Wie du ein Erfinder wirst: 5 Tipps von Colin Furze

Wie du ein Erfinder wirst 

Text: Tom Guise
Illustration: mark thomas

Der britische Extrembastler Colin Furze weckt den kleinen MacGyver in dir und gibt 5 gute Tipps, wie auch du zum erfolgreichen Erfinder wirst.

„Geht das nicht besser?“ Das ist die Frage, mit der der ehemalige Spengler Colin Furze auf alle Dinge zugeht, die ihm im Alltag begegnen. Früher verbesserte der Brite seine Werkzeuge – zunächst nur für den Eigenbedarf, denn die Patente waren zu teuer. 

Dann beschloss er, Sachen zu erfinden, auf die Leute wirklich abfahren: Schleuderbett, fliegendes Motorrad, magnetische Schuhaufsätze und 360-Grad-Schaukel brachten ihm fast vier Millionen YouTube-Abonnenten. „Ich bin gut darin, Sachen für wenig Geld zu machen“, sagt Furze. 

Hier seine Tipps, wie du es ihm nachmachen kannst und zum Erfinder wirst:

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1 Halt dich nicht mit großen Plänen auf 

„Wenn ich eine Idee habe, kritzle ich an Skizzen rum, keinen detaillierten Entwürfen. Erst bei komplexeren Projekten baue ich Prototypen. Für meinen Arm-Raketenwerfer, der aus Stahlröhren feuert, schraubte ich zuerst ein wenig Holz zusammen, um zu testen, ob er überhaupt funktionieren kann. Ich rate dir, Dinge zu versuchen und zu scheitern, bevor du einen Experten um Rat fragst. Denn wenn du nur mit einer Idee zu ihm kommst, sagt er sicher: ‚Lass es sein, das klappt nie.‘“

2 Such die richtigen Teile zusammen

„Für die magnetischen Schuhaufsätze brauchte ich Elektromagneten. Solche, die mein Gewicht halten konnten, waren unbezahlbar, also baute ich selbst welche. Ich dachte mir, so ein Magnet ist ja nur Metall, um das ein Draht gewickelt ist, und fand heraus: Zerlege eine Mikrowelle, nimm ihren Transformator raus, schließ eine 12-Volt-Batterie an seine Spule, und er wird magnetisch. Das ultimative YouTube-Projekt: günstig, leicht nachzumachen, super Resultat.“

„Das ultimative YouTube-Projekt: günstig, leicht nachzumachen, super Resultat.“

© youtube // colinfurze

3 Vertraue deinem Sicherheitsgefühl

„Die Leute fragen mich immer ganz verwundert, wieso ich auf meiner großen 360-Grad-Schaukel keine Sicherungsseile angebracht habe. Ich antworte ihnen: ‚Wozu brauchst du welche? Du kannst dich doch festhalten!‘ Heutzutage denkt jeder, alles muss gesichert sein. Völliger Blödsinn! Auf dem schnellsten E‑Mobil der Welt trug ich Helm, Handschuhe, das ganze Sicherheitszeug. Ich setzte mich drauf, und ab dem zweiten Gang hatte ich nur noch eins im Kopf: ‚Vollgas!‘“

„Heutzutage denkt jeder, alles muss gesichert sein. Völliger Blödsinn!“

© youtube // colinfurze

4 Lern von deinen Fehlern

„Ich arbeitete an einem meiner Jet-Triebwerke. Durch ein winziges Leck entströmte Gas, ein paar Millisekunden reichten, und die gesamte Haut auf meinen Armen war verbrannt. Die Lektion: Warte, bis die Gartenparty der Nachbarn zu Ende ist. Ich wollte sie nicht stören, also schloss ich meine Tür. Wäre ich nicht in einem geschlossenen Raum gewesen, wäre das Feuer erst gar nicht ausgebrochen. Man darf auch die kleinsten Risiken nicht unterschätzen!“

5 Verärgere die Polizei nicht

„Ich wurde einmal verhaftet, weil ich hinten auf meinem Moped einen Flammenwerfer angebracht hatte und ein Foto davon in der Zeitung kam. Auf so etwas steht die Polizei gar nicht, zumal ich auf einer öffentlichen Straße unterwegs war. Wäre ich privat irgendwo gefahren, hätten die Polizisten wohl nichts unternommen. Ich bastle gerne an Flammenwerfern rum. Einen befestigte ich sogar an meiner Gitarre – und wurde nicht verhaftet.“

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02 2017 The Red Bulletin

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