Kinostarts: Die besten Filme im November

Kinostarts: Die besten Filme im November

Text: Marco Rauch
Foto: Studiocanal

Diese 9 Filme sollten alle Cineasten im November auf ihrer Liste haben.

Je mehr wir uns der kalten Jahreszeit nähern, desto seltener werden die großen Blockbuster. Aber keine Sorge, es gibt trotzdem noch einiges, wofür es sich lohnt, ins Kino zu gehen.

Wie wäre es unter anderen mit …

  • einer neuen J.K. Rowling-Verfilmung
  • Tom Cruise abermals als Jack Reacher
  • Woody Allens jährlichem Filmbeitrag
  • Natalie Portmans Regiedebüt

Die Red-Bulletin-Kinovorschau powered by pressplay.

„Homo Sapiens“ läuft ab 3. November in den Kinos.

© YouTube // Stadtkino Filmverleih

Homo Sapiens (Start: 3.11.)

Nikolaus Geyrhalter nennt seinen Film „Homo Sapiens“ und dabei kommen eigentlich gar keine Menschen vor. Vielmehr erzählt die Dokumentation vom Verschwinden des Menschen und besucht verlassene Orte, Orte, die der Mensch irreparabel zerstört oder schlichtweg vergessen hat. Es geht also weniger um den Menschen an sich, sondern um die Spuren, die er hinterlässt, und um die unheimliche, aber irgendwie auch berauschende Atmosphäre, die solche Orte ausstrahlen. Und wer mal einen Urlaub in einer leicht apokalyptischen Gegend verbringen will, wo man wahrlich vor jeder Menschenseele seine Ruhe hat, der wird in „Homo Sapiens“ so sicher den ein oder anderen Tip bekommen.

„Jack Reacher: Kein Weg zurück“ ist ab 10. November im Kino zu sehen.

© YouTube // ParamountPicturesGER 

Jack Reacher: Kein Weg zurück (Start: 10.11.)

Eigentlich war der erste Teil ja gar kein so großer Erfolg, weder im Kino noch bei Kritikern - aber gut, wer hört auch schon auf die. Trotzdem wagt sich Tom Cruise erneut als Jack Reacher ins Abenteuer. Offensichtlich ist er wirklich ein großer Fan der Romanvorlagen von Lee Child. Was an sich eigentlich Grund zur Freude ist, denn seine Bücher sind nicht nur überaus filmisch, sondern extrem spannend und man kann nur hoffen, dass Cruise und die Macher mit dem zweiten Teil mehr Erfolg haben. Denn man kann sich auf einige starke Geschichten rund um den abgebrühten, coolen, toughen Jack Reacher freuen - und mal ehrlich, auch wenn Cruise nicht so groß ist wie die Romanfigur, wer sonst könnte einen Typen wie ihn glaubwürdig darstellen?

„Café Society“ - ab 11. November in den Kinos

© YouTube // Warner Bros. DE

Café Society (Start: 11.11.)

Im jährlichen Woody-Allen-Beitrag zum Weltkino tummeln sich wieder eine ganze Reihe an Stars auf der Leinwand: Kristen Stewart, Jesse Eisenberg, Blake Lively und Steve Carrell leben diesmal ihre Neurosen und Ängste im Hollywood und Manhattan der 30er Jahre aus. Da Allen selbst ja schon etwas zu alt ist um einen jungen Neurotiker zu spielen, ist es diesmal übrigens Eisenberg, der quasi als Avatar des Altmeisters herhalten muss. Bisher ist es ja noch kaum einem der Schauspieler gelungen, Woody Allens eigenen Charme und Humor gekonnt zu imitieren. Mal abwarten, ob es Eisenberg besser macht.

Ab 11. November ist „Eine Geschichte von Liebe und Finsternisi“ auf den Leinwänden zu sehen.

© YouTube // Thimfilm Filmverleih

Eine Geschichte von Liebe und Finsternis (Start: 11.11.)

Natalie Portman verfilmt die Autobiographie von Amos Oz, „Eine Geschichte von Liebe und Finsternis“, die von den Kindheitsjahren und dem Heranwachsen des Autors erzählen. Aber Portman-Fans müssen sich keine Sorgen machen, natürlich hat sich die Oscar-Preisträgerin auch selbst eine Rolle ausgesucht und spielt die Mutter des jungen Amos Oz, die für ihn stets eine große Quelle der Inspiration war. An sich kein leichter Stoff, aber ein durchaus dramatischer. Man darf gespannt sein, ob Natalie Portman hinter der Kamera genauso talentiert ist wie davor.

„Paterson“ gibt es ab 18. November in den Kinos zu sehen.

© YouTube // Filmladen Filmverleih

Paterson (Start: 18.11.)

Ein Busfahrer namens Paterson und eine Kleinstadt namens Paterson in einem Film namens Paterson. Und worum geht es? Um den Alltag eines Busfahrers, der pünktlich aufsteht, ein paar Zeilen Gedichte schreibt (denn das ist seine wahre Leidenschaft), nach der Arbeit mit seiner Bulldogge Gassi geht und auf ein Bier (genau ein Bier, nicht mehr, nicht weniger) in seinem Stammlokal vorbeischaut - und am nächsten Tag fängt die Routine von vorne an. Also so etwas kann sich auch nur ein Jim Jarmusch erlauben und daraus auch noch einen ansehnlichen Film machen. Aber gut, ihm geht es auch weniger um Action und bombastische Effektorgien, sondern um die kleinen Details und Feinheiten im Leben.

„Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind ist ab 18. November in den Kinos zu sehen.

© YouTube // Warner Bros. DE

Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind (Start: 18.11.)

Es ist zwar nicht Harry Potter, stammt aber aus der Feder von J.K. Rowling und spielt im gleichen Universum wie die bekannten Geschichten des jungen Zauberers, nur halt 70 Jahre vorher. Erzählt wird die Story von Newt Scamander, den Fans sicherlich als Autor von, wer hätte es gedacht, „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“ kennen. Mit seinem prall gefüllten Koffer spaziert Scamander durch New York. Na und? Tja, in besagtem Koffer befinden sich allerhand magische Kreaturen, die man besser nicht entkommen lassen sollte. Ob es ihm gelingt, diese wieder fest in den Griff zu bekommen, erfährt man im Kino - sofern man noch nicht das Buch gelesen hat.

„Ich, Daniel Blake“ - ab 25. November in den Kinos

© YouTube // Prokino - Einzigartige Unterhaltung

Ich, Daniel Blake (Start: 25.11.)

Kaum jemand versteht es so treffend und unterhaltsam soziale Ungerechtigkeiten auf der Leinwand darzustellen, wie Ken Loach. In seinem neuen Film, „Ich, Daniel Blake“, versucht der verwitwete Tischler Daniel Blake, der schwer herzkrank ist und laut Arzt nicht mehr arbeiten gehen darf, einen Antrag auf Sozialhilfe zu bekommen. Doch dieser Antrag wird abgelehnt, denn um Arbeitslosenunterstützung zu bekommen, müsste Blake nachweisen, dass er Arbeit sucht, was er ja laut Arzt nicht darf. Ja, das kann man auch durchaus als kafkaesk bezeichnen oder gerne als ganz normalen Ämter-Wahnsinn.

„Deepwater Horizon“ startet am 25. November in den Kinos.

© YouTube // STUDIOCANAL Germany

Deepwater Horizon (Start: 25.11.)

Im Jahr 2010 mussten 120 Menschen auf der Ölplattform Deepwater Horizon um ihr Leben kämpfen, während Millionen Liter Öl ins Meer strömten. Eine reale Tragödie wie diese in einen Action-Thriller zu verwandeln, das kann wohl niemand so gut wie Peter Berg und Mark Wahlberg (und Michael Bay), wie sie schon mit ihrem „Lone Survivor“ gezeigt haben. Im Gegensatz zum einzigen Überlebenden, nehmen sie aber in „Deepwater Horizon“ wenigstens nicht gleich den Schluss der Geschichte vorweg. Immerhin ein Fortschritt. Und sonst? Nun, einige werden sterben, andere überleben, während sie versuchen, ihren Freunden und Kollegen heldenhaft das Leben zu retten.

„Arrival“ läuft am 25. November in den Kinos an.

© YouTube // SonyPicturesGermany

Arrival (Start: 25.11.)

Außerirdische landen (wieder einmal) auf der Erde. Doch statt Emmerich-Zerstörungsorgie bemüht sich Denis Villeneuve in „Arrival“ um einen anderen Ansatz. Nämlich dem der Sprachbarriere. Denn, wer hätte das gedacht, wir verstehen kein Wort von dem, was die Außerirdischen sagen (dass diese Aliens auch nie Englisch können, Frechheit!). Also soll Linguistin Dr. Louise Banks (Amy Adams) das Problem beseitigen und eine gemeinsame Sprache finden. Na hoffentlich kommt es nicht zu Missverständnissen, woraufhin sich die Außerirdischen herausgefordert fühlen, die Menschheit auszulöschen. Sonst wären wir ja doch wieder nur in einer weiteren Alien-Zerstörungsorgie.

Pressplay
Klicken zum Weiterlesen
11 2016 Pressplay für The Red Bulletin

Nächste Story