Ludwig: Musik für Gehörlose

„Ludwig“ öffnet Gehörlosen die Welt der Musik

Bild: Ludwig Project

Das brasilianische Startup „Ludwig“ versucht, Musik allen zugänglich zu machen - auch Gehörlosen und Hörgeschädigten.

Das Problem: Menschen mit beeinträchtigtem Gehör haben nur beschränkt Zugang zu Musik. Und viele von ihnen haben noch nie erfahren, welche Gefühle Musik auslösen kann.

Ludwigs Lösung: Die Transformation von Musik in Vibrationen und Farben. Damit wird ein Musik-Erlebnis für alle kreiert.

Wie funktioniert es: Ein Armband und ein Tablet, die mit der Ludwig-App verbunden sind, machen Musik als Abfolge von Vibrationen und Farben spür- und visualisierbar.

© Youtube // Red Bull Amaphiko

RAPHAEL SILVA (Co-Founder und Developer) über …

… die Idee:

Ludwig entstand 2014 sozusagen als Nebenprodukt eines anderen Projektes. In einer Brainstorming-Session stellte sich damals die Frage: „Wie können wir jemandem mit beeinträchtigtem Gehör beibringen, Musik zu spielen?“ Doch bevor wir jemandem Musik lehren können, wollen wir allen Gehörgeschädigten erst einmal das Erlebnis von Musik ermöglichen.

… die Vision von Ludwig:

Musik ist eine universelle Sprache und ein Ausdrucksmittel. Sie ist ein Werkzeug, das Interaktion fördert und Menschen miteinander verbindet. Allerdings sind Gehörlose und Hörgeschädigte oft von dieser Kraft der Musik ausgeschlossen. Wir versuchen, Musik allen Menschen zugänglich zu machen und damit eine Welt mit gleicheren Voraussetzungen zu schaffen.

… den Namen: 

Er geht auf Ludwig van Beethoven zurück. Er komponierte auch noch weiter, als er schon beinahe vollständig taub war. 

… den aktuellen Stand des Projekts:

Wir sind in der Entwicklungsphase und arbeiten gerade an den geeigneten Distributionswegen. Die Tests haben uns aber gezeigt, für wie viel Begeisterung wir mit Ludwig in der gehörbeeinträchtigten Community sorgen können.

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08 2016 THE RED BULLETIN INNOVATOR

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