5 verrückte Momente der Grammy-Verleihung

Grammys: Die verrücktesten Momente aller Zeiten

Foto: Getty Images / Steve Granitz / contributor

Riesige Eier auf dem Roten Teppich, Soja-Bomben auf der Bühne und ein zynischer Billy Joel. 5 Grammy-Momente, die in die Geschichte eingingen.

Jedes Jahr ist die Produktionsabteilung der Grammys monatelang damit beschäftigt, jeden Moment des größten Events der Musik-Industrie minutiös durchzuplanen. Und - Ehre wem Ehre gebührt - normalerweise läuft bei den Live-Auftritten und Dankesreden auch alles wie erhofft. Umso spezieller sind deswegen jene Momente, in denen etwas Unvorhergesehenes geschieht.

In Vorfreude auf die diesjährige Grammy-Award-Verleihung - 5 legendäre Momente aus der 57-jährigen Geschichte.

Record Bird: Release-Revolution im Musik-Business

„Wir sind der Meinung, dass die Musikpromotion de facto kaputt ist. Die Branche hat sich Kanäle wie Facebook und YouTube aufgebaut, steht jetzt aber vor dem Problem, dass diese Kanäle als Gatekeeper auftreten. Sie bestimmen, was an Information zum Fan durchsickert und was nicht", kennt Mahringer die Nachteile dieser Abhängigkeit.

Bob Dylan

© YouTube // DylanRadio

Während der Verleihung 1998 performte Bob Dylan seine neue Single „Love Sick“ in der für ihn typischen stoischen Art. Plötzlich tauchte neben ihm ein wild gestikulierender Mann auf, der sich die Worte „Soy Bomb“ auf die Brust geschrieben hatte. Die Securitys brauchten fast 40 Sekunden, um den Tänzer von der Bühne zu schaffen und dem sichtlich verwirrten Dylan wieder das alleinige Rampenlicht zu gewähren.

Später stellte sich heraus, dass es sich bei dem „Störenfried“ um einen respektierten Performance-Künstler handelte, der einfach nur die Worte „Soja-Bombe“ - keinen Protest-Slogan sondern ein aus zwei Worten bestehendes Gedicht - mit der Welt teilen wollte.

Stevie Wonder

Während der 1976er-Awards war Stevie Wonder gerade in Nigeria. Daher wurde eine Satelliten-Verbindung aufgesetzt, um den blinden Künstler für sein Meisterwerk „Songs in the Key of Life“ zu ehren. 

Nachdem Wonder vor dem Publikum auf dem Screen erschienen war, begrüßte ihn Gastgeber Andy Williams mit den Worten „Stevie, kannst du uns nun sehen?“ Dieser Fauxpas, von dem es leider kein Videomaterial gibt, sollte Williams‘ letzter Auftritt als Grammy-Host bleiben.

Frank Sinatra

© YouTube // Chad Erickson

1994 wurde der damals 78-Jährige mit dem prestigeträchtigen „Legend Award“ ausgezeichnet. Nach einer langen Laudatio durch Bono waren viele erstaunt, als Sinatras Dankesrede von den TV-Produzenten zugunsten von Werbung abgekürzt wurde.

Verständlicherweise hat die „National Academy of Recording Arts and Sciences“ diesen Clip nie veröffentlicht. Daher konzentrieren wir uns auf den Auftritt von Billy Joel unmittelbar nach dem Skandal. Mitten in seiner Darbietung von „River of Dreams“ pausierte er für mehrere Sekunden und schoss den zynischen Kommentar „Wertvolle Werbezeit geht vorüber. Dollars, Dollars, Dollars“ hinterher. Tja, man unterbricht einen Frank Sinatra eben nicht einfach so.

Lady Gaga

Lady Gaga ist zweifelsohne eine Expertin im Aufmerksamkeit auf sich Ziehen. Aber selbst ihr legendäres Fleisch-Outfit ist nichts im Vergleich zu ihrem Einzug zu den Grammy Awards im Jahr 2011. Die Sängerin verbarg sich in einem großen Ei und wurde von vier Männern in gelben Boxershorts über den Roten Teppich getragen.

Warum das Ganze? Sie verbrachte 72 Stunden vor der Show in dem Ei, „um richtig über die Bedeutung (des Songs, „Born this way“, Anm.) nachzudenken und sich auf ihren Auftritt einzustimmen“, erzählte sie Radio-Moderator Ryan Seacrest nach der Show. „Ich wollte wirklich auf der Bühne geboren werden.“

Adele

© YouTube // Peter Jackman

Die britische Sängerin war auf dem Weg, ihren Award für „Beste Pop-Künstlerin 2013“ entgegenzunehmen, als plöztlich ein mysteriöser Mann im Anzug auf der Bühne stand. Am Mikrophon angekommen, verkündete er: „Es ist eine große Ehre, diesen Award zu bekommen. Ich liebe Dich, Adele.“ Die Präsentatoren Jennifer Lopez und Pitbull retteten die Situation aber geistesgegenwärtig, indem sie den Mann diskret hinter die Bühne komplimentierten.

Bei dem „Award Crasher“ handelte es sich übrigens um einen Journalisten aus der Ukraine, der sich mit derartigen Aktionen bereits einen Namen gemacht und Persönlichkeiten wie Brad Pitt oder Will Smith erfolgreich einen Streich gespielt hatte.

Klicken zum Weiterlesen
02 2016 redbulletin.com

Nächste Story