Captain America: Civil War

Kino-Vorschau:
Diese Filme laufen im April

Text: Christoph Stachowetz und Marco Rauch
Bild: Marvel

Nach „Batman v Superman“ kommt es zur nächsten Superhelden-Konfrontation im Kino. „Captain America: Civil War“ ist aber nur ein Highlight in diesem Monat. Wer will, kann es auch gemütlicher angehen. Oder eben „Hardcore“.

Wie schon die Monate zuvor ist auch der April von Blockbustern nur so übersät: Neben bombastischem Actionkino in Form der Marvel-Comic-Verfilmung „The First Avenger: Civil War“, dem nicht weniger aufwändig umgesetzten „Gods of Egypt“ oder auch dem Ego-Shooter-gleichen „Hardcore“ finden sich aber auch mehrere Schmankerl wie das Martial-Arts-Epos „Ip Man 3“ oder das Indie-Drama „Midnight Special“ für anderweitig interessierte Kinobesucher. Wir haben wie immer einen Überblick über die kommenden Film-Highlights zusammengestellt.

 

„The Huntsmen & The Ice Queen“ kann seit 7. April in den Kinos bewundert werden.

© Universal Pictures Germany // YouTube

The Huntsman & The Ice Queen (Start 7.4.)

Scheinbar braucht so gut wie jede Figur eine Vorgeschichte. Dramaturgisch gesehen stimmt das auch, aber muss auch gleich wirklich jede Backstory zu einem Prequel gemacht werden? Ob man will oder nicht, Charlize Theron bekommt als böse Königin aus „Snow White and The Huntsman“ nun ihre eigene filmische Entstehungsgeschichte spendiert. Wieder mit dabei ist auch Chris Hemsworth, neu mit von der Partie sind Emily Blunt und Jessica Chastain. Dabei ist vor allem interessant, dass die genannten Powerfrauen gegen Theron in den Krieg ziehen, was auf einige nette Metzeleien deuten dürfte. Wir sind jedenfalls recht gespannt, ob das Wegrationalisieren von Kristen Stewarts wortwörtlich zu nehmenden Schlafzimmer-Blick eine gute Entscheidung der Produzenten war.

„Ip Man 3“ läuft seit 7. April im Kino.

© Zero Media // YouTube

Ip Man 3 (Start: 7.4.)

Der legendäre Wing-Chun-Großmeister und Lehrer von Bruce Lee,  Ip Man (Donnie Yen), prügelt sich nun ein letztes, mittlerweile drittes Mal über die Leinwand. Wenn dann auch noch der ehemals “Baddest Man on the Planet”, ein gewisser “Iron” Mike Tyson einen der Bösewichte spielt, dann sollte man sich diese Prügelei schon zu Gemüte führen - alleine wegen des Aufeinanderprallens zweier derart unterschiedlicher Kampfstile. Erneut dominiert die erfolgversprechende Formel aus ruhigen Momenten, die nur von großartig choreographierten Kampfsequenzen unterbrochen werden wollen. Hauptdarsteller Donnie Yen hat sein Handwerk und seine stoische Miene nicht verlernt. Ob der Film mehr Fanservice als ernstzunehmendes Actionspektakel darstellen soll, muss wohl von jedem Zuseher selbst abgewogen werden.

„Midnight Special“ kann man seit 8. April in den Kinos bewundern.

© Warner Bros. DE // YouTube

Midnight Special (Start: 8.4.)

Ein Vater (Michael Shannon) beschützt seinen Sohn vor der buchstäblichen ganzen Welt, denn hinter dem, mit übernatürlichen Fähigkeiten ausgestatteten Buben ist tatsächlich die ganze Welt her. Die Regierung, um Experimente mit ihm zu machen und die Bevölkerung, um ihn anzubeten oder zu verteufeln - je nachdem. Regisseur Jeff Nichols, der sich ja schon mit Take Shelter ein wenig in mysteriöse Gefilde und Besessenheiten vorgewagt hat, wählt nun das allseits beliebte Superhelden-Genre (in gewisser Weise) und verschafft sich zur Thematik einen komplett anderen Zugang. Dabei ist das Thriller-Drama sicher weniger für die eingesessenen Fans von Superhelden-Materialschlachten gedacht, sondern eher für das Publikum von leiserer Unterhaltung. Kurz gesagt: weniger Action, mehr Drama.

Ab 14. April ist „The Jungle Book“ auf den Leinwänden zu sehen.

© Disney Deutschland // YouTube

The Jungle Book (Start 14.4.)

Wem der Disney-Klassiker noch ein Begriff ist, der kennt auch Balus weisen Ratschlag, es mal mit Gemütlichkeit zu probieren. Gemütlich geht es im Remake weniger zu, dafür stehen große Gefühle, epische Spannung und natürlich Spezial-Effekte und Motion-Capturing bis zum Abwinken im Vordergrund. So oder so ist es ein erfreuliches Wiedersehen mit Mogli, Balu und Kollegen, die durch den Dschungel schwingen und den Zuschauer in eine fremde Welt entführen. Natürlich ist der Film nicht nur für die Großen geeignet, sondern auch für die Kleineren unter uns, die vielleicht das Original noch gar nicht kennen und hier ihre erste Begegnung mit den Figuren und ihren Abenteuern erleben werden.

„Hardcore“ gibt es ab 14. April in den Kinos zu sehen.

© STX Entertainment // YouTube

Hardcore (Start: 14.4.)

Ein First-Person-Non-Stop-Action-Nonsense-Verfolgungsjagd-Spektakel? „Hardcore“ (oder auch bekannt als „Hardcore Henry“) Klingt nach Crank, nur halt mit einer anderen Kameraführung. Aber egal: Wer sich schon mal gefragt hat, wie sich denn die einzig akzeptablen Szenen in der Videospielverfilmung Doom von 2005 (übrigens mit The Rock und Karl Urban) - also die aus der Ego-Perspektive gefilmte Actionsequenz - in Spielfilmlänge machen könnten, bekommt mit diesem Action-Wahnwitz von Film die Antwort. Eine dezent futuristische Rahmenhandlung und ein in die Schranken zu weisender Superbösewicht, der auch noch die Liebelei des Protagonisten entführt hat (oder vielleicht doch nicht?), geben nicht allzu große Hoffnung auf einen intellektuell anspruchsvollen Kinoabend - die internationale Kritik zeigt sich jedoch angesichts der großartigen Action begeistert. Sicherlich gerade deshalb vor der großen Leinwand sehenswert.

Ab 21. April läuft „Gods of Egyptin den Kinos.

© Concorde Movie Lounge // YouTube

Gods of Egypt (Start: 21.4.)

Nach dem Kampf der Titanen dürfen jetzt auch die ägyptischen Götter endlich über die Leinwand toben. Dass mit Gerard Butler und Nikolaj Coster-Waldau nicht unbedingt “Parade-Ägypter” für die Hauptrollen besetzt sind, mag etwas irritierend sein, zumindest für allzu penible Zuschauer. Alle anderen schauen sich den Film ohnehin nicht wegen seiner “politischen Korrektheit”, seiner Aussage oder Thematik an, sondern um ordentlich die Fetzen fliegen zu sehen. Da muss es krachen und zu epischen Kämpfen kommen. So stellt man sich Götter vor, gigantische Männer, die sich gegenseitig prügeln und dabei alles menschliche in Schutt und Asche legen. Wo bleiben die Tempel und Kirchen für diese martialischen Gottesgeschöpfe?

„The First Avenger: Civil War“ ist ab 28. April in den Kinos zu sehen.

© Marvel Deutschland // YouTube

The First Avenger: Civil War (Start: 28.4.)

Seit dem ersten Trailer zu „The First Avenger: Civil War“ (Originaltitel: „Captain America: Civil War“) kann man das aufeinandertreffen zwischen Captain America (Chris Evans) und Iron Man (Robert Downey Jr.) kaum noch erwarten. Mit diesem Film beginnt nun die epische Marvel-Saga um den Kampf zwischen den Superhelden. Denn nachdem ein Gesetz den Helden untersagt, weiterhin eine geheime Identität zu haben und ihnen vorschreibt, entweder ihre Masken abzulegen und sich registrieren zu lassen oder das Heldendasein hinter sich zu lassen, kommt es zum Kampf der Ideologien. Während Iron Man ohnehin keinen Hehl aus seiner wahren Person macht, sieht Captain America die Sache etwas anders. Immerhin kennt er ein totalitäres Regime (und deren Anfänge) aus eigener Erfahrung. Er weigert sich dem Gesetz Folge zu leisten und gilt fortan als Gesetzloser. Während sich die einen Helden auf Captain Americas Seite schlagen, verbünden sich andere mit Iron Man und es kommt, wie es kommen muss: zu einem hoffentlich unterhaltsamen, actionreichen Film, den die Trailer auch versprochen haben.

„Ratchet und Clank gibt es ab 29. April im Kino zu sehen.

© Constantin Film // YouTube

Ratchet und Clank (Start: 29.4.)

Die beiden beliebten Playstation-Helden bestreiten ihr erstes Kinoabenteuer. Der mutige Lombax Ratchet und der gewiefte (und auch ein wenig zynische) Roboter Clank müssen also diesmal ganz ohne die Hilfe eines Spielers und seines allmächtigen Controllers die Welt vor dem Bösen retten. Im besten Fall bleibt der Humor der Spiele erhalten und man bekommt ein animiertes Abenteuerspektakel geboten, das die Fans zufriedenstellen und sicherlich auch den ein oder anderen neuen Fan gewinnen wird. Also kann man sich diesmal einfach im Kinosessel zurücklehnen und das Abenteuer der beiden als Zuschauer genießen.

„Ein Hologramm für den König“ startet am 29. April in den Kinos.

© xverleih // YouTube

Ein Hologramm für den König (Start: 29.4.)

Tom Hanks und Tom Tykwer vereinen ihre Talente, um Dave Eggers Roman auf die Leinwand zu bringen. Ein gescheiterter Geschäftsmann versucht seine finanziellen Fehler und Probleme auszubügeln, indem er nach Saudi Arabien fliegt und dort einem reichen “König” seine Ideen verkauft. Natürlich entsteht daraus ein Kulturschock (wohl in gewisser Weise für beide Seiten) sondergleichen und Tom Hanks sieht sich, zumindest emotional, ähnlich gestrandet wie schon in „Cast Away“. Sein damaliger Freund Wilson wird ihm diesmal aber sicher nicht zur Hilfe eilen und ihn emotional aufbauen, stattdessen stehen ihm aber der talentierte Ben Whishaw und Tom Skerritt zur Seite - gut, ob die beiden Wilson kompensieren können, ist vielleicht fraglich, aber immerhin sollte für ein ordentliches Drama gesorgt sein.

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04 2016 Pressplay für The Red Bulletin

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