Die coolsten Tierroboter

Roboter-Fledermaus und Co.: Diese Maschinen kopieren das Tierreich nahezu perfekt

Foto: Youtube/Festo Bionic

Eine der größten Herausforderungen der Technik ist die Imitation der Natur. Mittlerweile gelingt es Wissenschaftlern jedoch immer besser, Roboter mit tierischen Fähigkeiten auszustatten, wie die folgenden Beispiele zeigen.

Etliche Millionen Jahre der Evolution erschufen eine Welt voller Überlebenskünstler. Naheliegend also, dass wir versuchen, von den Stärken anderer Geschöpfe zu lernen. Das dachte sich auch ein Team von Ingenieuren des California Institute of Technology und entwickelte eine mechanische Fledermaus.

Mit Flügeln aus Silikon, Knochen aus Karbon und neun Gelenken aus dem 3D-Drucker wiegt der Roboter gerade einmal 93 Gramm. Neben seiner Fähigkeit zu lernen und Hindernissen eigenständig auszuweichen beeindruckt er durch enorme Energieeffizienz. Der Grund: Die ferngesteuerte Fledermaus nutzt wie ihr lebendiges Vorbild die Strömung der Luft, um die eigenen Energiereserven zu schonen. Eines Tages soll die Technologie die Welt der Drohnen revolutionieren.

© Youtube // Inverse

Doch dies ist nicht die einzige Maschine, bei deren Bau von Mutter Natur abgekupfert wurde. Wir stellen dir fünf weitere faszinierende Tierroboter vor:

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Bodenständiger Sechsfüßer

Die gigantische Roboterkrabbe namens „Crabster“ wurde vom Korean Institute of Ocean Science and Technology entwickelt. Beim Entwurf orientierten sich die Ingenieure an der Anatomie von Krabben und Hummern, um von deren Fähigkeit zu profitieren, auch in unruhigen Gewässern standfest zu bleiben.  

© Youtube // Bong Huan Jun

Salamander aus dem 3D-Drucker

Der „Pleurobot“ ist ein von Forschern der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Lausanne entwickelter Roboter. Sein Aufbau ist dem Körper des Spanischen Rippenmolchs nachempfunden. Das Rückgrat der tierähnlichen Maschine besteht aus elf Segmenten, die von 27 Motoren angetriebenen werden.

Optisch könnte die hochtechnologische Amphibie einem Science-Fiction-Film entsprungen sein. In Wirklichkeit kommt ein großer Teil der Erfindung aus dem 3D-Drucker. Neben Such- und Rettungsmissionen soll der Roboter der Erforschung von Wirbeltieren und Amphibien dienen.

© Youtube // Tested

Mechanisches Beuteltier

Der Zusammenschluss europäischer Forscher mit dem deutschen Unternehmen Festo führte zur Entwicklung eines ferngesteuerten Roboterkängurus. Ziel des Projekts war die Nachahmung der energiesparenden Fortbewegung des Beuteltiers.

Durch seine elastischen Muskelbänder kann ein Känguru die Energie einer Landung wie eine Gummifeder kurzzeitig speichern und für den nachfolgenden Absprung nutzen. Langfristig soll die Technologie bestehende Roboter der Industrie optimieren.

© Youtube // Festo Bionic

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Der beste Freund des Menschen

Das Unternehmen Boston Dynamics hat sich auf die Herstellung autonomer Laufroboter spezialisiert. Unter anderem führte dies zur Entwicklung von „Spot“, einem mechanischen Hund.

Der etwa 73 Kilogramm schwere Roboter wird mit einem Spielecontroller gesteuert und kann sich von diesem bis zu 500 Meter weit entfernen. Konstruiert wurde er für Erkundungsmissionen der US-Marines.  

© Youtube // Boston Dynamics

Das große Krabbeln

Eine der neueren Errungenschaften des deutschen Robotikunternehmens Festo ist die Entwicklung eines intelligenten und mechanischen Ameisenschwarms, dessen Individuen miteinander kooperieren.

Wie die Vorbilder in der Natur kommunizieren die elektronischen Insekten miteinander und koordinieren so ihre Aktionen. Bevor sich die Roboter mithilfe ihrer Fühler an der Ladestation mit neuer Energie betanken, können sie 40 Minuten lang dem Leben einer Ameise nachgehen.

© Youtube // Festo Bionic

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02 2017 The Red Bulletin

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