Kino-Vorschau für März: Die besten Filme des Monats

Kinostarts: Die besten Filme im März

Text: Marco Rauch
Foto: Studiocanal

Von „Moonlight“ über „Logan“ bis hin zu den neuen „Power Rangers“. Der Kino-März zeigt sich facettenreich. Wir sagen dir, welche Filme du auf dem Radar haben solltest.

Der März gestaltet sich filmisch vielseitig: Ob große potenzielle Blockbuster wie „Kong: Skull Island“, „Power Rangers“ oder „Ghost in the Shell“. Oder lieber Oscarfilme wie „Moonlight“, „The Salesman“ und „Die Rote Schildkröte“. Es ist alles dabei.

Und zusätzlich gibt es noch …

  • Hugh Jackman das letzte Mal in seiner Paraderolle
  • Die Rückkehr eines Kultfilms
  • Neues von Martin Scorsese
  • u.v.m.

 Da wirst du in diesem Monat wohl öfter ins Kino müssen.

Klicken zum Weiterlesen
Die 11 besten Filme des Monats

„Logan - The Wolverine“ läuft ab 2. März im Kino.

© YouTube // FoxKino

Logan - The Wolverine (Start: 2.3.)

Angeblich der letzte Auftritt von Hugh Jackman als Wolverine - und das ist durchaus mit Wehmut zu betrachten, denn mal ganz ehrlich, der Australier war schon eine perfekte Besetzung für die Figur des wilden Einzelgängers im Team der X-Men. Aber im Gegensatz zu seinem filmischen Alter Ego wird Jackman doch älter (zumindest weitaus schneller als der Superheld mit dem enormen Heilfaktor und verlangsamter Alterung). Doch worum geht es in „Logan - The Wolverine“? Teils basierend auf der Comicreihe “Old Man Logan” muss ein gealterter und verhärmter Wolverine ein junges Mädchen, eine Mutantin beschützen. Könnte nicht nur im Actionbereich top sein, sondern auch von der Dramatik eine Wucht werden. 

Kinostart für „Silence“ ist der 3. März.

© YouTube // Concorde Movie Lounge

Silence (Start: 3.3.)

Martin Scorsese konnte endlich sein lang gehegtes Traumprojekt verwirklichen. Eine Verfilmung von Shusako Endos grandiosem Roman „Silence“ (ebenfalls eine große Leseempfehlung: „Samurai“). Zwei Priester reisen nach Japan, um ihren Mentor zu finden, doch die Brutalität, mit der dort gegen Christen vorgegangen wird, lässt die Zwei mit ihrem eigenen Glauben hadern. Auch wenn bisher nicht viel über den Film berichtet und er bei den Oscars sträflich vernachlässigt wurde - wer zweifelt ernsthaft daran, dass Scorsese (der vielleicht beste lebende Regisseur) nicht auch Abseits von Leonardo DiCaprio und Gangsterfilmen großartige Meisterwerke schaffen kann? 

„Kong: Skull Island“ ist ab 10. März in den Kinos zu sehen.

© YouTube // Warner Bros. DE

Kong: Skull Island (Start: 10.3.)

Ja, es ist so weit. Auch King Kong versucht sich als amerikanisches Film-Franchise und holt dazu die zwei Hochkaräter Brie Larson und Tom Hiddleston als Hauptdarsteller an Bord. Als Forscher verschlägt es sie auf die geheimnisvolle Skull Island, um einen MacGuffin (= in diesem Fall irgendein Serum) zu suchen und dabei treffen sie sehr bald auf einige überdimensionierte Tiere und natürlich den König von Skull Island, King Kong.

Hier wird wohl niemand eine emotionale und soziale Sinnsuche in die Abgründe der menschlichen Natur erwarten, sondern megalomanische Action zwischen gigantischen Wesen und ein paar winzigen Menschlein, die sicher mehr ausschlaggebend und bedeutend für den Handlungsverlauf sind, als sie im Angesicht dieser riesigen Bestien eigentlich sein sollten. 

Auch „Moonlight“ startet am 10. März in den Kinos.

© YouTube // Thimfilm Filmverleih

Moonlight (Start: 10.3.)

Oscargewinner Eins: Barry Jenkins’ emotionales Drama über das Aufwachsen eines jungen Afro-Amerikaners, der sich seinen Platz in der Welt sucht, wurde ja mit dem Oscar als Bester Film ausgezeichnet, von daher also durchaus einen Kinobesuch wert. Alleine schon um herauszufinden, ob sich der Film diese Auszeichnung (eine von insgesamt drei, die anderen zwei gingen an den Nebendarsteller Mahershala Ali und an die Drehbuchautoren) auch wirklich verdient hat. 

„T2 Trainspotting“ läuft (in Österreich) am 10. März an.

© YouTube // SonyPicturesGermany

T2 Trainspotting (Start: 10.3.)

Ganze zwanzig Jahre sind ins Land gezogen, seit sich Renton (Ewan McGregor) von seinen Freunden Spud, Sick Boy und Begbie losgesagt und sie um eine beachtliche Geldsumme betrogen hat. Jetzt kehrt er zurück und seine ehemaligen Kumpels sind alles andere als erfreut darüber. Macht nichts, dafür freuen sich das Publikum und ganz besonders die Fans des kultigen ersten Teils umso mehr auf Danny Boyles Fortsetzung - und wer das Resümee des Regisseurs kennt, sollte nicht vorschnell über ein Sequel eines Kultfilms lästern, denn der weiß, dass Boyle immer für eine Überraschung gut ist. Also: sag ja zum Kinobesuch. Sag ja zu Danny Boyle. Sag ja zu „T2 Trainspotting“.

Klicken zum Weiterlesen

Ab 16. März im Kino: „Die Schöne und das Biest“

© YouTube // Disney Deutschland

Die Schöne und das Biest (Start: 16.3.)

Nun gut, es gibt ja schon einige Verfilmungen des Klassikers „Die Schöne und das Biest“. Das hindert Walt Disney aber nicht daran, es mit einer weiteren Realverfilmung zu versuchen. In die Rolle der Schönen schlüpft die reizende Emma Watson, was an sich schon als etwas Positives anzusehen ist. Außerdem mit dabei sind Ewan McGregor, Emma Thompson und Luke Evans. Das Biest wird übrigens von Dan Stevens verkörpert. Zumindest was die Besetzung betrifft, kann man „Die Schöne und das Biest“ zumindest mal als Erfolg bezeichnen.

„The Salesman“ kommt am 17. März in die Kinos.

© YouTube // Thimfilm Filmverleih

The Salesman (Start: 17.3.)

Oscargewinner Zwei: Regisseur Asghar Farhadi verstrickt die Geschichte eines jungen iranischen Paares mit Arthur Millers Stück „Tod eines Handlungsreisenden“ zu einem spannenden Thriller und räumte damit den Oscar für den besten fremdsprachigen Film ab (sogar vor dem vielgelobten Toni Erdmann). Wie schon bei „Moonlight“ kann man sich bald auch hier selbst ein Bild machen, ob der Sieg verdient war.

Ab 23. März mischen die „Power Rangers“ die Kinos auf.

© YouTube // STUDIOCANAL Germany 

Power Rangers (Start: 23.3.)

Fünf Außenseiter verwandeln sich in Superhelden und kämpfen gegen das Böse. Ist zwar nicht unbedingt was Neues, aber die „Power Rangers“ sind Kult und von daher ist es nur richtig (und längst an der Zeit), dass diese Kinder- und Jugendseifenoper endlich ein groß budgetiertes Kinoabenteuer bestehen darf. Angereichert mit bombastischer Action und reichlich Spezial-Effekten kämpfen die fünf neuen Rangers, mit Unterstützung von Bryan Cranston, gegen die böse Elizabeth Banks. Wenn die Action und der Humor passen, wieso nicht? „Power Rangers“ will einfach nur Spaß machen.

Ab 24. März zu sehen: „Die rote Schildkröte“

© YouTube // Polyfilm Verleih

Die rote Schildkröte (Start: 24.3.)

Ein Schiffbrüchiger und eine geheimnisvolle rote Schildkröte waren auch für den Oscar nominiert (in der Kategorie Bester Animationsfilm), haben aber leider nicht gewonnen. Ist auch wenig verwunderlich, denn „Die rote Schildkröte“ erzählt seine minimalistische Geschichte gänzlich ohne Dialoge, dafür mit den Geräuschen der Natur, Musik und reduzierten, handgezeichneten Bildern. Ein poetischer, tiefsinniger Trickfilm über die Liebe und das Leben braucht aber auch keinen Oscar, um zu beeindrucken.

„Life“ regiert ab 24. März im Kino.

© YouTube // SonyPicturesGermany

Life (Start: 24.3.)

Jake Gyllenhaal, Ryan Reynolds und Rebecca Ferguson entdecken Leben auf dem Mars - und nein, es ist nicht der vergessene Mark Watney aus „Der Marsianer“. Ein Sensationsfund, auch wenn es nicht das Alien oder ein Predator ist, sondern “nur” ein Einzeller. Aber wenn man weiß, wie das Leben anfing … Auch die Raumschiffbesatzung stellt bald fest, dass sich dieser scheinbar so harmlose Einzeller schnell weiterentwickelt und leider äußerst feindseelig reagiert - wen wundert’s, immerhin wurde er doch aus seiner behaglichen, friedlichen, marsianischen Welt gerissen. 

„Ghost in the Shell“ ist ab 30. März zu sehen.

© YouTube // ParamountPicturesGER

Ghost in the Shell (Start: 30.3.)

Viel ist noch nicht bekannt und es hatte fast den Anschein, dass der Eklat um die “weißgewaschene” Besetzung von Scarlett Johansson (so großartig sie auch sein mag) den Film selbst überschattet. Trotzdem kann man sich mal vorsichtig auf diese Realfilmadaption des kultigen Mangas und Animes „Ghost in the Shell“ freuen. Cyberpunk-Sci-Fi ist ohnehin ein sträflich vernachlässigtes (Mainstream-)Genre, von daher tut es gut, es mal als große Blockbuster-Produktion zu sehen. Ob es von Erfolg gekrönt sein wird, bleibt abzuwarten, aber wer weiß, das Potenzial ist durchaus vorhanden.

Pressplay Logo
Klicken zum Weiterlesen
03 2017 Pressplay für The Red Bulletin

Nächste Story