Kinostarts: Die besten Filme im Januar

Kinostarts: Die besten Filme im Januar

Text: Marco Rauch
Foto: Studiocanal

Neues Jahr - neue Kinotipps: Diese Filme sollten Cineasten im Januar auf ihrer Liste haben.

Matt Damon kämpft in „The Great Wall“, während Andrew Garfield in „Hacksaw Ridge“ die Waffen verweigert. Ryan Gosling und Emma Stone tanzen und singen sich in „La La Land“ in die Herzen der Zuschauer und in Split taucht man in den Kopf von James McAvoy ein. Ein vielfältiger Start ins neue Film-Jahr.

Darüber hinaus gibt es die Rückkehr von …

  • Vin Diesel als Xander Cage
  • Milla Jovovich nach Raccoon City
  • Mel Gibson als Star-Regisseur
  • ​Jackie Kennedy
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Die 10 besten Filme des Monats

„Passengers“ ist ab 5. Januar im Kino zu sehen.

© YouTube // SonyPicturesGermany

Passengers (Start: 5.1.)

Ein riesiges Kolonie-Raumschiff. Die Besatzung ist im Tiefschlaf. Die ganze Besatzung? Nein, ein Mann (Chris Pratt) wacht leider Jahrzehnte zu früh auf und stellt sich der Einsamkeit. Zumindest so lange, bis es ihm langweilig wird. Und was dann? Dann sieht man sich mal die restliche Besatzung an und wenn man das Glück hat, dass eine der weiblichen Passagiere Jennifer Lawrence ist, dann weckt man sie natürlich auf - egal, ob sie will oder nicht, sie darf jetzt die Einsamkeit vertreiben. Aber keine Sorge, „Passengers“ ist nicht „The Shining“ im Weltall, sondern eine Sci-Fi-Liebesromanze - ganz klar.

Wann Wohnen auf dem Mars möglich ist

„In den nächsten Jahrzehnten wird die NASA menschliches Leben jenseits der Erde möglich machen. Wir arbeiten daran, dass Menschen fernab unseres Planeten für längere Zeit arbeiten, lernen und nachhaltig leben können", heißt es in dem Bericht. Erwarte aber bloß keinen Kurzaufenthalt dort oben. Es gibt auch keine Anschlussflüge, um die Reise in mehrere Etappen aufzudröseln.

„The Great Wall“ läuft am 12. Januar in den Kinos an.

© YouTube // Universal Pictures Germany

The Great Wall (Start: 12.1.)

Also gleich mal zur Beruhigung, in „The Great Wall“ geht es nicht im Donald Trumps angekündigtes “Bauprojekt”, sondern der Film spielt im China des 15. Jahrhunderts - und mit der großen Mauer ist natürlich die Chinesische Mauer gemeint. Eigentlich geht es um einen Söldner (Matt Damon), der in China nach Schießpulver sucht, stattdessen aber in die größte Schlacht seines Lebens stolpert. Wer hätte auch ahnen können, dass die Chinesen ihr Schießpulver nicht so einfach rausrücken?

Am 13. Januar erobert „La La Land“ die Kinosäle.

© YouTube // STUDIOCANAL Germany

La La Land (Start: 13.1.)

Filmemacher Damien Chazelle bleibt nach dem grandiosen „Whiplash“ dem musikalischen im Film treu und liefert mit „La La Land“ einen Film ab, der schon jetzt als einer der schönsten des Jahres bezeichnet wird - und auch wieder mit Musik zu tun hat. Es geht um eine Schauspielerin (Emma Stone) und einen Jazzpianisten (Ryan Gosling), die in Los Angeles um die Verwirklichung ihrer Träume und um ihre aufkeimende Liebe kämpfen, denn gerade der gnadenlose Erfolgsdruck stellt die beiden auf eine harte Probe. Selbst für diejenigen, die normalerweise keine Musicals wollen, gilt Chazelles Beitrag zu dem Genre als absolut sehenswert.

„Die Hölle“ läuft ab 19. Januar in den (österreichischen) Kinos.

© YouTube // AllegroFilm

Die Hölle (Start: 19.1.)

Weil es einfach so selten ist: ein österreichischer Psycho-Thriller, der auch wirklich spannend und unterhaltend sein soll, fernab von Arthouse- und Kunstkino. Stefan Ruzowitzky präsentiert uns „Die Hölle“ - oder, wie er sie sich vorstellt. Nämlich als eine Taxifahrerin (Violetta Schurawlow), die auf der Abschussliste eines psychopathischen Serienmörders steht. Und der einzige, der ihr zur Seite steht, ist ein zynischer - gibt es denn noch andere? - Polizist (Tobias Moretti).

Ab 19. Januar im Kino: „xXx - Die Rückkehr des Xander Cage“

© YouTube // ParamountPicturesGER

xXx: Die Rückkehr des Xander Cage (Start: 19.1.)

Endlich ist er wieder da. Wie lange mussten wir denn darauf warten. Die Vorfreude kennt keine Grenzen mehr. Ja, genau, die Rede ist natürlich von Xander Cage aka Vin Diesel. Der Mann, der nach so langer Zeit und sehnsuchtsvollem Warten wieder als Extremsportler und Superagent wider Willen alle Schurken zur Strecke bringt. Der die Welt rettet, besser kämpft als Jason Bourne, besser liebt als James Bond und überhaupt einfach der coolste Hund auf diesem und jedem anderen Planeten ist. Dem ohnehin niemand das Wasser reichen kann und der jede Situation so emotionslos und gelassen meistert, dass man nie auch nur eine Sekunde dem Irrglauben verfallen könnte, er hätte sich in Gefahr befunden. Oder der Film würde auch nur irgendeine Art von Spannung erzeugen. Ja, endlich ist er wieder da.

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„Manchester by the Sea“ ist ab 19. Januar im Kino zu sehen.

© YouTube // Universal Pictures Germany

Manchester by the Sea (Start: 19.1.)

Ein auf Festivals hochgelobtes Drama findet den Weg in unsere Kinos. Kenneth Lonergans (Drehbuch und Regie) „Manchester by the Sea“ erzählt von einem schweigsamen Klempner (Casey Affleck), der sich nach dem Tod seines Bruders (Kyle Chandler) um dessen 16-jährigen Sohn (Lucas Hedges) kümmern muss. Die Rückkehr in seine Heimat Manchester fördert jedoch unverarbeitete Gefühle zutage und wird für den Klempner zu einer emotionalen Berg- und Talfahrt, in der er sich nicht nur seiner Vergangenheit und ungelösten Konflikten stellen muss, sondern auch klären muss, wie es in Zukunft weitergeht.

„Resident Evil - The Final Chapter“ läuft ab 26. Januar in den Kinos.

© YouTube // Constantin Film

Resident Evil - The Final Chapter (Start: 26.1.)

Der neue „Resident Evil“-Teil nennt sich zwar „The Final Chapter“, man sollte sich aber nicht zu früh freuen, denn ein Versprechen ist das ja noch lange nicht. Tja, was lässt sich zum Film sagen? Alice (Milla Jovovich) kommt wieder nach Raccoon City und kämpft abermals gegen Zombies, Monster und ganz sicher auch den ein oder anderen menschlichen Widersacher. Aber kein Grund zur Sorge, Alice ist ja ebenfalls eine übermenschliche Killermaschine (wer glaubt eigentlich, dass ein Protagonist, der seinen Antagonisten überlegen ist, auch nur in irgendeiner Weise für Spannung sorgt?) und vielleicht sogar das gefährlichste Monster überhaupt. Das wäre ja mal ein Twist. Am Schluss stellt sich heraus, dass sie eigentlich die ganze Zeit die Ursache allen Übels war. Aber so weit wird sich das finale „Resident Evil“-Kapitel wohl nicht aus dem Fenster lehnen.

Ab 26. Jänner zu sehen: „Split“

© YouTube // Universal Pictures Germany 

Split (Start: 26.1.)

Der Name M. Night Shyamalan war lange Zeit verschrien. Nach einem grandiosen Karrierestart ging es mit dem Regisseur die letzten Jahre stetig bergab und jeder Film erreichte neue Tiefpunkte seiner sterbenden Laufbahn. Angeblich soll sich das mit „Split“ nun ändern. James McAvoy leidet an einer multiplen Persönlichkeitsstörung. Ist ja an sich schon schlimm genug, blöd nur, dass McAvoy auch ein psychopathischer Killer ist, oder zumindest einer der vielen McAvoys in dem Film. Während er also einerseits brav in Behandlung geht, hält er andererseits drei Teenager gefangen und zeigt ihnen all seine unterschiedlichen Persönlichkeiten, die am Ende, so heißt es laut Trailer, sich vereinen werden zu einem ultimativen Monster. Die Handlung klingt spannend und McAvoy brilliert zumindest in den ersten Filmausschnitten - aber abwarten ob Shyamalan es nicht trotzdem noch in den Sand setzt.

Ab 27. Januar in den Kinos zu sehen: „Hacksaw Ridge“

© YouTube // Universum Film

Hacksaw Ridge - Die Entscheidung (Start: 27.1.)

Ein Pazifist meldet sich zum Krieg. Könnte der Anfang eines bösartigen Witzes sein, wird in den Händen von Mel Gibson jedoch erst recht zu einem martialischen, blutigen Schlachtenepos. Als Schauspieler konnte sich Mel Gibson ja mit „Blood Father“ wieder rehabilitieren, ob ihm das auch als Regisseur mit „Hacksaw Ridge - Die Entscheidung“ gelingt, davon kann man sich bald selbst ein Bild davon machen. Fest steht, dass sich der „Braveheart“-Macher einer Geschichte annimmt, die auf wahren Begebenheiten basiert - aber gut, das heißt in Hollywood nicht viel und ist meist nur ein Marketingargument und sonst nichts.

„Jackie“ kommt am 27. Januar in die Kinos.

© YouTube // TobisFilmclub

Jackie (Start: 27.1.)

„Jackie“ ist jetzt nicht als Sequel zu Oliver Stones „JFK - Tatort Dallas“ zu verstehen, auch wenn der Streifen mit Natalie Portman in der Hauptrolle als Jackie Kennedy in den Tagen nach dem Attentat angesiedelt ist. Im Gegensatz zum Polit-Thriller von Stone geht es hier jedoch um die persönlichen und emotionalen Konflikte der Gattin, die mit dem öffentlichen Mord ihres Mannes umgehen muss. Also diesmal keine Verschwörungstheorien, sondern ein Biopic.

Pressplay
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12 2016 Pressplay für The Red Bulletin

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