Zara Larsson

Zara Larsson im Interview: „Ist dein Ziel hoch genug?“

Foto: Sony Music 
Interview: Florian Obkircher

Zara Larsson legt sich die Latte extrahoch. Warum man nach den Sternen greifen muss, um die Karriere zu ­beflügeln, erklärt der Jung-Popstar hier.

THE RED BULLETIN: Mit David Guetta lieferten Sie die offizielle Hymne der Euro 2016, Ihre letzte Single­ landete auf Platz 13 der US-Charts. Keine schlechte Bilanz für eine 18-Jährige.

ZARA LARSSON: Dabei hatte ich eigentlich gehofft, mit 18 schon viel weiter zu sein!

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Die meisten 18-Jährigen sind zufrieden, wenn sie die Matura schaffen.

Mein Motto lautet: Je höher du deine Ziele steckst, desto mehr wirst du erreichen. Wer zwischen Träumen und Zielen unterscheidet, verbaut sich den Erfolg.

Sind realistische Ziele nicht vernünftiger?

Es gibt keine unrealistischen Ziele. Punkt. Wenn andere Sänger Nummer-1-Hits in den USA landen können, warum nicht auch ich? Vielleicht ­dauert es noch zehn Jahre, aber deshalb verzagen? Nein. Geduld ist die Grundzutat ­jeder großen Karriere.

Zaras aktuelle Single: “Ain’t My Fault“

© Youtube // ZaraLarssonMusicVEVO

Aber birgt das Setzen zu hoher Ziele nicht auch die Gefahr des Scheiterns?

Nein, das glaube ich nicht. Ich muss nicht morgen schon der größte Superstar sein. Ich weiß, das dauert seine Zeit. Wenn es mit meiner nächsten Single nicht klappt, versuche ich es einfach mit der übernächsten. Und ich werde so lange weitermachen, bis es funktioniert. So sehe ich das. Für mich ist Karriere eher ein Prozess. Geduld und harte Arbeit sind der Schlüssel zum Erfolg.

An welchem Punkt in Ihrem Leben haben Sie einen so starken Karrieredrang entwickelt?

Ich weiß nicht, woher das kommt. Was ich jetzt mache, ist das, was ich mein ganzes Leben lang tun wollte. Ich träume schon von einer Musik-Karriere, seit ich ein kleines Kind war. Und schon damals liebte ich es, zu gewinnen. Ich wollte überall Erste sein. Ich bin ein ziemlich schlechter Verlierer. Wenn ich etwas mache, will ich die Beste darin sein. Ich glaube, das ist einfach Teil meiner Persönlichkeit.

Mama please don't judge me cause I'm a criminal *moonwalks away stealing all these bitches hearts*

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Haben Sie Ihre Eltern damals unter Druck gesetzt?

Meine Familie hat mich immer unterstützt. Keiner hat mich zum Singen gezwungen.Ich mache genau das, was ich in meinem Leben tun wollte und ich möchte mir beweisen, dass ich mich dabei ständig verbessern kann. Mein größtes Idol ist Bevoncé, die meiner Meinung nach größte lebende Performerin. Wenn du zu jemandem wie ihr aufsiehst, sagst du dir: „Ich will auch eine ausverkaufte Welttournee machen.“ Es geht darum, hart daran zu arbeiten, denn auch Beyoncé lässt nie nach.

Hat es nicht auch Nachteile, so ambitioniert zu sein?

Ich bin nie ganz zufrieden. Ich kann keinen Song veröffentlichen und sagen: „Was für ein tolles Lied! Ich genieße das jetzt einen Moment.“ Sofort möchte ich weitermachen und einen noch besseren Song veröffentlichen. Ich bin immer hungrig und zur gleichen Zeit manchmal ziemlich traurig, weil ich die Dinge, die ich mache, nie richtig genießen kann. Also muss ich mich manchmal bewusst hinsetzen und mir die großartigen Dinge, die mir widerfahren, in Erinnerung rufen.

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12 2016 The Red Bulletin

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