Google Lunar XPrize: Das Wettrennen zum Mond

Auf zum Mond: 5 Unternehmen kämpfen um den „Google Lunar XPrize“

Foto: Facebook/Google Lunar XPrize

Die letzte Phase des überirdischen Rennens steht an. Wir stellen euch die 5 Kontrahenten im Kampf um den Mond und 20 Millionen US-Dollar vor.

Einen ultimativeren Wettbewerb kann man wohl kaum starten: Beim „Google Lunar XPrize“ liefern sich die Teilnehmer ein gnadenloses Wettrennen um die Eroberung des Mondes. Dem Sieger winken satte 20 Millionen US-Dollar. Und natürlich Ruhm und Ehre.

Um das Preisgeld einzusacken, müssen die verbliebenen Kontrahenten bis zum 31. Dezember 2017 eine private Raumfähre per Rakete Richtung Erdtrabant geschickt haben. Dort muss ein Roboter die Oberfläche erkunden, mindestens 500 Meter zurücklegen und HD-Aufnahmen zur Erde schicken. Klingt nach einem Kinderspiel, was?

Um sich zur Endrunde zu qualifizieren, mussten die 16 Bewerberteams verifizierte Raketenstartverträge vorweisen können. Wir stellen dir die fünf Gruppen vor, denen es gelungen ist, in die entscheidende Runde vorzudringen.

  • SpaceIL
  • Moon Express
  • Synergy Moon
  • Teamindus
  • Hakuto
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SpaceIL (Israel)

Die 2011 gegründete, gemeinnützige Organisation schickt ihren Marsroboter auf einer SpaceX-Falcon-9-Rakete in Richtung Mond. Ziel der Reise: Das rund 30-köpfige SpaceIL-Team will einen erzieherischen Einfluss erzielen und kommende Generationen in Israel und weltweit für Wissenschaft, Technologie, Mathematik und Ingenieurskunst begeistern.

Das Raumfahrzeug hat die Größe eines Geschirrspülers und nutzt zur Fortbewegung einen Hüpf-Mechanismus.

© Youtube // SpaceIL

Moon Express (USA)

Das privat finanzierte, kommerzielle Raumfahrtunternehmen hat einen Vertrag mit „Rocket Lab USA“ über gleich drei Mondmissionen zwischen 2017 und 2020 abgeschlossen. Oberste Direktive von Moon Express: Der Menschheit die umfangreichen Ressourcen des Mondes zugänglich zu machen und kommerzielle Weltraumaktivitäten jenseits des Erdorbits zu ermöglichen.

© Youtube // Moon Express

Synergy Moon (international)

Interorbital Systems“, Teil der Synergy Moon getauften Kooperation, schickt eine NEPTUNE-8-Rakete ins All, auf der das Team sein Mondlandefahrzeug und mindestens einen Rover unterbringen will.

Synergy Moon hat vor, bemannte Reisen im Orbit, Satellitenstarts und die Erkundung des Sonnensystems kosteneffektiv und vor allem zugänglich für jedermann zu machen. Das multikulturelle Unternehmen setzt sich aus Mitgliedern aus mehr als 15 verschiedenen Ländern zusammen.

© Youtube // GLXPsynergymoon

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Teamindus (Indien)

TeamIndus hat einen Vertrag mit der „Indian Space Research Organisation“ abgeschlossen. Das Raumfahrzeug soll in der Raketenspitze des „Polar Satellite Launch Vehicle“ untergebracht werden. Der Abschuss erfolgt vom Satish Dhawan Space Center in Sriharikota.

Die Mission ist laut Team „eine Feier all der Dinge, die großartig an Indien sind – das kühne Ziel, die jungen, hoffnungsvollen Ingenieure, der Unternehmergeist, Partner, die ihre Ressourcen bereitstellen und ein neuer Schlag von Entrepreneuren, welche das Projekt unterstützen“.

© Youtube // TeamIndus

Hakuto (Japan)

Die japanische Mannschaft hat eine ganz besondere Vereinbarung getroffen: Der vierrädrige Rover wird an Bord der TeamIndus-Rakete mitfliegen. Das dürfte in der Tat ein interessantes Rennen werden.

Das Ziel von Hakuto ist derweil ein ganz anderes. Mit seinem Raumfahrzeug möchte das Team Höhlen und sogenannte „Oberlichter“ (eingebrochen Decken von Lavaröhren, Anm.) erforschen. Das sei nicht nur wissenschaftlich von enormer Bedeutung, es könnte auch eine Lösung darstellen, wie der Mensch langfristig auf dem Mond überleben kann, abgeschirmt von den schwierigen Bedingungen auf der Oberfläche.

© Youtube // TEAM HAKUTO

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02 2017 The Red Bulletin

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