Das Zug-Konzept aus China

Der Zug, der niemals anhält

Bild: Youtube/New China TV

Wie wäre es, wenn Züge beim Ein- und Aussteigen ihrer Passagiere keine Zeit verlieren würden? Ein chinesisches Konzept liefert einen Ansatz zur Lösung dieser Frage.

Erst müssen die Leute raus, dann müssen die Leute rein. Im Optimalfall. Oft wird daraus ein unnötiges, gleichzeitiges Drängen in beide Richtungen. Einige sprinten gerade noch in die zufallende Tür, die sich durch den Kontakt erneut öffnet, bevor sie endgültig schließen kann. Dieses Szenario wiederholt sich an jeder Haltestelle. Wir kennen es von Bahnhöfen und noch besser aus U-Bahn-Stationen.

Die Sekunden und Minuten, die dabei verloren gehen, summieren sich. Wie zügig wäre man wohl am Ziel, wenn die Ein- und Ausstiegzeiten eliminiert werden könnten?

Ihn China arbeitet man an einer Antwort auf genau diese Frage.

© Youtube // New China TV

Designer Chen Jianjun sorgte schon vor einigen Jahren mit seinem Konzept für Aufsehen. Und auch wenn es mit der Umsetzung bislang noch nicht geklappt hat, könnte die Idee den Personentransport entscheidend beschleunigen.

Statt dem bereits erwähnten, mühevollen Rein-Raus platzieren sich die Einsteiger schon vor Ankunft des Zuges auf einer Plattform. Diese wird vom einfahrenden Zug aufgenommen. Eine andere Plattform, auf der sich die Aussteiger gesammelt haben, wird indes zurückgelassen.

Während der Fahrt nehmen die Einsteiger die Treppe von der Plattform hinunter in das Zuginnere, die Aussteiger wandern wieder nach oben. Und an der nächsten Haltestelle beginnt das Spiel von vorne.

Kein Stehenbleiben, kein Zeitverlust. Allerdings gibt es noch Schwächen, wie etwa der Umgang mit Menschen mit einem körperlichen Handicap, die keine Treppen benutzen können. Aber auch dafür sollte sich eine Lösung finden lassen, um letztlich allen Passagieren und Zugführern Zeit und Nerven zu sparen.

Klicken zum Weiterlesen
10 2016 THE RED BULLETIN INNOVATOR

Nächste Story