aber dennoch einfallsreichen Rennspielen, Jump ’n’ Runs oder Shoot-‘em-ups mit Suchtpotenzial. Zumeist kamen diese Klassiker als Arcade-Spiele heraus und wurden anschließend für verschiedene Spielplattformen umgesetzt. War ein Game erfolgreich, folgten zig Klone, weitere Teile oder angepasste Versionen des Originals.

Für den puren Spielspaß völlig unnötig: Diese 5 Arcade-Knaller waren so gut, dass wir sie ganz und gar unverändert für die aktuellen Spielkonsolen wiederhaben wollen.

  1. Out Run
  2. Donkey Kong
  3. Space Invaders
  4. Pac-Man
  5. Street Fighter

Out Run

Das Rennspiel von Sega schockt noch heute, Punkt. Ein Ferrari-Cabriolet mit einer Blondine auf dem Beifahrersitz; vom Coconut Beach aus geht es in die Walachei, um an vier Checkpoints je fünf Rennabschnitte in einem bestimmten Zeitlimit abzuhaken. Für das Erscheinungsjahr 1986 ein innovatives Feature: Nur der erste Rennabschnitt ist gesetzt, bei den weiteren Etappen kann der Fahrer aus zwei Streckenvarianten wählen – so sah in den Mitt-80ern die große Videospielfreiheit aus.

Weitere Stärken: gelungene Hintergrundmusik und eine Grafik, die den Spieler den Speed nachfühlen ließ.

Nerd-Wissen: Die drei Musikstücke, die der Spieler über das Radio des Ferrari auswählen konnte, heißen: „Passing Breeze“, „Magical Sound Shower“ und „Splash Wave“.

© YouTube // Media Pool

Donkey Kong

Mal eben ein neues Genre in die Welt setzen, dieses Kunststück gelang Nintendo mit Donkey Kong, das 1981 zum Vorreiter unendlich vieler weiterer Jump ’n’ Runs wurde.

Die Story: Ein Gorilla hat die Freundin seines Herrn Jumpman entführt. Der Spieler steuert nun die Figur Jumpman, die später zu Mario wurde, und muss vier verschiedene Level bewältigen, um seine Süße zurückzukriegen.

Die Schwierigkeiten: Fässer und andere Objekten, die übersprungen oder vermieden werden müssen. Per Joystick geht es nach links und rechts und an den Leitern nach oben, gesprungen wird per Knopfdruck. Entwickler Shigeru Miyamoto nannte sein Baby Donkey Kong, weil er die Sturheit und den Eigensinn des Gorillas mitschwingen lassen wollte. Eigenschaften, die sonst mit Eseln, im Englischen „donkey“, verbunden werden. Der Name gefiel dem Hersteller zunächst nicht, aber man beließ es dabei. 

Nerd-Wissen: Eigentlich sollte Miyamoto, der vorher noch nie ein Game entwickelt hatte, ein Popeye-Spiel erschaffen. Die Firma verlor kurz vor der Veröffentlichung jedoch die Rechte an der Figur, woraufhin der Spieledesigner sein eigenes Ding entwickeln durfte.

© YouTube // Carls493

Space Invaders

Der Fixed Shooter Space Invaders erschien 1978 und ließ als eines der ersten farbigen Arcade-Spiele überhaupt das Interesse für Videospiele explodieren. Der Spieler steuert eine Kanone am unteren Bildrand nach links und rechts und kann als Deckung Blöcke nutzen, die nach und nach zerschossen werden. Von oben bewegen sich mehrere Reihen Aliens nach unten, die ebenfalls horizontal unterwegs sind und auf den Spieler feuern. Gelingt es einem Angreifer, neben der Kanone zu landen, verliert der Spieler ein Leben. Taucht ein Bonus-Raumschiff auf und der Spieler räumt es ab, erhält er zusätzliche Punkte. 

Nerd-Wissen: Space Invaders schlug in den japanischen Spielhallen ein wie eine Bombe. Es wurde so ausufernd gespielt, dass im ganzen Land die 100-Yen-Münzen knapp wurden.

© YouTube // Laoch111

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Pac-Man

1980 brachte Namco in Japan unter dem Namen „Puck Man“ ein Maze-Game heraus, das zum bekanntesten Arcade-Spiel aller Zeiten wurde. In den USA erschien die spätere Legende als „Pac-Man“, da die Angst bestand, das „Puck“ könnte zu einem nicht ganz unbekannten englischen Schimpfwort umgemodelt werden. Per Joystick steuert der Spieler seine Figur Pac-Man durch ein Labyrinth und muss dabei Punkte fressen. Da einem ständig Gespenster auf den Fersen sind, gibt es sogenannte Kraftpillen, die den Spieß umdrehen: Hat Pac-Man die Teile intus, kann er eine Zeit lang die nun anders eingefärbten Gespenster auffressen. Weitere Symbole wie Kirschen bringen Extrapunkte, sind sie alle gefressen, wartet der nächste Level, in dem alles schneller wird. Auch wenn es anders geplant war – „Split-Screen-Level 256“ ist unlösbar.

Grund ist ein Bug: Der linke Teil des Bildschirms zeigt den üblichen Teil des Labyrinths, während im rechten Buchstaben und Symbole zu sehen sind. In der linken Spielhälfte existieren nicht genug Punkte, um den Level abzuschließen.      

Nerd-Wissen: Der ursprüngliche Name „Puck Man” geht zum einen auf „paku paku“ zurück, eine japanische Lautmalerei für „immer wieder den Mund auf- und zumachen“. Zum anderen hat die Hauptfigur die Gestalt eines Eishockeypucks.

© Youtube // Kanal von bobamaluma 

Street Fighter

Endlich mal dem anderen ganz befreit und ohne größere Folgen auf die Zwölf hauen – diesen Traum machte 1987 Capcom mit seinem Beat ’em up-Klassiker Street Fighter wahr. Brachte die erste Version noch nicht den großen Hype, kam mit Street Fighter II ein neues Spielsystem mit „Special-Moves“, das endlich so richtig rockte. Grund war die Möglichkeit für erfahrene Zocker, nun auch komplexere Kampf-Moves auszuführen, sobald bestimmte Kombis mit Joystick und Kreuz gedrückt wurden.

Acht Fighter konnten gespielt werden: 

  1. Ryu
  2. Ken
  3. Blanka
  4. Zangief
  5. Dhalsim
  6. Guile
  7. E. Honda
  8. Chun-Li

Nerd-Wissen: Die vier Bossgegner hießen Balrog, Vega, Sagat und M. Bison.

© YouTube // Game Archive

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08 2016 The Red Bulletin

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